Thursday, 25. August 2016
30.10.2014
 
 

Alan Greenspan: Die lockere Geldpolitik (QE) hat der Wirtschaft nicht geholfen, ihre Beendigung wird »schmerzhaft« werden – man sollte Gold kaufen

Tyler Durden

Es scheint, als wäre es an der Zeit, nach der Versuch- und Irrtum-Methode à la Hillary Clinton und einer Übersetzung nach Art des CNBC-Wirtschaftsjournalisten Steve Liesman einmal darzulegen, was der frühere Chef der Federal Reserve (Fed), Alan Greenspan (von 1987 bis 2006) eigentlich meinte.

 

Wie das Wall Street Journal berichtete, erklärte Greenspan, das Anleihe-Aufkaufprogramm der Fed habe seine gesteckten Ziele nicht erreicht. Aber seine Äußerungen reichten noch viel weiter:

»Greenspan sprach vor dem Council on Foreign Relations, als Vertreter der Fed zu einer Konferenz in Washington zusammenkamen und man damit rechnete, dass bereits in wenigen Stunden das Ende der Anleihenkäufe bekannt gegeben werde.

Er sagte, das Anleihenkaufprogramm habe letztlich gemischte Resultate gezeitigt. Der Kauf der Staatsanleihen und von hypothekengesicherten Wertpapieren habe zwar dazu beigetragen, die Wertpapierpreise steigen und die Kreditkosten sinken zu lassen. Die Realwirtschaft habe allerdings kaum davon profitiert

›Die effektive Nachfrage ist praktisch tot‹, und alle Versuche, sie über Anleihenkäufe anzukurbeln, ›sind gescheitert‹, führte Greenspan weiter aus. Der massive Preisanstieg bei Wertpapieren sei allerdings ein ›grandioser Erfolg‹…

Er sei zu der Erkenntnis gelangt, die Geschichte beweise, dass Zentralbanken spekulative Blasen nur unter immensen wirtschaftlichen Kosten zum Platzen bringen könnten. ›Nur unter den Bedingungen eines Wirtschaftsabschwungs kann man die Blase platzen lassen‹, und zu diesem Schritt sei er nicht bereit gewesen, als er noch Fed-Chef gewesen sei, meinte er…

Die Frage, zu welchem Zeitpunkt die Fed die Zinsen erhöhen sollte, ›ist eine der Fragen, die ich nicht beantworten kann‹, sagte Greenspan.

Nach meiner Einschätzung‹ werde es der Fed ›nicht gelingen‹, ihre Politik des billigen Geldes aufzugeben, ohne dass es zu Turbulenzen komme…

Als Vertreter der Fed in jüngster Zeit andeuteten, es könnte zu einer Wende in Richtung höherer Zinsen kommen, löste dies auf den Märkten eine deutliche Volatilität aus. Man muss daher davon ausgehen, dass der gegenwärtige Prozess steigender Zinsen zu ähnlichen Ergebnissen führen wird‹, erklärte Greenspan…

Meiner Meinung nach wird der eigentliche Druck nicht von der Einführung höherer Zinsen durch die Federal Reserve, sondern von den Märkten selbst ausgehen‹, meinte er.«

Und am Ende, während den CNBC-Zuschauern noch eingebläut wurde, was für eine schreckliche Sache Gold doch sei, hatte der »Maestro« offenbar eine »göttliche Erscheinung« und verkündet

nun eine ganz andere Botschaft als die, die er während seiner jahrzehntelangen Amtszeit als Fed-Chef gepredigt hatte.

 

Dabei ist er doch persönlich mit für die finanzielle Zusammenbruchskrise verantwortlich, in der sich die Welt heute befindet, weil er bisher immer der keynesianischen Fiat-Ideologie und der Überzeugung gefolgt war, die eine Spekulationsblase mit einer noch größeren und noch zerstörerischen Wertpapierblase zu »reparieren«. Nun verkündete er:

»Greenspan sagte: Gold stellt dieser Tage angesichts seines Wertes als eine Art Währung außerhalb der Politik der Regierungen eine gute Anlagemöglichkeit für Kapital dar

Greenspan vergaß allerdings zu erwähnen, dass es vor allem seine verheerende Geldpolitik (die dann später von Bernanke und Yellen fortgesetzt wurde) war, die dafür sorgte, dass Gold heute die Geldanlage ist.

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (8) zu diesem Artikel

31.10.2014 | 21:02

Kassander

Tja, Goldpreis auf niedrigstem Stand seit über 4 Jahren... und fällt vermutlich weiter: http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/preis-sinkt-und-sinkt-und-sinkt-nichts-wie-raus-aus-gold-_H288289896_75350/ Ich kommentierte es vorher schon einmal. Diejenigen, die hier auf Kopp-Online permanent den Aufschwung des Goldes prognostizieren und herbeibeschwören wollen, haben vermutlich einiges davon auf der Kante und sind selber stark an einem steigenden Kurs...

