Tuesday, 28. April 2015

Diese Linse muss geputzt werden: Vergewaltigungen am Ende des Zweiten Weltkriegs

Janne Jörg Kipp

Es passiert im Kongo, es passiert im Irak und im Südsudan. Es passierte auf dem Balkan und im Zweiten Weltkrieg. Die massenhafte Vergewaltigung von Frauen gehört seit jeher zur finsteren Realität von Kriegen. Doch meistens wird dieser Teil der Barbarei verschwiegen. Und manchmal – so wie am Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland − wird nur ein Teil davon erzählt, wenn überhaupt.

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Hunger als Waffe: Englands Rolle bei der Blockade Griechenlands

Michael Brückner

Deutschland ist – natürlich – an allem schuld. Selbstverständlich auch an der großen Hungersnot in Griechenland im Zweiten Weltkrieg. Eine britische Historikerin widerspricht: Die deutschen Besatzungstruppen hätten die Nahrungskrise keinesfalls absichtlich gefördert. Der Hauptgrund für diese Tragödie, die Hunderttausende von Menschenleben forderte, war wohl eher die Seeblockade der Alliierten.

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Argentinien: Rückzugsversteck der Nazis gefunden

Redaktion

Es handelt sich sicher nicht um eine Großanlage wie Hitlers berüchtigte Wolfsschanze in der Nähe des ostpreußischen Dorfes Görlitz, aber Forscher der Universität von Buenos Aires und Archäologen des Museums Andrés Guacuraí waren doch entsprechend aufgeregt, als sie in einem unzugänglichen Bereich des Naturparks Teyú Cuaré im Nordosten der Provinz Misiones nahe der Grenze zu Paraguay auf Überreste eines offensichtlichen Nazi-Verstecks stießen. Nach Ansicht der Wissenschaftler waren diese Gebäude wohl errichtet worden, um hochrangigen Nazis im Falle einer Niederlage im Zweiten Weltkrieg eine Zuflucht zu bieten.

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Haft für Nothelfer – oder: Justitia in Italia

Rainer Liesing

Was soll man davon halten, dass eine gute Tat zur gerichtlichen Verurteilung führt? Wer dabei an unlautere Machenschaften denkt und also die blinde Justitia ohne Augenbinde vor sich sieht, hat die Kluft zwischen Recht und Gerechtigkeit zurecht im Blick: es geht um einen bizarren Fall von »Rechtsprechung« in Bozen.

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Staatlicher Terror ist ein globales Phänomen

Redaktion

Es gibt zahlreiche dokumentierte Fälle von Terroranschlägen, die eine Regierung als verdeckte Operation durchführt und dann aus politischen Gründen ihren Gegnern in die Schuhe schiebt. Hier sind 54 Fälle, in denen Vertreter einer Regierung, die einen derartigen Angriff beging (oder sehr ernsthaft erwog), ihre Taten gestanden, entweder mündlich oder schriftlich.

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»Bewusstes Wegschauen« − Trägt Deutschland Mitschuld am Armenozid?

Markus Gärtner

Am 24. April jährt sich zum 100. Mal »das größte Verbrechen des Ersten Weltkriegs«. Es war der Völkermord an den Armeniern. Mit einer Razzia startete der unfassbare Leidensweg der wohl ältesten christlichen Nation. Nach Einschätzung moderner Historiker fielen dem »Armenozid« bis zu 1,5 Millionen Menschen zum Opfer. Den Armeniern wurde unterstellt, sie hätten sich gegen das Osmanische Reich verschworen. Die Jungtürken nutzten diesen Vorwand, um mit ungeheurer Grausamkeit ihre »Vision« eines rein muslimischen Staates in die Tat umzusetzen.

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»Spiel mal den Journalisten« – Ein Kriegsreporter packt aus

Redaktion

Bilder beherrschen unsere Erinnerungen. Sie dominieren Nachrichten über das aktuelle Geschehen. Sie manipulieren unsere Wahrnehmung von Krisen und Kriegen. Manche von ihnen lassen sich nie mehr auslöschen. Zum Beispiel die Aufnahmen der kollabierenden Hochhäuser vom 11. September 2001. Oder die kranken Bilder, die Fanatiker des »Islamischen Staates« von der Enthauptung ihrer Geiseln regelmäßig ins Internet stellen.

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Ein Blick in die Migrationsstatistik und das Schicksal der Russlanddeutschen

Rainer Liesing

Höchst aufschlussreich ist der jüngste Migrationsbericht für Deutschland. Im EUropäischen Vergleich zeigt sich nämlich, dass es seit 2006 Hauptzielland von Zuzüglern ist. So sind im Jahr 2012 insgesamt 592 175 Menschen nach Deutschland zu-, aber 240 001 aus Deutschland abgewandert, was einen Zuzugssaldo von 352 174 ergibt. Ähnliche, wenngleich erheblich niedrigere Zuzugssalden wiesen nur Italien (244 556) und Großbritannien (176 823) auf, während etwa Spanien einen diesbezüglichen Negativsaldo (mehr Ab- denn Zuzügler) von 142 553 Menschen zu verzeichnen hatte. Auch die Schweiz – als Nichtmitgliedsland der EU – wies 2012 einen positiven Migrationssaldo von 36 170 Menschen auf: 149 051 Zuzüglern standen vor zwei Jahren 103 881 Fortgezogene gegenüber.

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