Wednesday, 27. July 2016
30.01.2011
 
 

Adolf Hitler – »geboren« in Versailles? (9)

Michael Grandt

Der »Friedensvertrag« von Versailles gilt in den Augen politisch korrekter Geschichtswissenschaftler nicht als Grund für Hitlers Aufstieg, sonst könnte ja der Schluss gezogen werden, dass dessen Erfolg durch die unmenschlichen Bedingungen der Alliierten ermöglicht worden wäre, was die gängige Geschichtsschreibung auf den Kopf stellen würde – und doch spricht vieles dafür.

In dieser Folge: Adolf Hitler und Versailles – eine Analyse seiner Reden

Vorbemerkung:

Wir sind immer noch massiven Geschichtsverfälschungen ausgesetzt. Das gilt besonders für die Zeit zwischen 1914 und 1945 und speziell für das Dritte Reich. Überaus eifrig damit beschäftigt, uns die »Wahrheit« näher zu bringen, ist dabei der mit vielen Aufzeichnungen und Preisen geehrte Prof. Dr. Guido Knopp, der zwischenzeitlich fast alle Dokumentationen über die Zeit des Nationalsozialismus, die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt werden, betreut. Aber auch seine Bücher sind überaus erfolgreich, obwohl sie für einen Historiker der wahre Albtraum sind: häufig keine Fußnoten, keine Quellenangaben und Zitate, die einfach so im Raum stehen. Nicht umsonst bemängeln Kritiker, dass die Knopp’sche Geschichtsdarstellung zu oberflächlich sei und die Zusammenhänge stark vereinfacht werden. Doch wie kaum ein anderer Historiker beeinflusst Knopp mit seinen Dokumentationen und Büchern die Meinung der Menschen. Zeit also, ihm und seinen Mainstream-Kollegen auf die Finger zu schauen und ihre Behauptungen unter die Lupe zu nehmen. In unregelmäßigen Abständen werde ich deshalb zu diesem Thema Contents veröffentlichen.

Ich agiere dabei als Journalist und fühle mich nichts anderem als der objektiven Recherche verpflichtet. Der Leser kann sich so ein eigenes Bild machen. Kritikern sei angeraten, nicht polemisch zu reagieren, sondern die angegebenen Quellen zu widerlegen.

 



 

Adolf Hitler und Versailles – eine Analyse seiner Reden

 

Adolf Hitler propagierte die nationale Befreiung unter dem Joch von Versailles durch Stärke und Einheit und machte von vornherein keine Wahlversprechen, die eine andere Politik verhießen (1). In seiner Rede am 13. April 1923 in München sagte er zum Versailler Vertrag:

 

»Der Vertrag sollte 20 Millionen Deutsche dem Tode weihen und die deutsche Nation zugrunde richten […] Unsere Bewegung stellte bei ihrer Begründung drei Forderungen auf:

1) Die Beseitigung des Friedensvertrages.

2) Die Einigung aller Deutschen.

3) Grund und Boden zur Ernährung unseres Volkes.« (2)

 

In einem offenen Brief an Heinrich Brüning am 25. Januar 1932 schrieb Hitler:

»Nicht ich, Herr Reichskanzler, habe jemals im Versailler Vertrag eine mögliche Basis für das Leben unseres Volkes oder das Gedeihen der Wirtschaft gesehen, aber die hinter Ihnen stehenden Parteien haben durch die Unterzeichnung dieses Vertrages seine Erfüllung zumindest als möglich vorgetäuscht. Derjenige, der als Erster in Deutschland in unzähligen Massenversammlungen gegen diesen Vertrag Stellung nahm, war, um ›geschichtlichen Verwechslungen vorzubeugen‹, ich, nicht Sie. Die unerbittliche Handhabung aber dieses Vertrages, die, wie Sie meinen, in den ersten fünf Jahren jeden deutschen Wiederaufbau zerstörte, wäre ganz unmöglich gewesen, wenn nicht gewisse ›deutsche‹ Parteien zu jeder Erpressung, Schmach und Schande ihre Zustimmung gegeben hätten.« (3)

 

So dachten viele im Volk. Aber die Nationalsozialisten wollten nicht nur die »einfachen« Menschen für ihre Ideen gewinnen, sondern auch das Militär. Hitler wusste nur zu gut, dass er ohne die Tolerierung oder bestenfalls Unterstützung der Wehrmacht später keine Chance haben würde, seine Politik durchzusetzen.