Tja, Goldpreis auf niedrigstem Stand seit über 4 Jahren... und fällt vermutlich weiter: http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/preis-sinkt-und-sinkt-und-sinkt-nichts-wie-raus-aus-gold-_H288289896_75350/ Ich kommentierte es vorher schon einmal. Diejenigen, die hier auf Kopp-Online permanent den Aufschwung des Goldes prognostizieren und herbeibeschwören wollen, haben vermutlich einiges davon auf der Kante und sind selber stark an einem steigenden Kurs interessiert. Mit Objektivität hat das dann wenig zu tun! ... Gold ist auch nur ein Tauschmittel und in Krisenzeiten wärmt es nicht und wird man es nicht essen können, - da sind Kartoffeln u.U. mehr Wert als Gold!


31.10.2014 | 14:44

Zeitobservisthjw

Bei einem Welt-Atomkrieg, der in den nächsten 10 bis 15 Jahren die Welt an den Rand der Steinzeit zurück versetzten wird, werden auch Gold und Silber Schätze der Reichen dahin schmelzen. Es ist besser weltweit in Frieden zu investieren - und dazu kann JEDER beitragen - nur wer motiviert die Bürger zu diesem FriedensAUFSTAND (keine genehmigte Demo, die bringt so wie so NICHTS !)Früher, in unseligen Zeiten, hieß es einmal DEUTSCHLAND erwache ! Heute müssen wir sagen BÜRGER erwache !...

Bei einem Welt-Atomkrieg, der in den nächsten 10 bis 15 Jahren die Welt an den Rand der Steinzeit zurück versetzten wird, werden auch Gold und Silber Schätze der Reichen dahin schmelzen. Es ist besser weltweit in Frieden zu investieren - und dazu kann JEDER beitragen - nur wer motiviert die Bürger zu diesem FriedensAUFSTAND (keine genehmigte Demo, die bringt so wie so NICHTS !)
Früher, in unseligen Zeiten, hieß es einmal DEUTSCHLAND erwache ! Heute müssen wir sagen BÜRGER erwache !


31.10.2014 | 03:59

kurt mäschli

Nur wir Schweizer werden vermutlich so Dumm sein und die Gold Initiative, die ende nächsten Monat zur Abstimmung kommt, Bach ab schicken. So viele negative, unwissende, blöde Kommentare in Schweizer Tageszeitungen habe ich noch selten gelesen. Schon der Verkauf von 2600 Tonnen Gold vor ca. 10 Jahren durch die National Bank, (zu einem Schleuderpreis) sollte als strafbare Handlung dem verdikt Landesverrat gleich gestellt werden.


30.10.2014 | 18:22

Silke

Privat hat sich Greenspan schon immer für Warengeld und gegen Geldschöpfung aus dem Nichts ausgesprochen. Z. B. veröffentlichte er 1966 einen entsprechenden Aufsatz. Von der Masse, die mit Brot und Spielen beschäftigt war, ignoriert oder sogar ausgelacht hat er sich letzten Endes von der Fed kaufen lassen und im Auftrag seines Arbeitgebers für viel Geld das Gegenteil behauptet. Sein Wirtschaftslehrer Ludwig von Mises hat sich nie kaufen lassen und dafür ein Leben in Armut...

Privat hat sich Greenspan schon immer für Warengeld und gegen Geldschöpfung aus dem Nichts ausgesprochen. Z. B. veröffentlichte er 1966 einen entsprechenden Aufsatz. Von der Masse, die mit Brot und Spielen beschäftigt war, ignoriert oder sogar ausgelacht hat er sich letzten Endes von der Fed kaufen lassen und im Auftrag seines Arbeitgebers für viel Geld das Gegenteil behauptet. Sein Wirtschaftslehrer Ludwig von Mises hat sich nie kaufen lassen und dafür ein Leben in Armut verbracht. Diesen "Fehler" hat Greenspan für sich halt vermieden. Privat investieren Bankbesitzer ebenfalls massiv in Sachwerte. Nur wir kleinen Leute sparen mit Papiergeld, Zertifikaten und ähnlichen Luftnummern und wundern uns hinterher über Inflation oder Totalverlust. Wie Henry Ford bereits sagte: "Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."


30.10.2014 | 15:40

geneigter Leser

@rados Alan und Ben´s Plan war das Bankerkartell zu stützen. NICHT s t ü r z e n! STÜTZEN!!! Damit die sich in aller Seelenruhe die Welt aneignen können. Das nennt man dann "DEMOKRATIE" bringen. Und ja, bisher hatten sie damit vermutlich Erfolg.


30.10.2014 | 15:09

Ramos Vladivic

Alan und Ben´s Plan war das Bankerkartell zu stürzen. Vermutlich mit Erfolg.

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