Saturday, 23. August 2014
19.12.2010
 
 

Adolf Hitler – »Geboren« in Versailles? (6)

Michael Grandt

Der »Friedensvertrag« von Versailles gilt in den Augen politisch korrekter Geschichtswissenschaftler nicht als Grund für Hitlers Aufstieg, sonst könnte ja der Schluss gezogen werden, dass dessen Erfolg durch die unmenschlichen Bedingungen der Alliierten ermöglicht worden wäre, was die gängige Geschichtsschreibung auf den Kopf stellen würde – und doch spricht vieles dafür.

In dieser Folge: Das Schanddiktat

Vorbemerkung:

Wir sind immer noch massiven Geschichtsverfälschungen ausgesetzt. Das gilt besonders für die Zeit zwischen 1914 und 1945 und speziell für das Dritte Reich. Überaus eifrig damit beschäftigt, uns die »Wahrheit« näher zu bringen, ist dabei der mit vielen Aufzeichnungen und Preisen geehrte Prof. Dr. Guido Knopp, der zwischenzeitlich fast alle Dokumentationen über die Zeit des Nationalsozialismus, die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt werden, betreut. Aber auch seine Bücher sind überaus erfolgreich, obwohl sie für einen Historiker der wahre Albtraum sind: häufig keine Fußnoten, keine Quellenangaben und Zitate, die einfach so im Raum stehen. Nicht umsonst bemängeln Kritiker, dass die Knopp’sche Geschichtsdarstellung zu oberflächlich sei und die Zusammenhänge stark vereinfacht werden. Doch wie kaum ein anderer Historiker beeinflusst Knopp mit seinen Dokumentationen und Büchern die Meinung der Menschen. Zeit also, ihm und seinen Mainstream-Kollegen auf die Finger zu schauen und ihre Behauptungen unter die Lupe zu nehmen. In unregelmäßigen Abständen werde ich deshalb zu diesem Thema Contents veröffentlichen.

 

Ich agiere dabei als Journalist und fühle mich nichts anderem als der objektiven Recherche verpflichtet. Der Leser kann sich so ein eigenes Bild machen. Kritikern sei angeraten, nicht polemisch zu reagieren, sondern die angegebenen Quellen zu widerlegen.


 


Knoppsche Verharmlosung

Guido Knopp schreibt in seinem Buch Hitler – Eine Bilanz: »Versailles war objektiv nicht jenes Schanddiktat, als das es im geschlagenen Deutschen Reich empfunden wurde: Der geschmähte Friede von Versailles war eigentlich sogar ein milder Friede […]« (1).

 

Ich stelle noch einmal fest: Einer der »angesehensten« und »bekanntesten« (Mainstream-)Historiker Deutschlands behauptet:

  • Versailles war »objektiv« kein Schanddiktat.
  • Der Vertrag wäre sogar ein »milder« Friede gewesen.

 

Mit dieser unverantwortlichen Verharmlosung konterkariert Knopp die Wahrheit in grob fahrlässiger Weise. Bedenklich ist dabei, dass viele historische Laien diesen Unfug auch noch für bare Münze nehmen. Aber konzentrieren wir uns auf die Fakten:

 

Für den Chef der Obersten Heeresleitung (OHL) Paul von Hindenburg und fast alle seine hohen Offiziere verstieß die Unterzeichnung des »Schandfriedens« gegen jegliche soldatischen Ehrvorstellungen (2). Der greise Generalfeldmarschall machte klar: »Aber ich muss als Soldat den ehrenvollen Untergang einem schmählichen Frieden vorziehen.« (3)

 

Das Kalb wird zur Schlachtbank geführt

Die Friedensverhandlungen in Versailles begannen am 18. Januar 1919. Die Alliierten wählten dieses Datum mit Bedacht, um die Deutschen erneut demütigen zu können, denn es war sowohl der Jahrestag der Ausrufung des Königreichs Preußen im Jahr 1701 als auch der Gründungstag des Deutschen Kaiserreichs 1871 (4). Obwohl es offiziell und großspurig verkündet »Friedensverhandlungen« zwischen den Kriegsparteien sein sollten, die einen Waffenstillstandsvertrag unterzeichnet hatten, waren weder die Deutschen noch die Österreicher, Ungarn, Türken oder Bulgaren geladen. Ein weiterer Affront. So entschieden die Alliierten alleine unter sich über das weitere Schicksal der europäischen Völker (5).