Die Generäle lehnten den Versailler Vertrag mit der Beschränkung der Armee durchweg ab, was Hitler zugute kam. Wiederholt machte er ihnen klar, dass sein Kampf in erster Linie der Beseitigung des Versailler Vertrages und der Deutschland darin auferlegten Militärfesseln gelte. Er wollte sich zudem für die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht einsetzen, einer Wiedererrichtung des Generalstabs, einer neuen Luftwaffe, Großkampfschiffe für die Marine, schwere Artillerie und Panzer für das Heer, sowie der Beseitigung jeder Kontrolle der Militärausgaben durch nationale oder internationale Instanzen (4). Diese Versprechungen waren natürlich Wasser auf den Mühlen der gedemütigten Militärs.

 

Auch gegenüber dem Ausland machte Hitler keinen Hehl aus seiner Abneigung des Versailler Vertrages. Zu Louis P. Lochner, einem Vertreter der Associated Press, sagte er im Februar 1933: »Diese unmögliche Aufteilung der Nationen (gemeint ist diese durch den Versailler Vertrag, MG) in Siegerstaaten und damit lebensberechtigte – und besiegte Nationen und damit lebensminderberechtigte – ist unerträglich und führt zu allgemeinem Misstrauen und infolge davon wieder zu einer Überspannung militärischer Rüstungen […] Im Friedensvertrag von Versailles wurde uns auferlegt abzurüsten, nicht damit 13 Jahre später eine Diskussion über Wehrsysteme stattfindet, sondern damit auch die anderen Völker abzurüsten in der Lage sind. Auf diese Abrüstung warten wir nunmehr seit mehr als zehn Jahren.« (5)

 

Hitlers Strategie war klar: Weil keiner der anderen Staaten abrüstete, sondern im Gegenteil noch mehr aufrüstete, obwohl in Genf eigentlich das Gegenteil vereinbart worden war, würde sich Deutschland ebenso wiederbewaffnen. Deutschland rüstete also nicht auf, um Krieg führen zu können, sondern weil die anderen Länder nicht abrüsteten. Ich werde darauf sehr ausführlich in einer anderen Contentreihe mit dem Titel »Adolf Hitler und die Wiederaufrüstung« eingehen, um dies anhand von Dokumenten zu belegen.

 

Am 17. Mai 1933 machte Hitler in einer Reichtagsrede klar: »[…] Denn alle die heutige Unruhe verursachenden Probleme liegen in den Mängeln des Friedensvertrages begründet, der es nicht vermochte, die wichtigsten und entscheidendsten Fragen der damaligen Zeit für alle Zukunft überlegen, klar und vernünftig zu lösen […] Tatsächlich entschloss man sich aber teils aus Unkenntnis, teils aus Leidenschaft und Hass zu Lösungen, die ewig den Keim neuer Konflikte schon in ihrer Unlogik und Unbilligkeit zu ertragen […] Die Millionen unserer Arbeitslosen sind das letzte Ergebnis dieser Entwicklung […] Deutschland hat diese ihm auferlegten Verpflichtungen trotz der ihnen innewohnenden Unvernunft und der vorauszusehenden Folgen geradezu selbstmörderisch treu erfüllt.

