Thursday, 18. September 2014
24.12.2011
 
 

Geheimkommando Weltuntergang: Wie Machteliten uns vernichten (1)

Peter Dale Scott

Ich möchte hier auf vier größere und häufig missverstandene Ereignisse – die Ermordung John F. Kennedys, Watergate, der Iran-Contra-Skandal und die Geschehnisse des 11. September – eingehen. Dabei will ich sie als Teile eines tiefergehenden politischen Prozesses analysieren, der sie miteinander verbindet, und der dazu beigetragen hat, in Amerika repressive Kräfte freizusetzen, die die Demokratie einschränken.

In den vergangenen Jahren bin ich immer wieder auf eine dunkle Machtgruppe eingegangen, die hinter diesen Ereignisse steckt – eine Machtgruppe, die ich in Ermangelung eines besseren Begriffs etwas unbeholfen als »Tiefenstaat« bezeichnete, der sowohl innerhalb als auch außerhalb staatlicher Organe arbeitet. Heute möchte ich einen Teil dieser im Verborgenen operierenden Machtgruppe offenlegen, der seit 50 Jahren oder länger im Schatten der öffentlichen Einrichtungen tätig ist. Dieser Teil dieser Machtgruppe trägt einen Namen, der nicht von mir stammt: das Doomsday-Projekt. Diese Bezeichnung wählte das Pentagon für die Notstandsmaßnahmen, mit denen »die Handlungsfähigkeit des Weißen Hauses und des Pentagons während und nach einen Nuklearkrieg oder anderen schweren Krisen sichergestellt werden« sollte. [1]

Ich möchte auf etwas Einfaches, aber Wichtiges hinaus: Ich möchte aufzeigen, dass das Doomsday-Projekt [»Weltuntergangs«-Projekt] der 1980er-Jahre und die früheren Notstandsplanungen, die darin einmündeten, bei allen diesen tiefgreifenden Ereignisse, die ich behandeln werde, im Hintergrund eine wichtige Rolle spielten. Wichtiger noch ist aber, dass dieses Projekt auch ein treibendes Moment hinter jedem der drei beunruhigenden Entwicklungen war, die heute die amerikanische Demokratie bedrohen. Die erste der drei Entwicklungen betrifft die sogenannte Umwandlung unserer Wirtschaft in eine »Reichenwirtschaft« [eine Wirtschaft, die von den Reichen beherrscht wird, die auch am meisten von ihr profitieren], die Amerika immer

unerbittlicher in zwei Schichten spaltet, in die Besitzenden und die Habenichtse, das eine Prozent und die anderen 99 Prozent. Die zweite Entwicklung ist die fortschreitende Militarisierung Amerikas. Am schwersten wiegt aber die immer mehr zur Gewohnheit und damit vorhersehbar werdende Neigung, Krieg in weit von Amerika entfernten Regionen der Welt zu provozieren oder zu führen. Offensichtlich hat von diesen Aktionen der amerikanischen Kriegsmaschinerie das eine Prozent am meisten profitiert. [2]

Die dritte Entwicklung – die auch mein heutiges Thema bildet – betrifft die wichtigen und immer zerstörerischeren Auswirkungen struktureller Tiefenereignisse auf die amerikanische Geschichte: geheimnisumwitterte und verstörende Ereignisse wie die Ermordung John F. Kennedys, der Watergate-Einbruch und die Ereignisse des 11. September. Ereignisse, die die sozialen Strukturen Amerikas erschüttern und die amerikanische Gesellschaft in hohem Maße beeinflussen, sind oft mit dem Verstoß gegen Gesetze oder mit Gewalt verbunden und werden in vielen Fällen von einer unbekannten dunklen Macht ausgelöst.

Die derzeitige Zerfallskrise Amerikas in Bezug auf die Einkommen und die Ungleichverteilung des Wohlstandes, aber auch im Zusammenhang mit der zunehmenden Militarisierung und dem Kriegszustand des Landes ist schon oft analysiert worden. Ich will heute einen meiner Ansicht nach neuen Ansatz verfolgen: Ich möchte darlegen, dass sowohl die ungleiche Einkommensverteilung – die man auch als »Reichenwirtschaft« bezeichnet – als auch der Kriegszustand massiv durch Tiefenereignisse befördert wurden.

