Dubai: Scheichs fallen auf Goldfälscher herein
Udo Schulze
Skrupellose Fälscherbanden haben in den Vereinigten Arabischen Emiraten für erhebliche Aufregung gesorgt und sich die derzeitige Wirtschaftskrise zunutze gemacht. Die aus Afrika stammenden Straftäter hatten arabischen Investmenthäusern Gold verkauft – »Katzengold«!
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Die dubiosen Firmen aus Ghana sind durchstrukturiert wie ein seriöses Unternehmen. Das muss auch der Grund dafür gewesen sein, dass die arabischen Investmenthäuser auf den schönen Schein aus Afrika hereinfielen und gleich mehrere Tonnen des wertlosen Plunders orderten – für satte 200 Millionen US-Dollar. Als Experten in den Emiraten das »Gold« prüften, stellte sich schnell heraus, dass es sich lediglich um mit Goldfarbe versehenes Metall handelte. Von dem echten Edelmetall war in der afrikanischen Mischung nicht ein Gramm enthalten. Die Folge: Kündigungen, Herzinfarkte und leere Konten bei den Investmenthäusern. Die Investoren selbst blieben locker bis belustigt, da 200 Millionen US-Dollar in Dubai sozusagen »Spielgeld« sind, das man halt auch mal verlieren kann.
Ein etwas größeres Problem dürfte damit schon die staatliche Zentralbank von Äthiopien haben. In dem notorisch bitterarmen Land wiegt der Verlust von Finanzen deutlich mehr als in entwickelten Staaten. Dennoch ließen sich die Banker in Addis Abeba nicht davon abbringen, ihren afrikanischen Brüdern in Ghana zu vertrauen und kauften ebenfalls eine Menge Falschgold – gegen Bargeld, versteht sich.
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