Donnerstag, 8. Dezember 2016
27.02.2014
 
 

Steuermonster Deutschland: Parkscheine für Prostituierte

Redaktion

Deutschland braucht Geld. Dies ist trotz der angeblichen Erholung im Bundeshaushalt eine Binsenweisheit. Neben bekannten Abgaben und Steuern auf Energie, auf den »Umsatz«, auf Alkohol oder Ihr Benzin hat sich unser Land immer dreistere Abgaben einfallen lassen. Die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn hat sich, wie ein Beobachter uns kürzlich erinnerte, ein besonderes Schurkenstück einfallen lassen.

»Sex sells« heißt es in der Werbung, Sex verkauft. Dass käuflicher Sex auch den Staat füttert, wissen nur wenige. Das Rheinland ist besonders aktiv, wie uns ein Beobachter angesichts des bevorstehenden Karnevals in der Hochburg noch einmal erinnerte. Dies zeigt, auf welch absurde

Ideen der Staat in seiner Finanznot noch kommen wird.

 

Steuermonster Deutschland


Es geht um Prostitution und deren Besteuerung. Besonders einfallsreich ist die ehemalige Hauptstadt Bonn, die einen Parkautomaten für die Steuereinnahme umgebaut hat. Der »Sexsteuer-Automat« zieht Geld von Straßenprostituierten ein. Sechs Euro kostet ein Ticket für eine Nacht auf einem Gelände mit so genannten Verrichtungsboxen.

 

Wie in Deutschland gewohnt, gehen wir extrem gründlich vor. Es gibt Kontrolleure für den Vorgang. Die Steuertickets müssen vorliegen, sonst regnet es Bußgelder oder Verwarngelder. Dies reiht sich ein in die Kette zahlloser Steuermaßnahmen, die bizarr wirken. Köln hat vor fast zehn Jahren eine so genannte »Sexsteuer« für Bordelle eingeführt. Das Ganze bringt hohe sechs- bis sogar siebenstellige Beträge pro Jahr, auf die das Rheinland wohl nicht mehr verzichten möchte.

Immerhin: Öffentliche Toiletten dürfen inzwischen steuerfrei benutzt werden. Hier hat Deutschland sich von den Sitten und Gebräuchen des Römischen Reiches verabschiedet. »Pecunia non olet«, hatte Kaiser Vespasian behauptet, Geld stinkt nicht. Damit wurde die öffentlich verrichtete Notdurft zur staatlichen Einnahmequelle erklärt. Wann Deutschland wieder zugreift? Auch an anderen Stellen kassiert die Regierung / kassieren die Regierungen reichlich unvermutet ab.

 

In Deutschland gibt es, wie in nur wenigen Staaten der Europäischen Union, eine Kaffeesteuer. Eine Milliarde Euro ist uns der Genuss immerhin wert – allein für die Staatskasse. Dies entspricht einer steuerlichen Belastung von immerhin etwa 30 Euro pro Jahr und Haushalt. Dazu zahlen Sie Mehrwertsteuern, enthaltene Gewerbesteuern, Grundsteuern oder Einkommensteuern für den Genuss des heißen Getränks. Mit anderen Worten: Kaffee ist teurer als gedacht.

 

Doch es hilft nichts, wenn Sie auf Bier ausweichen. Bier wird ebenso besteuert wie noch bis 2017 Branntwein. Zwei Milliarden Euro fließen dem Staat damit zu.

 

Deutschland kassiert ab. Stets und ständig. Denn die Schuldenblase in Deutschland wächst und wächst. Und wenn alles nichts nützt, wird es zum Äußersten kommen – einer Währungsreform. Rechnen Sie mit dem Schlimmsten.

 

»Parkscheine für Prostituierte« liest sich wie ein schlechter Scherz – aus solchen Ideen kann jedoch auch ein überdimensionierter Eingriff werden.

 

 

 

 


 

 

 

 

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