Die »Verlierer« nahmen also an den Tagungen, die seit dem 18. Januar 1919 geführt wurden, gar nicht teil. Erst am 29. April wurde die deutsche Delegation erwartet, die »Friedensbedingungen« am 7. Mai übergeben.

 

Reichsministerpräsident Philipp Scheidemann (SPD) verkündete fünf Tage später in einer öffentlichen Rede: »Welche Hand müsse nicht verdorren, die sich und uns diese Fessel legt?« (6)

Am 20. Juni trat Scheidemann dann auch konsequenterweise geschlossen mit seinem Kabinett zurück, weil er und seine Regierungsmitglieder den Vertrag nicht unterzeichnen wollten. Deutsche Gegenvorstellungen lehnten die Alliierten am 16. Juni weitgehend ab und stellten kurzerhand ein Ultimatum zur Unterzeichnung.

Eine neue Regierung aus Sozialdemokraten und Zentrum unter Gustav Bauer (SPD) wurde gebildet. Am 23. Juni stimmte die Weimarer Nationalversammlung den Friedensbedingungen schließlich zu (7) und der Vertrag am 9. Juli 1919 wurde mit 209 zu 116 Stimmen ratifiziert.

 

Als der deutsche Außenminister Hermann Müller (SPD) und der Reichsverkehrsminister Hermann Bell (Zentrum) dann am 28. Juni 1919 den Spiegelsaal von Schloss Versailles betraten, waren sie die Einzigen, die vor 1000 Vertretern von 26 Delegationen (8) aus allen Kontinenten, den Verlierer, nämlich Deutschland, repräsentierten (9). Sie wurden nicht wie Diplomaten empfangen, eine Aussprache war nicht geplant. Die Verlierer sollten lediglich den Vertragstext entgegennehmen und stillschweigend unterzeichnen (10). Es gab auch keine Etikette, wie bei ähnlichen Anlässen üblich, das gesamte Prozedere glich einem Spießrutenlauf. Das Kalb wurde zur Schlachtbank geführt.

 

Nach einer kurzen Ansprache des französischen Ministerpräsidenten Georges Clemenceau [der in Frankreich noch zu den »Gemäßigten« (11) zählte, obwohl er einmal festgestellt hatte: »Der Fehler der Deutschen ist, dass es 20 Millionen zu viel von ihnen gibt«] (12) unterschrieben die beiden deutschen Vertreter jenen unheilvollen Vertrag, der seitdem wohl zu den am heftigsten angefeindeten Dokumenten des 20. Jahrhunderts gehört (13). Ein Vertrag mit 440 Artikeln über Schuld, Entschädigung und neue Grenzverläufe (14).

 

Das geostrategische Ausmaß wurde erst später deutlich: Auf Kosten von Österreich-Ungarn, dem Zarenreich und dem Osmanischen Reich waren gleich drei Vielvölker-Imperien zerfallen. Neue Staaten erlebten eine Wiedergeburt oder wurden gegründet: Jugoslawien, Tschechoslowakei, Polen, Ungarn und Österreich.

 

Das »Schanddiktat«

Die Forderungen, die die sogenannten »Sieger« stellten, waren beträchtlich und in dieser Form noch nie einem besiegten Land aufgebürdet worden, denn rund ein Siebtel des ehemaligen deutschen Reichsgebietes ging verloren:

 