Die extreme Ungleichverteilung des Einkommens in der heutigen amerikanischen Wirtschaft war nicht die Folge von Marktkräften, die sich unabhängig von politischen Interventionen entfalteten. Zum großen Teil wurde sie durch einen systematischen und bewusst herbeigeführten politischen Prozess hervorgerufen, der von den Befürchtungen extrem reicher Schichten in den 1960er- und 1970er-Jahren genährt wurde, die Macht über das Land könnte ihnen aus den Händen gleiten.

Damals (1971) warnte der Richter des Obersten Gerichtshofes Lewis Powell in einer Denkschrift, das Überleben des Freihandelssystems hänge von der »sorgfältigen und langfristigen Planung und Umsetzung« einer mit ausreichenden Finanzmitteln ausgestatteten Antwort auf die Bedrohung von links ab. [3] Auf diese Warnung wurde mit einer lang andauernden rechtsgerichteten Offensive reagiert, die von Denkfabriken koordiniert und von einer kleinen Gruppe von Familienstiftungen freigiebig finanziert wurde. [4] Wir dürfen nicht vergessen, dass alle diese Anstrengungen auch eine Reaktion auf ernste Unruhen in Newark, Detroit und anderswo darstellten, und dass von den Linken (in Europa ebenso wie in den USA) immer häufiger und stärker Rufe nach einer Revolution laut wurden. Ich will mich hier auf die Reaktion der Rechten auf diese Herausforderung und die Bedeutung jener Tiefenereignisse bei der Verstärkung ihrer Reaktion konzentrieren.

An der Denkschrift Powells war weniger das Dokument selbst als die Tatsache wichtig, dass sie von der Amerikanischen Handelskammer, einer der einflussreichsten, aber am wenigsten diskutierten Lobbygruppen in Amerika, in Auftrag gegeben worden war. Zudem war die Denkschrift nur eines von vielen Anzeichen für diesen sich entwickelnden Klassenkrieg, eines umfassenden Prozesses, der sich sowohl in als auch außerhalb der Regierung vollzog (darunter auch eine »intellektuelle Gegenrevolution«, wie Irving Kristol es nannte) und dann direkt in die sogenannte »Reagan-Revolution« mündete. [5]

Dieser umfassende Prozess dauert mehr als 50 Jahre an und pumpte Milliarden Dollar aus rechten Kreisen in den amerikanischen politischen Prozess. Ich möchte heute aufzeigen, dass Tiefenereignisse integraler Bestandteil dieser rechtsgerichteten Bestrebungen waren – von der Ermordung John F. Kennedys bis hin zu den Ereignissen des 11. September. Der 11. September führte zur Anwendung der sogenannten »Planungen zur Gewährleistung der Kontinuität der Regierungsarbeit« (COG) [im Falle eines Atomkriegs oder anderer schwerer Krisen] (die bei den Anhörungen im Iran-Contra-Ausschuss 1987 noch als »Planungen für die Aussetzung der Amerikanischen Verfassung« bezeichnet wurden). Diese COG-Pläne, die auf früheren COG-Plänen aufbauten, waren seit 1982 im Rahmen des sogenannten Doomsday-Projektes, einer von Reagan ernannten Geheimgruppe, ausgearbeitet worden. Diese Gruppe setzte sich aus aktiven und früheren Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zusammen. Zu ihr gehörten auch Donald Rumsfeld und Dick Cheney.

Ich werde versuchen herauszuarbeiten, dass die Ereignisse vom 11. September in dieser Hinsicht nur den Höhepunkt einer Reihe von Tiefenereignissen bildeten, die bis zur Ermordung Kennedys, wenn nicht sogar noch weiter zurückreichen, und dass die Ursprünge des Doomsday-Projektes hinter ihnen allen erkennbar sind.

