Sunday, 28. August 2016
21.03.2015
 
 

Es empfiehlt sich nicht, alles Geld zu den Banken zu tragen

Redaktion

Ein guter Weg, sein Portfolio möglichst stark zu diversifizieren, besteht darin, nicht alles Geld zu den Banken zu tragen. Es gibt mehrere Gründe, die dafür sprechen. Wenn es ganz hart auf hart kommt beispielsweise, plündern verzweifelte Regierungen auch schon mal Bankkonten.

 

Ein weiterer Grund, nicht alles zu den Banken zu tragen, ist der, dass das Bankwesen stark risikobehaftet ist – und diese Risiken werden nur noch größer, wenn Regierungen aus dem Ruder laufen, wenn Währungen abwerten und die Konjunktur gegen die Wand fährt.

 

Wie schrieb das Modern Survival Blog mit Blick auf den Umgang der Großbank in Sachen »Mindestreserveverpflichtung«:

 

»Das Schneeballsystem beginnt damit, dass sich die Bank Ihre Spareinlagen nimmt (von denen Sie vielleicht dachten, dass sie im Safe lagern) und den Großteil davon weiterverleiht. Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass die Bank für jeden Dollar, den Sie einzahlen, etwa zehn Dollar verleihen wird. Anders gesagt: Die Bank nutzt Ihr Angespartes, um Geld zu verleihen, und zwar deutlich mehr als das, was sie an Reserven hat. Auf diese Weise fährt sie gewaltige Gewinne ein. Das ist das System der Mindestreserve. Die Banken behalten nur einen Bruchteil des eingezahlten Geldes.«

 

Bail-ins wie im Fall Zypern

 

Diese Methode funktioniert so lange gut, wie es keine Bankenruns gibt, bei denen Millionen und Abermillionen Menschen auf einen Schlag ihre Einlagen abziehen wollen. In einem anderen Bericht der Website heißt es, dass die Gruppe der G20-Staaten im Herbst neue Bankenregeln verabschiedet hat, die das Risiko für Ihre Einlagen noch größer machen.

»Bei der nächsten Bankenkrise wird alles ›Geld‹, das Sie und ich bei der Bank haben, einem ›Bail-in‹ unterzogen. Und wenn Sie glauben, Ihre Einlagen seien ja durch den Einlagensicherungsfonds FDIC abgesichert, droht Ihnen eine böse Überraschung.

Auf dem G20-Gipfel (Mitte November 2014) beschlossen die teilnehmenden Länder, dass Ihre Spareinlagen in den Besitz der Bank übergehen, wenn diese durch eine Krise an den Abgrund gerät.«

In der neuen Vereinbarung ist nicht wie früher von Bail-outs die Rede, also einer Rettung der Banken durch den Staat, sondern von Bail-ins. Ein Bail-in bedeutet vereinfacht gesagt, dass eine Bank, um ihren Kollaps zu verhindern, auf Teile der Spareinlagen oder auf alle Einlagen zugreift.

»Ein Bail-in ist die gesetzliche Befugnis einer Abwicklungsbehörde (im Gegensatz zu vertraglichen Vereinbarungen, etwa den Anforderungen zum bedingten Kapital), die Verbindlichkeiten eines in Not geratenen Kreditinstituts umzustrukturieren, indem unbesicherte Schulden abgeschrieben und/oder in Anteile umgewandelt werden. Die gesetzliche Befugnis dient dazu, eine rasche Rekapitalisierung und Umschuldung des notleidenden Instituts herbeizuführen.«

Gesetzliche Befugnis

 

Einige Begriffe und Dinge müssen hier definiert werden, beispielsweise der Begriff »unbesicherte Schulden«. Bei jeder Bank machen die Spareinlagen den größten Teil der unbesicherten Verbindlichkeiten aus.

 

Eine zahlungsunfähige Bank wird also wieder liquide gemacht (oder zumindest auf den Weg zurück zur Liquidität geführt), indem Spareinlagen in Anteile umgewandelt werden, in Bankaktien also, die sich an der Börse als wertlos erweisen oder aufgrund einer Abwicklung der Bank lange Zeit gebunden sein könnten.