  • Die Kolonien Deutsch-Südwestafrika, Deutsch-Ostafrika, Deutsch-Neuginea, Kamerun, Togo, Samoa, Kiautschou, das Bismarck-Archipel, die Marschall-Inseln, die Karolinen, die Marianen und Palau-Inseln mussten abgetreten werden (15).
  • Deutschland trat an China sämtliche Gebäude sowie Ladestraßen und Landungsbrücken, Kasernen, Forts, Kriegswaffen und Kriegsmunition, Schiffe jeder Art, Funkspruchanlagen und sonstiges öffentliches, der deutschen Regierung gehörendes Eigentum ab, die in den deutschen Niederlassungen zu Tientsin und Hankau oder in den anderen Teilen des chinesischen Gebiets gelegen sind oder sich befinden (16).
  • Deutschland musste auf alle Rechte und Vorrechte in Liberia und Marokko verzichten (17).
  • Deutschland musste zustimmen, dass die seiner kaiserlichen Majestät dem Sultan durch das zu Konstantinopel am 29. Oktober 1888 unterzeichnete Übereinkommen hinsichtlich der freien Schifffahrt durch den Suezkanal zuerkannten Befugnisse auf die Regierung der britischen Majestät übergingen (18).
  • Alles deutsche Gut und Eigentum ging ohne Entschädigung auf die ägyptische Regierung über (19).
  • 250.000 Südtiroler kamen unter italienische Fremdherrschaft, weil der amerikanische Präsident Wilson den Italienern nachgab, ihr Staatsgebiet bis zum Brenner ausdehnen zu wollen (20).
  • Die Landverbindung nach Ostpreußen ging verloren und Millionen Deutsche lebten plötzlich in der Tschechoslowakei oder in Polen. Das bedeutete eine Isolation vom Deutschen Reich.
  • Elsass-Lothringen ging an Frankreich.
  • 17.778 Quadratkilometer von Westpreußen gingen an Polen (21).
  • 26.041 Quadratkilometer von Posen gingen an Polen.
  • In Oberschlesien stimmten 59,6 Prozent für Deutschland und 40,3 Prozent für Polen. Trotzdem wollte Frankreich das oberschlesische Industrierevier an Polen geben, Großbritannien und Italien aber an Deutschland. Das für Deutschland günstige Abstimmungsergebnis wurde von den Polen nicht akzeptiert und so kam es zwischen polnischen Freikorps und deutschen Selbstschutzverbänden zum offenen Kampf (»Korfanty-Aufstand«). Die Deutschen siegten, zogen sich aber nach dem Aufmarsch britischer Truppen im Juni 1921 zurück. Auf Empfehlung des tschechoslowakischen Staatspräsidenten Eduard Benesch kam es im Oktober 1921 schließlich zur völkerrechtswidrigen Aufteilung Oberschlesiens. Das Deutsche Reich musste, trotz gegenteiliger Volksabstimmung, 3.200 Quadratkilometer und 950.000 Einwohner an Polen abgeben, ebenso 75 Prozent der Steinkohlenförderung und 80 Prozent der Blei- und Zinkerzeugung (22).
  • Die südliche Hälfte des ostpreußischen Kreises Neidenburg ging an Polen.
  • Nordschleswig ging an Dänemark (23).
  • Das Memelland wurde zunächst dem Völkerbund, beziehungsweise der französischen Besatzung unterstellt, 1923/24 von Litauen annektiert und 1924 schließlich in die Autonomie entlassen (24).
  • Danzig wurde zu einer, dem Völkerbund unterstellten sogenannten »Freien Stadt« in enger wirtschaftlicher Anbindung mit Polen (25).
  • Deutschland musste auf die Weichselmündung verzichten.
  • Eupen-Malmedy ging unter massiven Druck an Belgien. Nach Entzug der Lebensmittelversorgung und Drohungen gegenüber den Stimmberechtigten votierten die meisten für den Anschluss an Belgien (26).
  • Neutral-Moresnet ging an Belgien.
  • Preußisch-Moresnet ging an Belgien.
  • Das Hultschiner Ländchen ging ohne Volksabstimmung im Jahre 1920, aufgrund seiner Steinkohlevorkommen, an die Tschechoslowakei (27).
  • Das Rheinland kam 15 Jahre lang unter alliierte Besatzung.
  • Die Häfen von Straßburg und Kehl wurden für eine Dauer von sieben Jahren zum Zweck der Ausnutzung einheitlich organisiert.
  • Deutschland musste Österreich als souveränen Staat anerkennen, da der angestrebte Zusammenschluss beider Länder im Vertrag von St. Germain verboten wurde.
  • Das Rheinland wurde entmilitarisiert.
  • Insgesamt verlor Deutschland Gebiete in der Größe von 70.570 Quadratkilometern mit 7.300.000 Einwohnern. Winston Churchill schreibt später die Lüge: »Die territorialen Bestimmungen des Vertrages von Versailles ließen Deutschland so gut wie unversehrt« (28).
  • Verbot der Wehrpflicht und Auflösung des Großen Generalstabs.
  • Deutschland musste fast seine gesamte Handelsflotte abgeben (29).
  • Verbot schwerer Waffen und Wiederaufbau von Luftstreitkräften.
  • Ferner mussten ein Drittel der Kohlen- und Dreiviertel der Erzvorkommen abgetreten werden. Frankreich sollte zehn Jahre lang sieben Millionen Tonnen Kohle erhalten, Belgien acht Millionen Tonnen (30).
  • 20 Milliarden Goldmark sollten in den ersten vier Monaten des Jahres 1921 an Reparationen bezahlt werden.
  • Im Jahre 1921 verständigte man sich auf Reparationszahlungen in Höhe von 132 Milliarden Goldmark (31).
  • Die Alliierten verboten die Wehrpflicht und die Weimarer Republik durfte nur ein Heer aus 100.000 Berufssoldaten unterhalten (32).
  • Kaiser Wilhelm II. sollte unter öffentliche Anklage wegen schwerster Verletzung der internationalen Moral und der Heiligkeit der Verträge gestellt werden.
  • Zusätzlich sollte Deutschland für die gesamten Kosten für den Unterhalt aller Armeen in den besetzten deutschen Gebieten aufkommen (33).
  • Um die Ausführung des gegenwärtigen Vertrags durch Deutschland sicherzustellen, blieben die deutschen Gebiete westlich des Rheins einschließlich der Brückenköpfe während eines Zeitraums von fünfzehn Jahren nach Inkrafttreten des Vertrags durch die Truppen der alliierten und assoziierten Mächte besetzt (34).
  • Noch heute verfügt die Tschechische Republik im Hamburger Hafen über ein 30.000 Quadratmeter großes Areal, das der Versailler Vertrag Prag für die Dauer von 99 Jahren garantiert hatte (35).
  • Deutschland war bis im Jahr 1926 die Aufnahme in den Völkerbund verwehrt.