[…] Denn um die gesamten Maßnahmen dieses Ediktes zu motivieren, musste Deutschland zum Schuldigen gestempelt werden. Dies ist ein ebenso einfaches wie allerdings unmögliches Verfahren. In Zukunft wird also die Schuld an Auseinandersetzungen immer der Besiegte tragen: Denn der Sieger hat ja immer die Möglichkeit, diese Feststellung einfach zu treffen […] Die Begriffe Sieger und Besiegte wurden damit förmlich zum Fundament einer neuen internationalen Rechts- und Gesellschaftsordnung gemacht.

Diese Disqualifizierung eines großen Volkes zu einer Nation zweiten Ranges und zweiter Klasse wurde in einem Augenblick proklamiert, in dem ein Bund der Nationen aus der Taufe gehoben werden sollte.

Diese Behandlung Deutschlands konnte in der Folge nicht zu einer Befriedung der Welt führen. Die damit für nötig erachtete Abrüstung und Wehrlosmachung der Besiegten, ein in der Geschichte europäischer Nationen unerhörter Vorgang, war noch weniger geeignet, die allgemeinen Gefahren und Konflikte zu vermindern, sondern führte nur in den Zustand jener ewigen Drohungen, Forderungen und Sanktionen, die als fortdauernde Unruhe und Unsicherheit zum Grabe der gesamten Wirtschaft zu werden drohen […].« (6)

 

In einer Rundfunkrede ging Hitler am 14. Oktober 1933 wiederum auf den Versailler-Vertrag ein: »[…] Unter diesen Auswirkungen des Friedensvertrages und der dadurch bedingten allgemeinen Unsicherheit hatte am meisten Deutschland zu leiden. Die Zahl der Erwerbslosen stieg auf ein Drittel der normal im Erwerbsleben der Nation stehenden Menschen. Das heißt aber: dass in Deutschland unter Einrechnung der Familienmitglieder rund 20 Millionen Menschen von 65 Millionen ohne jede Existenz einer aussichtslosen Zukunft entgegensteuerten. Es war nur eine Frage der Zeit, wann dieses Heer der wirtschaftlich Enterbten zu einer Armee politisch und gesellschaftlich der Welt entfremdeter Fanatiker werden musste (Hitler meinte damit die Kommunisten/MG).« (7)

 

Am 8. November 1939, also rund zwei Monate nach Kriegsausbruch, hielt Hitler eine weitere Rede im Bürgerbräukeller, die u. a. abermals den Versailler Vertrag zum Inhalt hatte und bei der er klar machte, dass der Nationalsozialismus aus der Not aus dem Versailler Vertrag entstand (Hervorhebungen durch mich): »Das Deutschland, das wir einst kennenlernten, war weiß Gott alles andere als nationalsozialistisch; das war demokratisch, das war weltbürgerlich, das glaubte noch blindlings an die Versicherungen britischer Staatsmänner. Dieses Deutschland hat Vertrauen gehabt, hat sich selbst abgerüstet und sich selbst entehrt. Und es ist erst recht belogen und betrogen worden! Und aus dieser Not, die daraus kam, ist unsere Bewegung gekommen! Aus dem größten Wortbruch aller Zeiten ist ein Spa (8) gekommen und wurde später das Schanddiktat von Versailles. Sie wissen es, meine alten Kampfgenossen, wie ich gerade von dieser Stelle aus Ihnen immer und immer wieder diesen Vertrag dargelegt habe. Punkt für Punkt. Über 440 Artikel, deren jeder einzelne eine Beleidigung und Vergewaltigung einer großen Nation war. Elend und Verzweiflung erfasste damals unser Volk. Dann kamen die Jahre der Inflation, des Raubes alles Lebensmöglichkeiten, die Zeiten der großen Erwerbslosigkeit, der ungeheuren Selbstmorde in Deutschland. Wir haben in diesem Deutschland in zwei Jahren mehr Selbstmorde gehabt, als Amerikaner im Laufe des Krieges im Westen gefallen sind (9). Aus dieser großen Not ist die nationalsozialistische Bewegung entstanden, und sie hat daher auch schwere Entschlüsse fassen müssen vom ersten Tage an […].« (10)