Insbesondere werde ich versuchen, aufzuzeigen, dass

  1. vorangegangenes Fehlverhalten seitens Behörden wie der CIA und anderer mit zur Ermordung Kennedys und dem 11. September beigetragen haben;
  2. zu den Konsequenzen jedes dieser tiefgreifenden Ereignisse eine Zunahme an Unterdrückungsmöglichkeiten gehörte, die genau den gleichen Behörden zukam und die Überzeugungskraft und das Vorbild der Demokratie beeinträchtigte [6];
  3. es eine typische personelle Kontinuität der Urheber und derjenigen Personen gibt, die aktiv an der Herbeiführung jedes einzelnen und der aufeinanderfolgenden Tiefenereignisse beteiligt waren;
  4. man in jedem dieser Ereignisse auf Beteiligte stößt, die dem internationalen Rauschgiftgeschäft zuzurechnen sind – was daraufhin deutet, dass unsere derzeitige Reichenwirtschaft in gewissem Maße auch eine Rauschgiftwirtschaft ist;
  5. man im Hintergrund jedes dieser Ereignisse (und zwar in steigendem Maße) das Doomsday-Projekt erkennt – jene parallele Notfallplanungsstruktur mit ihren eigenen Kommunikationsnetzwerken, die als Schattennetzwerk außerhalb der normalen Regierungskanäle tätig ist.

 

Behördliches Fehlverhalten als ein Faktor, der sowohl zur Ermordung Kennedys als auch zu den Ereignissen des 11. September beigetragen hat

Sowohl die Ermordung Kennedys, als auch die Ereignisse des 11. September wurden auf eine Weise inszeniert, die der Art entspricht, wie die CIA und das FBI ihre Akten über die angeblichen Haupttäter dieser Ereignisse handhabt (Lee Harvey Oswald im Falle der Ermordung Kennedys und die angeblichen Flugzeugentführer Kahlid al-Mihdhar und Nawaf al-Hazmi  im Falle der Ereignisse des 11. September). Zu dieser Inszenierung und Manipulation gehört auch die Entscheidung des FBI-Agenten Marvin Gheesling vom 9. Oktober 1963, Oswald von der Liste der Personen zu nehmen, die vom FBI überwacht wurden. Diese Entscheidung wurde kurz nach Oswalds Verhaftung in New Orleans im August 1963 und Berichten über seine Reise nach Mexiko im September des gleichen Jahres getroffen. Nach normalem Ermessen hätten diese Ereignisse (die Verhaftung und seine Reise) zu einer Verschärfung der Überwachung führen müssen. [7]

Dieses Fehlverhalten steht beispielhaft auch für andere Behörden, insbesondere der CIA, im Zusammenhang mit der Ermordung Kennedys und dem 11. September. Gheeslings Verhalten passt nahtlos zu der sträflichen Zurückhaltung von Informationen seitens der CIA gegenüber dem FBI, denen zufolge sich Oswald in Mexiko-Stadt angeblich mit dem mutmaßlichen KGB-Agenten Walerij Kostikow getroffen habe. [8] Indem diese Information nicht weitergegeben wurde, konnte man sichergehen, dass Oswald nicht länger überwacht wurde. Und tatsächlich beklagte der frühere FBI-Direktor Clarence Kelley in seinen Memoiren später, diese Nichtweitergabe der Informationen sei der wesentliche Grund dafür gewesen, dass Oswald am 22. November 1963 nicht überwacht worden se. [9]