 

In Teil VIII des Versailler Vertrages ist auch die »Wiedergutmachung« geregelt:

 

  • Ersatz aller Schäden, die der Zivilbevölkerung der Ententemächte durch den deutschen Angriff zugefügt worden waren.
  • Erstattung der Pensionen und Vergütungen für die Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen der Gefallenen usw.
  • Erstattung aller Summen nebst fünf Prozent Zinsen, die Belgien während des Krieges geliehen hatte (Fünf Milliarden Franken).
  • Festsetzung aller Schäden durch einen Wiedergutmachungsausschuss bis zum 1. Mai 1921.
  • Tilgung innerhalb von 30 Jahren, sofortige Anzahlung von 20 Milliarden Goldmark bis April 1921, später noch 80 Milliarden Goldmark.
  • Sitz des Ausschusses war Paris, der aus fünf Mitgliedern bestand: je einem Vertreter Frankreichs, Englands, Italiens, der Vereinigten Staaten sowie einem, den abwechselnd Japan, Belgien oder Serbien stellen. Die Aufgabe des Ausschusses war die Festsetzung der gesamten Schadenrechnung sowie die Regelung des Schuldzahlungsverfahrens, wozu er mit ausgedehnten Vollmachten ausgestattet wurde: das Recht zur Forderung von Steuererhöhungen, der Erschließung neuer Einnahmequellen sowie von Abstrichen in dem Haushalt des Reiches und der Einzelstaaten usw.
  • Auslieferung der Handelsflotte und der deutschen Kabel.
  • Zehn Jahre lang Kohlelieferungen an Frankreich, Belgien, Italien und Luxemburg. Gesamtvolumen etwa 40 Millionen Tonnen.
  • Lieferungen von Fabrikeinrichtungen, Maschinen, Werkzeugen, Farbstoffen und Materialien für den Wiederaufbau zerstörter Gebiete.
  • Viehlieferungen an Frankreich und Belgien: 140.000 Milchkühe; 4.000 Stiere; 40.000 Färsen; 700 Zuchthengste; 40.000 Stuten und Stutenfüllen; 1.200 Schafböcke; 30.000 Schafe; 10.000 Ziegen und 15.000 Mutterschweine (36).