 

Am 30. Januar 1940 sprach Hitler auf einer Volkskundgebung im Berliner Sportpalast: »[…] Man hat die alten Staaten zerschlagen, ohne auch nur die Völker zu befragen. Man hat alte historisch gewordene Körper, nicht nur staatliche, sondern auch wirtschaftliche, aufgelöst, ohne etwa Besseres an ihre Stelle setzen zu können. So hat man ohne Rücksicht auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker Europa zerhackt und aufgerissen, große Staaten aufgelöst, Nationen rechtlos gemacht, indem man sie erst wehrlos machte und dann endlich eine Einteilung getroffen, die nur noch Sieger und Besiegte auf dieser Welt übrig ließ.

Man sprach auch nicht mehr von Abrüstung, sondern im Gegenteil, man rüstete weiter. Man hat dann auch nicht begonnen, die Konflikte friedlich zu bereinigen, sondern die gerüsteten Staaten führten genau so Kriege wie zuvor. Nur die Abgerüsteten waren nicht mehr in der Lage, sich der Gewalttaten der Gerüsteten zu erwehren. Damit kam natürlich auch nicht die wirtschaftliche Wohlfahrt, sondern im Gegenteil ein wahnsinniges System von Reparationen führte zu einer wirtschaftlichen Verelendung nicht nur der Besiegten, sondern auch der sogenannten Sieger selbst. Die Folgen dieser wirtschaftlichen Verelendung hat kein Volk mehr gespürt als das deutsche […]

Da waren 440 Paragrafen, die alle nur eine Belastung, eine Verpflichtung, eine Verurteilung und eine Erpressung Deutschlands darstellten […]

Es ist auch heute noch erschütternd, sich in diese Zeit zurückzuversenken, da eine große Nation allmählich das ganze Vertrauen nicht nur auf sich selbst, sondern in jede irdische Gerechtigkeit verlor. In dieser ganzen Zeit hat dieses demokratische Deutschland vergeblich gehofft, vergeblich gebettelt und vergeblich protestiert.

Die internationale Finanz – sie blieb brutal und presste unser Volk rücksichtslos aus. Die Staatsmänner der alliierten Nationen – sie blieben hartherzig. Eiskalt sagte man damals, dass wir 20 Millionen Deutsche zu viel seien (11).

In dieser Zeit, da alles Hoffen umsonst war, da alles Bitten vergeblich blieb und alles Protestieren zu keinem Erfolg führte, entstand die nationalsozialistische Bewegung, ausgehend von der Erkenntnis, dass man auf dieser Welt nicht hoffen, nicht bitten und sich nicht zu Protesten herabwürdigen darf, sondern dass man auf dieser Welt in erster Linie sich selbst zu helfen hat.

An Stelle des Hoffens trat der Glaube an unser deutsches Volk und die Mobilisierung seiner ewigen Werte […].« (12)

 

Hitler gibt in seinen Reden also unumwunden zu, dass die nationalsozialistische Bewegung aufgrund der Not aus dem Versailler Vertrag entstanden ist. Eine Tatsache, die Mainstreamhistoriker geflissentlich ignorieren, würde dies doch implizieren, dass Rachsucht und Gier der Alliierten Hitler erst möglich gemacht haben. Zudem werden die meisten von ihnen die Originalreden von Hitler nicht unter diesem Aspekt analysiert haben, oder kennen diese gar nicht. Um Hitler allerdings verstehen zu können, seine Motive zu begreifen, muss man auf ALLE seine Reden, Schriften und Notizen zurückgreifen. NUR so kann man verstehen, wieso er so gehandelt hat, wie er handelte.