Eine noch bedenklichere Provokation im Jahre 1963 stellt das Verhalten des Militärgeheimdienstes dar. Eine seiner Einheiten hielt nicht nur Informationen über Lee Harvey Oswald zurück, sondern fabrizierte falsche Informationen, die offenbar darauf abzielten, einen Vergeltungsschlag gegen Kuba zu provozieren. Ich bezeichne solche Provokationen als »Geschichten der Phase 1«, das heißt als Bemühungen, Oswald als kommunistischen, konspirativ vorgehenden Menschen zu charakterisieren (im Gegensatz zu den späteren »Geschichten der Phase 2«, die zwar auch falsch waren, ihn aber als aufgebrachten Eigenbrötler darstellten). Ein typisches Beispiel für »Geschichten der Phase 1« ist eine Depesche des Vierten Armeekommandos in Texas, in dem über die Information eines Polizisten aus Dallas berichtete wurde, der zugleich in einer Reserveeinheit des Militärgeheimdienstes tätig war: »Stellvertretender Leiter Don Stringfellow, Geheimdienstabteilung, Polizeibehörde Dallas, teilte der 112. INTC [Geheimdienst-]Gruppe mit, dieses Hauptquartier habe Informationen von Oswald erhalten, aus denen hervorgeht, dass er 1959 nach Kuba desertierte und eingetragenes Mitglied der Kommunistischen Partei ist.« [10] Diese Nachricht wurde am 22. November direkt an das US-Einsatzkommando in Fort MacDill in Florida weitergegeben. Dieser Stützpunkt bereitete sich auf einen möglichen Vergeltungsschlag gegen Kuba vor. [11] Diese Depesche war keineswegs ein vereinzelter »Fehler«. Ihr Inhalt wurde von anderen manipulierten »Phase 1«-Geschichten aus Dallas über Oswalds angebliches Gewehr und insbesondere durch zusammengeschusterte falsche Übersetzungen der Aussage Marina Oswalds unterstützt, um dadurch den Eindruck zu erwecken, bei dem Gewehr Oswalds in Dallas handele es sich um dasjenige, das er in Russland besessen habe. [12]

Diese falschen, scheinbar zusammenhanglosen Berichte lassen sich ebenfalls auf die 448. Reserveeinheit des Militärgeheimdienstes, der auch Don Stringfellow angehörte, zurückverfolgen. [13] Der Dolmetscher, der als Erster die falschen Übersetzung der Äußerungen Marina Oswalds lieferte, ein gewisser Ilja Mamantov, wurde vom Erdölunternehmer Jack Crichton aus Dallas und dem stellvertretenden Polizeichef von Dallas, George Lumpkin, ausgewählt. [14] Crichton und Lumpkin waren zugleich Chef beziehungsweise Stellvertreter der 448. Reserveeinheit des Militärgeheimdienstes. [15] Crichton wurde dem rechtsextremen Lager unter den Erdölunternehmern in Dallas zugerechnet: Er war Treuhänder der H.-L.-Hunt-Stiftung und Mitglied der Amerikanischen Freunde der Katanga-Freiheitskämpfer, die gegründet worden waren, um Kennedys Politik im Kongo Widerstand zu leisten.

Zugleich müssen wir im Kopf behalten, dass einige der Stabschefs der US-Armee über den Verlauf der Kuba-Krise sehr verärgert waren. Sie hatten gehofft, sie würde zu einer Invasion Kubas führen. Unter seinem neuen Vorsitzenden General Maxwell Taylor war der Vereinigte Generalstab (JCS) noch immer der festen Überzeugung, dass »eine militärische Intervention in Kuba notwendig ist«. [16] Diese Haltung herrschte vor, obwohl Kennedy vor gerade einmal sechs Monaten Nikita Chruschtschow im Rahmen der Lösung der Kuba-Krise ausdrücklich (wenn auch sehr eingeschränkt) zugesichert hatte, dass die USA nicht in Kuba einmarschieren würden. [17] Aber dies hielt die Abteilung J-5 des Vereinigten Generalstabes (die Abteilung für Planungen und Politik) nicht davon ab, eine ganze Reihe inszenierter und manipulierter Provokationen vorzuschlagen, um ein militärisches Eingreifen zu rechtfertigen. [18] (Ein Vorschlag für eine solche inszenierte Provokation sah beispielsweise vor, »ein Kampfflugzeug vom Typ MIG, das von amerikanischen Piloten geflogen wird, greift amerikanische Schiffe oder amerikanisches Militär an«.) [19]

Die Täuschungsmanöver im Zusammenhang mit Oswald, die ihren Ursprung in Dallas hatten, setzten unmittelbar nach der Ermordung Kennedys ein. Das bedeutet aber nicht, dass es sich bei der Ermordung selbst um eine Verschwörung nach dem Muster Provokation-Täuschung handelt. Aber sie vermitteln einen ausreichenden Eindruck von der fanatischen Anti-Castro-Geisteshaltung der 488. Reserveeinheit des Militärgeheimdienstes in Dallas, um zu bestätigen, dass er eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit der Geisteshaltung der J-5 in der Zeit vor dem Mai aufweist, der dazu führte, eine ganze Reihe inszenierter und manipulierter Provokationen vorzuschlagen, um Kuba anzugreifen. (Nach Angaben von Crichton gehörten »etwa 100 Personen zur [488. Reserveeinheit des Militärgeheimdienstes] und etwa 40 oder 50 von ihnen arbeiteten in der Polizeibehörde von Dallas«.) [20]