 

Insgesamt verlor das Deutsche Reich:

  • Bevölkerung: 11 %
  • Boden: 13 %
  • Siedlungsland: 28 %
  • Wald: 12 %
  • Steinkohlenvorräte: 46 %
  • Steinkohlenförderung: 25 %
  • Eisenerzgewinnung: 75 %
  • Zinkerze: 80 %
  • Bleierz: 61 %
  • Hochofen/Stahlwerke: 47 %
  • Walzwerke: 40 %
  • Textilfabriken: 17 %
  • Eisenbahnlinien: 16 %
  • Lokomotiven und Wagen: 22 %
  • Handelsflotte: 90 %
  • Kolonien: 100 %

 

Erinnern wir uns an die Worte von Guido Knopp: »Versailles war objektiv nicht jenes Schanddiktat, als das es im geschlagenen Deutschen Reich empfunden wurde: Der geschmähte Friede von Versailles war eigentlich sogar ein milder Friede […]« (37).

Das ist ein Schlag in das Gesicht jener Millionen Deutscher, die jahrelang unter diesen unsäglichen Bedingungen um ihr Überleben kämpfen mussten.

 

In der nächsten Folge: Versailles - Das finale Verbrechen an den Deutschen

 

_______________________________________________________

Quellen:

(1) Guido Knopp: Hitler – Eine Bilanz, München 2005 (Sonderausgabe), S. 16; in seinem Nachfolgebuch Die Machtergreifung, München 2009, S. 7, wiederholt er dies wortwörtlich.

(2) Wolfram Pyta: Hindenburg, München 2009, S. 393

(3) Wilhelm Groener: Lebenserinnerungen, Göttingen 1957, S. 501; Pyta schreibt (S. 395), dass Hindenburgs Erklärung ein »Meisterstück geschichtspolitischer Kasuistik« sei; denn letztendlich ist es auch seiner Intention zu verdanken, dass der Vertrag unterzeichnet wurde.

(4) Janusz Piekalkiewicz: Der Erste Weltkrieg, Düsseldorf/Wien 1988, S. 590

(5) Ebd., S. 591

(6) Heinrich August Winkler: Weimar 1918-1933, München 1998, S. 91

(7) Vgl.: »Der Unfriede von Versailles«, in: DER SPIEGEL 28/2009, S. 44ff.

(8) USA, Britisches Reich, Frankreich, Italien, Japan, Belgien, Bolivien, Brasilien, Kuba, Ecuador, Griechenland, Guatemala, Haiti, Hedschas, Honduras, Liberia, Nicaragua, Panama, Peru, Polen, Portugal, Rumänien, der serbisch-kroatisch-slowenische Staat, Siam, die Tschechoslowakei, Uruguay (N. Martens: Der Friedensvertrag von Versailles nebst Schlussprotokoll und Rheinlandstatut, Berlin 1925, Band XI, S. 323ff; Internet: http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/versailles/index.html, Ausdruck v. 18.02.2006, S. 1, Archiv Grandt; die antiquierte Bezeichnung mancher Länder wurde von mir beibehalten; Anm. d. Verf.)

(9) Klaus Wiegrefe: »Der Unfriede von Versailles«, in: »Die Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts«, SPIEGEL Special 1/2004, S. 132

(10) Jens Schröder: »Der gescheiterte Frieden«, in: GeoEpoche 14, 2004, S. 162

(11) Vgl.: »Der Unfriede von Versailles«, in: DER SPIEGEL 28/2009, S. 50

(12) Wiegrefe, S. 133

(13) Wiegrefe, S. 132

(14) Jens Schröder, S. 162

(15) Stig Förster: »Der globalisierte Krieg«, in: »Die Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts«, SPIEGEL Special 1/2004, S. 119; Kolonialmacht, in: Wilhelm J. Wagner: Neuer Großer Bildatlas der deutschen Geschichte, Gütersloh/München 1999, S. 250f.