 

In seiner Rede zum 1. Mai 1935 sagte Hitler: »Bedenken Sie, meine Volksgenossen, was unser Deutschland ist, und vergleichen Sie es mit anderen Ländern. Was haben wir schon? 137 Menschen auf den Quadratkilometer, keine Kolonien, keine Rohstoffe, keine Devisen, kein Kapital, keine Auslandsguthaben mehr, nur schwere Lasten, Opfer, Steuern und kleine Löhne. Was haben wir, gemessen am Reichtum anderer Staaten, am Reichtum anderer Länder, am Reichtum anderer Völker, an ihren Lebensmöglichkeiten? Was haben wir? Nur etwas allein: unser Volk haben wir! Es ist entweder alles, oder es ist nichts. Nur mit ihm allein können wir rechnen. Auf es allein können wir bauen. Alles, was wir bisher geschaffen haben, verdanken wir nur seiner Güte, seinem Leistungsvermögen, seiner Treue, seiner Anständigkeit, seinem Fleiß, seinem Ordnungssinn.« (13)

 

Hitlers Standpunkt war keinesfalls eine »Geheimpolitik«. Die ganze Welt konnte Bescheid wissen, wenn sie es nur wollte. In seiner Rede am 15. März 1939 bekräftigte er: »Und hier habe ich ein Programm aufgestellt: Beseitigung von Versailles. Man sollte heute in der anderen Welt nicht blöde tun, als ob das etwa ein Programm wäre, das ich im Jahre 1933 entdeckt oder 1935 oder 1937. Die Herren hätten bloß über mich, statt dass sie ihr blödes Emigrantengeschwafel anhörten, einmal lesen sollen, was ich geschrieben habe, und zwar tausendmal geschrieben habe« (14).

 

Solche Worte kamen beim Volk gut an. Bei einer Massenkundgebung in der Frankfurter Festhalle am 31. März 1938 verkündete Hitler schließlich unter großem Jubel das, was viele Millionen Deutsche sich seit Jahren gewünscht hatten: »Seit fünf Jahren bin ich im Besitz der Macht. Und seit dieser Zeit habe ich Blatt für Blatt des Versailler Schandvertrages aus seinem Einband herausgerissen. Das habe ich getan, nicht als Rechtsbrecher, sondern als Rechtswiederhersteller, nicht als Vertragsbrecher, sondern als Mann, der es ablehnt, ein schamloses Diktat als heiligen Vertrag anzuerkennen!« (15)

 

Fazit

Das Diktat von Versailles mit der Lüge der Alleinschuld Deutschlands am Ausbruch des Ersten Weltkrieges war die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln. Die unermesslichen Reparationszahlungen, die militärische, politische wie wirtschaftliche Knebelung waren für die Weimarer Republik eine untragbare Belastung, an der sie dann schließlich auch zugrunde ging.

Hitler ging es bei seiner Politik also nicht primär um einen Regierungswechsel, sondern um eine Botschaft der nationalen Erlösung (16), einer Vision, die er dem Volk näher brachte: Auch wir Deutschen haben das Recht zu leben, nehmen wir es uns wieder.

 

Der Erste Weltkrieg und der daraus folgende Schandfriede von Versailles waren von ausschlaggebender Bedeutung für die Machtübernahme der Nationalsozialisten, weil beide Faktoren eine wichtige Rolle bei der Entstehung eines neuen deutschen radikalen Nationalismus spielten. (17) Kurz: Das Dritte Reich kommt aus den Schützengräben. (18)

Hitler hat dies selbst immer wieder bestätigt.

 

Nach all diesen Ausführungen steht fest: Ein wichtiger Grund für den Aufstieg der Nationalsozialisten war der Verdruss der Bevölkerung über den als ungerecht empfundenen Versailler Vertrag und dessen vernichtende wirtschaftliche Folgen. Man könnte sogar sagen, dass Hitler ein Produkt (19) von Versailles gewesen ist, er quasi in Versailles »geboren« wurde. Somit haben unersättliche alliierte Staatsmänner zumindest eine große moralische Mitschuld am Aufstieg des deutschen Diktators. Doch dieser wichtige Umstand wird bis heute politisch korrekt verschwiegen. Und anstatt eine OBJEKTIVE deutsche Geschichtsforschung zu betreiben und diese auch neutral zu kommunizieren, verfolgt man nach wie vor die Knopp'sche Strategie der eigenen Nestbeschmutzung. Aber genau das ist der Wahrheit nicht zuträglich.