Dieses behördliche Versagen von FBI, CIA und dem Militär – genau den drei Behörden, mit denen Kennedy im Rahmen seiner verkürzten Präsidentschaft in ernste Konflikte geraten war – kann kaum Zufall sein. [21] An einer späteren Stelle dieses Artikels werde ich auf die Verbindungen des Erdölunternehmers Jack Crichton aus Dallas zu den Notfallplanungen 1963 eingehen, die dann zum Doomsday-Projekt wurden.

 

 

 

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Anmerkungen/Endnoten:

 

* Unter »deep events« (hier als »tiefgreifende Ereignisse« oder »Tiefenereignisse« übersetzt) versteht Peter Dale Scott nach eigenen Angaben »die traumatischen und unerwarteten Episoden, die in unserer Geschichte immer wieder vorkommen und sie grundlegend verändern, allerdings immer zum Schlimmeren. Diese ›tiefgreifenden Ereignisse‹ können niemals angemessen untersucht oder verstanden werden, weil sie eine geheimdienstliche Dimension aufweisen, die sowohl seitens der Regierung, als auch seitens der etablierten Medien zu einem gesellschaftlich auferlegten Mantel des Schweigens führt.« (»The Assassinations of the 1960s as ›Deep Events‹«, 17. Oktober 2008)

 

[1] Tim Weiner, »The Pentagon’s Secret Stash«, in: Mother Jones Magazine, März/April 1992, S. 26.

[2] J. A. Myerson, »War Is a Force That Pays the 1 Percent: Occupying American Foreign Policy«, in: Truthout, 14. November 2001, siehe auch: Peter Dale Scott, The Road to 9/11, Berkeley, 2007, S. 6, etc.

[3] Scott, The Road to 9/11, S. 22, 29, 98.

[4] Scott, The Road to 9/11, S. 22, 97.

[5] Scott, The Road to 9/11, S. 21 und S. 51–52; Kristol wird zitiert nach: Lewis H. Lapham, »Tentacles of Rage: The Republican Propaganda Mill, a Brief History«, in: Harper’s Magazine, September 2004, S. 36.

[6] So zum Beispiel Peter Dale Scott, American War Machine, 2010, S 204–205.

[7] Peter Dale Scott, The War Conspiracy, S. 354.

[8] Peter Dale Scott, Deep Politics II, S. 30–33; Scott, The War Conspiracy, S. 387; Scott, American War Machine, S. 152.

[9] Clarence M. Kelley, Kelley: The Story of an FBI Director, Kansas City, 1987, S. 268, zitiert nach: Scott, The War Conspiracy (2008), S. 389.

[10] Scott, Deep Politics, S. 275; Scott, Deep Politics II, S. 80 und 129; HSCA Critics Conference vom 17. September 1977, S. 181. Stringfellow arbeitete unter Jack Revill in dem »Vice Squad« des Special Services Bureau der Polizei in Dallas. In dieser Funktion erstattete er regelmäßig dem FBI Bericht über enge Vertraute Jack Rubys wie Herbert Dolan, einem »bekannten Gangster und Schläger«, der in der FBI-Liste der führenden Kriminellen von Dallas aufgeführt war. (Siehe dazu: Robert M. Barrett, FBI-Bericht vom 2. Februar 1963, NARA#124-90038-10026, 12 [Stringfellow]; cf. NARA#124-10212-10012, 4 [Gangster], NARA#124-10195-10305, 9 [führender Krimineller]). Siehe auch WH 601-02 [Ruby und Dolan]. Robert Barrett, der die Berichte Stringfellows an das FBI erhielt, ließ Rubys Freund Dolan engmaschig überwachen und war auch bei Oswalds Verhaftung im Texas-Theater anwesend und behauptete, den Polizeibeamten aus Dallas Westbrook mit Oswalds Brieftasche am Ort der Ermordung Tippits gesehen zu haben. [Dale K. Myers, With Malice: Lee Harvey Oswald and the Murder of Officer J. D. Tippit , Milford, 1998, S. 287–290]).