 

Wir reden hier über eine gesetzliche Vorschrift, das bedeutet, Beschlagnahmungen wie seinerzeit in Zypern werden zur Norm – und die Kosten dieser Maßnahmen hat der Sparer zu tragen.

 

Die Federal Deposit Insurance Company (FDIC) ist der amerikanische Einlagensicherungsfonds. Er soll Einlagen bis zu einer Höhe von 250 000 Dollar absichern, aber kommt es systemweit zu Bankenpleiten oder zu einer Katastrophe am Markt, gibt es keine Garantie dafür, dass der Staat tatsächlich die Mittel hat, dieses Versprechen einzulösen.

 

Das gilt umso mehr für den Fall, dass unsere Wirtschaft unter dem gewaltigen Schuldenberg kollabiert, den der Staat in den vergangenen Jahrzehnten angehäuft hat.

 

Das Papier des Internationalen Währungsfonds, die so genannte »Staff discussion note« von 2012 finden Sie hier.[PDF]

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (21) zu diesem Artikel

23.03.2015 | 08:40

Eckart

@ willy_winzig , Ist vollkomem klar - Lastenausgleich ist zu vermeiden. Deshalb streuen Kenner ihre Werte - und oberster Handlungsgrundsatz ist dabei: Die besten Orte zur Verwahrung von Werten sind immer die, die der Staat nicht kennt. So nun mach was draus.- Du kannst nicht erwarten, dass dir einer bei diesem Versteckspiel hilft !!!


22.03.2015 | 19:29

willy_winzig

Wer jetzt glaubt mit Immobilien und Landbesitz besser dran zu sein, der sei an den Lastenausgleich von 1952 erinnert. Damals wurde eine Vermögensabgabe von 50% des Vermögens beschlossen, zahlbar in 30 Jahresraten. Und nichts spricht dafür das es dieses Mal kein Lastenausgleich gibt. Der Lastenausgleich wird schon seit 2013 diskutiert.In seinem letzten Interview auf N-TV-Telebörse hat Herr Nobert Wather, ehemaliger Chefs Volkswirt der Deutschen Bank, diesen Lastenausgleich...

Wer jetzt glaubt mit Immobilien und Landbesitz besser dran zu sein, der sei an den Lastenausgleich von 1952 erinnert. Damals wurde eine Vermögensabgabe von 50% des Vermögens beschlossen, zahlbar in 30 Jahresraten. Und nichts spricht dafür das es dieses Mal kein Lastenausgleich gibt.
Der Lastenausgleich wird schon seit 2013 diskutiert.
In seinem letzten Interview auf N-TV-Telebörse hat Herr Nobert Wather, ehemaliger Chefs Volkswirt der Deutschen Bank, diesen Lastenausgleich thematisiert. Der Titel der Sendung war: Das ging dann mal schief.


22.03.2015 | 15:21

LarsLonte

Bankentrennung und Glass Steagall: EIR Nachrichtenagentur und BüSo http://bueso.de/trennbankensystem Kurz: Worum geht es? Bankentrennung: 1-Minuten-Lehrgang für Politiker Erzählen Sie es Peer Steinbrück, Angela Merkel, François Hollande, Erkki Liikanen & Co. weiter! Durch das von US-Präsident Franklin D. Roosevelt unterzeichnete Bankengesetz von 1933, meist Glass-Steagall-Gesetz genannt, konnte die US-Regierung damals die wucherische Macht der Wall Street-Banken...

