Thursday, 28. July 2016
27.05.2014
 
 

Nach Deutschland fordert nun auch Österreich eine Überprüfung seiner im Ausland gelagerten Goldreserven

Tyler Durden

Österreich ist nach Deutschland das zweite in seiner Bonität als »Triple A« eingestufte europäische Land, das sich offensichtlich wegen seiner Hartreserven Sorgen macht. Wie Overnight Bloomberg berichtet, tritt Österreich in die Fußstapfen der Deutschen Bundesbank und will nun auch seine in England gelagerten Goldreserven, die etwa 80 Prozent der gesamten österreichischen Goldreserven in Höhe von 280 Tonnen ausmachen, überprüfen. Diese Überprüfung, die in der Bank von England in London stattfinden soll, soll zunächst durch einen externen Prüfer durchgeführt werden, erklärte Christian Gutlederer, ein Sprecher der Österreichischen Nationalbank (OeNB) in einem Telefoninterview.

Gutlederer sagte weiter, die Nationalbank habe ihre Goldreserven in der Vergangenheit regelmäßig überprüft, und diese hätten sich auch seit 2007 nicht geändert. Das führt natürlich zu der Frage: Warum sollte man sie dann jetzt erneut überprüfen?

 

Die offizielle Erklärung besagt, mit dieser Überprüfung reagiere man auf die Forderung der Euro-skeptischen Freiheitlichen Partei (FPÖ) nach größerer Transparenz und einer Rückführung der Reserve nach Österreich. Vielleicht sollte man diese Euro-skeptische Partei nun umbenennen. Man könnte sie etwa »Partei derjenigen, die bezweifeln, dass unser Gold tatsächlich da ist, wo es nach Angaben der Regierung sein soll« nennen.

 

Das österreichische Magazin Trend lieferte eine bessere Erklärung. Demnach ist diese »Maßnahme eine Folge des wachsenden öffentlichen Drucks. Immer mehr Österreicher bezweifeln die Existenz des Goldes«.

 

Doch Spaß beiseite, angesichts des Aufstiegs der Euro-Skeptiker in Europa fragen wir uns schon, welche mitteleuropäische Nation wohl die erste sein wird, die entdecken muss, dass ihre Goldreserven sich nicht dort befinden, wo sie eigentlich sein sollten (und das schließt mit Sicherheit auch die französische Zentralbank mit ein). Die Internetseite Goldreporter.de schreibt dazu:

»Der Rechnungshof Österreichs sendet eine Abordnung zur Bank of England. Sie soll Existenz und Zustand von geschätzten 150 Tonnen an österreichischem Währungsgold prüfen.

Die bei der Bank of England gelagerten Goldreserven Österreichs sollen einer Inventur unterzogen werden. Laut Wirtschaftsmagazin Trend (aktuelle Printausgabe Juni 2014) plant der österreichische Rechnungshof, eine Delegation nach London zu schicken, um die Goldbarren vor Ort zu inspizieren.

Es gibt keine offiziellen Angaben darüber, wie viel Gold genau in London gelagert ist. In der Presse ist von etwa 150 Tonnen Gold die Rede. Die gesamten Goldreserven Österreichs werden mit 280 Tonnen beziffert. Nur 17 Prozent (47,6 Tonnen) des Goldes sollen sich im eigenen Land befinden.

Die Entscheidung zu einer Prüfung der österreichischen Goldreserven ist letztlich die Folge des steigenden öffentlichen Drucks. Nachdem die Deutsche Bundesbank im vergangenen Jahr mit ihrem Rückführungsprogramm aktiv wurde, bemühten sich auch politische Kräfte in Österreich um mehr Transparenz und einen Beweis, dass die Goldbarren im Ausland tatsächlich vorhanden sind. Unter anderem machte die FPÖ mit ihrer Initiative ›Rettet unser österreichisches Gold‹ Stimmung.

›Ich verstehe das Ansinnen. Jeder Greißler ostösterreichische Bezeichnung für kleine Lebensmittelhändler muss einmal im Jahr Inventur machen. Nur so können die unsinnigen Gerüchte aus der Welt geschafft werden‹, kommentiert Ewald Nowotny, Gouverneur der Österreichischen Nationalbank, die Maßnahme gegenüber Trend.«

Nach Deutschland, das die Rückführung seiner Goldreserven aus New York, London und Paris, wenn es mit der jetzigen Geschwindigkeit weitergeht, etwa um das Jahr 3000 herum abgeschlossen haben dürfte, nun Österreich…

 

Wer wird nun als Nächster bestätigen müssen, dass sich alle Befürchtungen unendlicher Weiterverpfändungen physischen Goldes mit zahllosen Nutznießern von durch Wertpapiere unterlegten Forderungen als die nächste »Verschwörungstheorie« erweisen werden, die sich als wahr herausstellt. Schließlich war in der vergangenen Woche überraschend bekannt geworden, dass der Finanzkonzern Barclays (als einer von vielen) in den letzten zehn Jahren mindestens einmal die Preise für Papiergold-Positionen manipuliert hatte.

 

 

 


 

 

 

 

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