(16) Art. 130 des Versailler Friedensvertrages (http://www.documentarchiv.de/wr.html)

(17) Vgl. Art. 138-145 des Versailler Friedensvertrages

(18) Vgl. Art. 152

(19) Vgl. Art. 153

(20) Später wird Wilson dieses Zugeständnis mit einer Unachtsamkeit beim Lesen einer Europakarte entschuldigen (Jens Schröder, S. 166).

(21) Helmut Fechner: Deutschland und Polen 1772-1945, Würzburg 1964

(22) Wilhelm J. Wagner, S. 27

(23) In der nördlichen Zone votierten 74,2 Prozent der Stimmberechtigten für Dänemark, in der südlichen 80 Prozent für Deutschland; eine Entscheidung über die Rechte der jeweiligen Minderheiten kam erst 1955 zustande (Wilhelm J. Wagner, S. 276)

(24) Wilhelm J. Wagner, S. 277

(25) Ebd.

(26) Ebd., S. 276

(27) Ebd., S. 277

(28) Winston S. Churchill: Der Zweite Weltkrieg, Frankfurt/M. 2004, S. 17; wie Churchill dies aufgrund der tatsächlichen Gebietsverluste der Deutschen ernsthaft erwähnen konnte, bleibt unerklärlich.

(29) Vgl. Friedensvertrag von Versailles. Artikel 159 bis 213. Bestimmungen über das Landheer, Seemacht und Luftfahrt (http://www.documentarchiv.de/wr.html).

(30) N. Martens: Der Friedensvertrag von Versailles nebst Schlussprotokoll und Rheinlandstatut, Berlin 1925, Band XI, S. 323ff; Internet: http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/versailles/index.html, Ausdruck v. 18.02.2006, S. 19, Archiv Grandt

(31) Das entspricht heute etwa 300 Milliarden Euro; die Reparationszahlungen wurden später im Dawes-Plan und Young-Plan neu geregelt; John Weitz schreibt in seinem Buch »Hitlers Bankier – Hjalmar Schacht« auf Seite 142: »Eine Restschuld aus dem Young-Plan besteht bis heute. Am 6. Januar 1995 stand im Wirtschaftsteil der NEW YORK TIMES, dass die letzten Zinszahlungen für die Anleihe, die das Deutsche Reich nach dem Young-Plan erhielt, von der deutschen Bundesregierung Anfang des einundzwanzigsten Jahrhunderts abgeschlossen werden würden.«; die Tilgung der Schulden aus diesen deutschen Vorkriegs-Anleihen ist im Abkommen über deutsche Auslandsschulden – Londoner Schuldenabkommen (LschA) – vom 27.2.1953 (Bundesgesetzblatt (BGBl) 1953 II S. 331 geregelt, somit ist die Kriegsschuldfrage auch für alle deutschen Generationen nach 1919 interessant, denn ein Volk wurde und wird fast 100 Jahre lang für eine Schuld in Sippenhaft genommen, die man ihm nach objektiver Betrachtung nicht anlasten kann. Aber keiner der Alliierten wollte auf die Reparationszahlungen verzichten, so musste der deutsche Steuerzahler bis zum 1.Oktober 2010 dafür aufkommen, erst dann waren die Schulden aus dem Ersten Weltkrieg getilgt.

(32) Wiegrefe, S. 132; ebenso Gerhard Hirschfeld/Gerd Krumeich/Irina Renz: Enzyklopädie Erster Weltkrieg, Paderborn 2004, S. 945ff.; insgesamt nur sieben Infanterie- und drei Kavalleriedivisionen (Martens, Ausdruck S.15)

(33) Vgl. Martens, Ausdruck S. 1-23, ebenso Internet: http://vertrag_von_versailles.lexikona.de, Ausdruck v. 18.02.2006, Archiv Grandt

(34) Vgl. Art. 428 des Versailler Friedensvertrages (http://www.documentarchiv.de/wr.html)

(35) Vgl.:»Der Unfriede von Versailles«, in: DER SPIEGEL 28/2009, S. 52

(36) Vgl. Teil VIII: Wiedergutmachungen des Friedensvertrages von Versailles vom 28. Juni 1919 (http://www.documentarchiv.de/wr/vv08.html)

(37) Guido Knopp: Hitler – Eine Bilanz, München 2005 (Sonderausgabe), S. 16

 

 


 

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