[11] Es wurde zu Informationszwecken nach Washington gesandt, wo es drei Tage später eintraf. (Siehe dazu: Scott, Deep Politics, S. 275; Scott, Deep Politics II, S. 80, S.129 f.; Scott, War Conspiracy, S. 382).

[12] Warren Commission Exhibit 1778, 23 WH 383. (Die tatsächlichen Worte Marinas vor der falschen Übersetzung waren recht unverfänglich: »Ich kann [das Gewehr] nicht beschreiben, weil für mich alle Gewehre gleich aussehen.« (Warren Commission Exhibit 1778, 23 WH 383; diskutiert in: Scott, Deep Politics, S. 168–172).

[13] Auf Stringfellow selbst geht auch eine andere gefälschte Information vom 22. November zurück, nach der Oswald sowohl den Mord am Präsidenten als auch am Polizeibeamten Tippit gestanden habe. (Dallas FBI File DL 89-43-2381C; Paul L. Hoch, »The Final Investigation? The HSCA and Army Intelligence«, in: The Third Decade, 1,5 [Juli 1985], S. 3).

[14] 9 WH 106; Scott, Deep Politics, S. 275–276; Russ Baker, Family of Secrets, S. 119–122.

[15] Rodney P. Carlisle und Dominic J. Monetta, Brandy: Our Man in Acapulco, Denton, 1999, S. 128.

[16] Joint Chiefs of Staff, Courses of Action Related to Cuba (Case II), Report of the J-5 to the Joint Chiefs of Staff, 1. Mai 1963, NARA #202-10002-10018, 12. Vergleiche dazu: S. 15–16: »Die USA sollten militärisch in Kuba intervenieren und könnten (a) provozierende Zwischenfälle inszenieren, die angeblich vom Castro-Regime begangen wurden, um so als Vorwand für eine Invasion zu dienen …«

[17] Robert Dallek, An Unfinished Life, S.; James A. Nathan, The Cuban missile crisis revisited, S. 283; Waldron and Hartmann, Legacy of Secrecy, S. 9.

[18] Joint Chiefs of Staff, Courses of Action Related to Cuba (Case II), Report of the J-5 to the Joint Chiefs of Staff, 1. Mai 1963, NARA #202-10002-10018, S. 12.

[19] Courses of Action Related to Cuba (Case II), NARA #202-10002-10018, 20. Ich kann in diesem Dokument nichts erkennen, das darauf hindeutet, dass der Präsident darüber informiert werden sollte, dass es sich hierbei um »inszenierte Provokationen« handelt. In dem Dokument wird im Gegenteil gefordert, »die Beteiligten voneinander zu trennen und abzusondern«, um sicherzustellen, dass die Wahrheit nicht ans Licht kommt. (Courses of Action Related to Cuba (Case II), NARA #202-10002-10018, S. 19).

[20] Zitiert nach: Baker, Family of Secrets, S. 122. Bei einer dieser Personen handelte es sich um den Polizeibeamten John Adamcik, der zu der Gruppe gehörte, die eine Decke fanden, in der sich Oswalds Gewehr befunden haben soll, und die die Warren-Kommission dazu benutzte, eine Verbindung zwischen dem berüchtigten Gewehr vom Typ Mannlicher Carcano herzustellen. Adamcik war später auch bei Mamatovs Verhör mit Marina im Zusammenhang mit dem Gewehr anwesend und bestätigte Mamantovs Aussage dazu gegenüber der Warren-Kommission. Es gibt Grund zu der Annahme, dass Mamatovs Übersetzung der Aussage Marinas ungenau war. (Siehe dazu: Scott, Deep Politics, S. 268–270 und S. 276).

[21] Siehe dazu: James Douglass, JFK and the Unspeakable, Maryknoll, 2008.

 

 


 

 

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