 

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Quellen:

 

(1) Ian Kershaw: Hitler.1889-1936, Stuttgart 1998, S. 419

(2) Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof Nürnberg 14. November 1945 – 1. Oktober 1946, veröffentlicht in Nürnberg, Deutschland 1947, amtlicher Wortlaut in deutscher Sprache (zukünftig als IMT-Protokoll zitiert), München/Zürich 1984, IMT-Protokoll, Urteil v. 1.10.1946 (IMT-Band 1, S. 194); Seit der Abtretung von einem Siebtel des deutschen Gebietes und dem Verlust aller Kolonien, fehlte Grund und Boden, so die Argumentation der Nationalsozialisten.

(3) Veröffentlicht im Völkischen Beobachter Nr. 29 v. 29.1.1932

(4) Vgl. Max Domarus: Hitler – Reden 1932 bis 1945, Band 1, Erster Halbband, Wiesbaden 1973, S. 198; ein Beispiel für Hitlers Entgegenkommen zu den Generälen war seine Rede vom 3. Februar 1933 (vgl.: Thilo Vogelsang: »Neue Dokumente zur Geschichte der Reichswehr 1930-1933«, VjZ (2) 1954, S. 424ff.

(5) Das Interview wurde im Völkischen Beobachter Nr. 56/57 v. 25./26.2. 1933 veröffentlicht.

(6) Wiedergabe der Rede in: Völkischer Beobachter Nr. 138 v. 18.5.1933

(7) Die Rundfunkrede wurde im Völkischen Beobachter veröffentlicht (Sondernummer vom 15.10.1933)

(8) In dem belgischen Badeort Spa hatte sich im Ersten Weltkrieg zuletzt das deutsche Hauptquartier befunden. Von Spa aus war Kaiser Wilhelm II 1918 ins Exil nach Holland gegangen.

(9) Diese Aussage stimmt nicht; die USA verloren im Ersten Weltkrieg etwa 116.000 Soldaten; lt. Statistischem Jahrbuch betrug die Selbstmordrate in den Jahren 1919-1923 zwischen 18,4 und 21,7 pro 100.000 Einwohner (Vgl. Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich, 44. Jahrgang, Berlin 1925)

(10) Vgl.: Deutsches Nachrichtenbüro; DNB-Text vom 8.11.1939

(11) Diese Auffassung vertrat der französische Ministerpräsident Georges Clemenceau.

(12) Rede wiedergegeben vom Deutschen Nachrichtenbüro, DNB-Text vom 30.1.1940

(13) Adolf Hitler: Rede am 1. Mai 1935 auf dem Tempelhofer Feld, Berlin, in: Völkischer Beobachter Nr. 122 v. 2.5. 1935

(14) IMT-Protokoll, Sitzung v. 23.1.1946 (IMT-Band 6, S. 119)

(15) Adolf Hitler: Rede am 31. März 1938 in der Frankfurter Festhalle, in: Völkischer Beobachter Nr. 92 v. 2.4.1938

(16) Ian Kershaw: Hitler. 1889-1936, Stuttgart 1998, S. 419

(17) David Stevenson: Der Erste Weltkrieg, Düsseldorf 2006, S. 663

(18) Genauso hatte es Rudolf Heß formuliert, vgl. Stevenson, S. 664

(19) Dies ist auch heute noch die These vieler Rechtskonservativer; aber auch Theodor Heuss stimmte dem zu: »Die Geburtsstätte der nationalsozialistischen Bewegung ist nicht München, sondern Versailles.« (Theodor Heuss: Hitlers Weg, o.O. 1932)

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