Bankentrennung und Glass Steagall: EIR Nachrichtenagentur und BüSo http://bueso.de/trennbankensystem Kurz: Worum geht es? Bankentrennung: 1-Minuten-Lehrgang für Politiker Erzählen Sie es Peer Steinbrück, Angela Merkel, François Hollande, Erkki Liikanen & Co. weiter! Durch das von US-Präsident Franklin D. Roosevelt unterzeichnete Bankengesetz von 1933, meist Glass-Steagall-Gesetz genannt, konnte die US-Regierung damals die wucherische Macht der Wall Street-Banken zerschlagen und eine stabile Grundlage für eine souveräne Wirtschaftspolitik legen. Erst dann war es möglich, den Wiederaufbau der durch die Große Depression zerüttete Gesellschaft in Gang zu setzen. Das Gesetz teilte die Geschäftsbanken (Spareinlagen, usw.) von dem Investmentbereich ab, um so die traditionellen und produktiven Bankenfunktionen u.a. vor Spekulation zu schützen. Heute ist diese Maßnahme der einzige Weg, das Gemeinwohl vor dem neuen Faschismuss der Finanzoligarchie zu retten! "Bankenabwicklung" in Österreich: Aberwitz der EZB-Politik 9. März 2015 • 19:38 Uhr http://bueso.de/node/7936 EU-Machtprobe mit Griechenland und Rußland stärkt die Organisation der BRICS! 9. März 2015 • ARTIKEL VON ZEPP-LAROUCHE http://bueso.de/node/7934 Griechenland und Glass-Steagall: zuviel Realität für Mario Draghi! 3. März 2015 • 16:25 Uhr http://bueso.de/node/7926 Bankentrennung weiter ein Thema in Europa 24. Februar 2015 • 12:16 Uhr http://bueso.de/node/7915 Beendet den Schuldenschwindel: Griechenland schuldet gar nichts! 21. Februar 2015 • 13:24 Uhr http://bueso.de/node/7912 Die Derivatblase: Wenn die griechische Karte wackelt, fällt das ganze Kartenhaus 10. Februar 2015 • 13:48 Uhr http://bueso.de/node/7897


22.03.2015 | 12:43

Greenhoop

@Günter Sie kritisieren meinen Beitrag, ohne jedoch den Gegenbeweis erbracht zu haben. Auch verstehe ich nicht, was das mit einer "grünen" Ideologie zu tun haben soll, ich habe nichts dergleichen behauptet. Beruflich haben Sie aber mit grosser Sicherheits nicht mit dem Thema zu tun, sonst wüssten Sie es besser - mehr will ich aufgrund Ihrer bornierten Schreibweise auch nicht dazu sagen, reine Zeitverschwendung.


22.03.2015 | 10:48

Eckart

@ Günther , na du bist ja ein ganz Schlauer! Mit deiner Einbildung, die du wohl bei der BW erhalten hast, solltest du deinen Wohnsitz nach Tschernobil oder Fukuschima verlegen. - Da kann man sogar mietfrei wohnen - warum wohl?


22.03.2015 | 08:44

Günter

@Greenhoop / 21.03.2015 | 10:16´die durch atomaren Waffen erzeugte atomare Niederschlag dürfen Sie nicht mit dem der Atomkraftwerke verwechseln, da können Sie nach kurzer Zeit wieder das Versteck verlassen, man muss sich jedoch auch hiervor schützen´Es ist immer schlecht, wenn man von etwas schreibt, von dem man keine Ahnung hat:1. Im Gegensatz zu Atomwaffen haben Kernkraftwerke keinen atomaren Niederschlag.2. Man kann nach einem Atomschlag nicht nach kurzer Zeit...

@Greenhoop / 21.03.2015 | 10:16
´die durch atomaren Waffen erzeugte atomare Niederschlag dürfen Sie nicht mit dem der Atomkraftwerke verwechseln, da können Sie nach kurzer Zeit wieder das Versteck verlassen, man muss sich jedoch auch hiervor schützen´
Es ist immer schlecht, wenn man von etwas schreibt, von dem man keine Ahnung hat:
1. Im Gegensatz zu Atomwaffen haben Kernkraftwerke keinen atomaren Niederschlag.
2. Man kann nach einem Atomschlag nicht nach kurzer Zeit wieder sein Versteck verlassen, denn man ist gar nicht erst rein gekommen. Der Angriff wurde nämlich nicht vorher angekündigt.

Habe in meinem Berufsleben schon oft mit solchen verblendeten Ideologen zu tun gehabt, die sich auch gerne einen grünen Anstrich verpassen. Deshalb ist eine Antwort auf solchen Unsinn ganz einfach. Dabei soll es denn aber auch bleiben.

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