Wednesday, 16. April 2014
26.12.2011
 

Geheimkommando Weltuntergang: Wie Machteliten uns vernichten (3)

Peter Dale Scott

Ich möchte hier auf vier größere und häufig missverstandene Ereignisse – die Ermordung John F. Kennedys, Watergate, der Iran-Contra-Skandal und die Geschehnisse des 11. September – eingehen. Dabei will ich sie als Teile eines tiefergehenden politischen Prozesses analysieren, der sie miteinander verbindet, und der dazu beigetragen hat, in Amerika repressive Kräfte freizusetzen, die die Demokratie einschränken.

 

Fortsetzung des Artikels...

 

Ein gemeinsamer Nenner struktureller Tiefenereignisse: das »Doomsday«-Projekt und COG

MCords Beteiligung an Notfallplanungen im Zusammenhang mit Telekommunikation deutet auf einen gemeinsamen Nenner im Hintergrund praktisch aller Tiefenereignisse hin, die wir hier untersuchen. Oliver North, unter Reagan und Bush Vorreiter des Büros für Notfallvorsorge und Gefahrenabwehr (OEP) bei den Iran-Contra-Planungen, war ebenfalls an Planungen dieser Art beteiligt und hatte Zugang zu dem hochgeheimen Doomsday-Kommunikationsnetzwerk. Norths eigenes Netzwerk, bekannt als Flashboard, »schloss andere Funktionsträger mit kritischen

Ansichten aus … [und] verfügte über ein eigenes, besonderes weltweites antiterroristisches Computernetzwerk, … über das ausschließlich Mitglieder miteinander und mit ihren Mitarbeitern im Ausland kommunizieren konnten«. [51]

Flashbord wurde von North und seinen Vorgesetzten bei extrem heiklen Operationen eingesetzt, die vor anderen zweifelhaften oder feindlich gesonnenen Fraktionen der  Washingtoner Bürokratie verborgen werden mussten. Zu diesen Operationen gehörten die illegalen Waffenlieferungen an den Iran, aber auch andere Aktivitäten, von denen einige heute noch nicht bekannt sind, sich aber möglicherweise gegen Schweden unter seinem Ministerpräsidenten Olof Palme richteten. [52] Flashboard, Amerikas Notfallnetzwerk in den 1980er-Jahren, war zwischen 1984 und 1986 die Bezeichnung für eben jenes umfassende Notfallnetzwerk zur Gewährleistung der Handlungsfähigkeit der Regierung, das im Geheimen seit 20 Jahren mit Milliardenaufwand durch eine Arbeitsgruppe geplant wurde, zu der auch Cheney und Rumsfeld gehörten. Am 11. September wurde dieses Netzwerk, an dem die beiden Männer so viele Jahre lang gearbeitet hatten, wieder aktiviert. [53]

Diese Doomsday-Planungen können bis auf das Jahr 1963 zurückverfolgt werden, als Jack Crichton, Leiter der 488. Reserveeinheit des Militärgeheimdienstes in Dallas, an diesen Planungen in seiner Funktion als Chef der nachrichtendienstlichen Abteilung des Zivilschutzes, die von einer unterirdischen Notfalloperationszentrale aus arbeitete, beteiligt war. Wie Russ Baker berichtet, »[war die Zentrale] vollständig mit Kommunikationsgeräten ausgestattet, da sie für Maßnahmen im Zusammenhang mit dem COG-Programm vorgesehen war«. [54] Aus einer Rede anlässlich der Eröffnung des Zentrums 1961 lassen sich weitere Einzelheiten entnehmen:

»Diese Notfalloperationszentrale [in Dallas] ist Teil der bundesweiten Planungen, Regierungsbehörden auf Bundes-, bundesstaatlicher und lokaler Ebene in einem Kommunikationsnetzwerk miteinander zu verbinden, von dem aus Hilfsmaßnahmen im Falle lokaler oder nationaler Notfälle geleitet werden können. Es ist ein lebenswichtiger Bestandteil des funktionsbereiten nationalen, bundesstaatlichen und lokalen Überlebensplans.« [55]

Auch Crichton gehört also mit anderen Worten wie James McCord, Oliver North, Donald Rumsfeld und Dick Cheney nach ihm zu dem, was in den 1980er-Jahren als Doomsday-Projekt bekannt wurde. Aber 1988 wurden die Vorgaben des Projektes wesentlich erweitert: Es ging jetzt nicht mehr nur um die Vorbereitung für den Fall eines Nuklearangriffs, sondern um die effektive Aussetzung der Amerikanischen Verfassung im Falle jeden Notstandes. [56] Diese Veränderung erlaubte die Einführung von COG im Jahr 2001. Zu dieser Zeit hatte sich das Doomsday-Projekt in eine, wie es die Washington Post nannte, »Schattenregierung« verwandelt, die sich auf der Grundlage seit Langem laufender ›operationeller Planungen zur Gewährleistung [der Regierungsarbeit]‹ entwickelt hatte«. [57]

Offensichtlich stellt das Büro für Notfallvorsorge und Gefahrenabwehr (OEP), das zwischen 1961 und 1968 als Büro für Notfallplanung  bekannt war, einen gemeinsamen Nenner für die Schlüsselpersonen in praktisch allen strukturellen Ereignissen dar, um die es hier geht. Es ist ein weiter Weg zu der Feststellung, dass das OEP selbst (zusätzlich zu den hier erwähnten Personen) daran beteiligt war, dass es zu diesen Ereignissen kommen konnte. Aber ich bin überzeugt, dass die alternativen Kommunikationsnetzwerke, die zuerst im OEP (später als Teil von Projekt 908) untergebracht waren, eine wichtige Rolle bei mindestens drei dieser Ereignisse spielten: der Ermordung John F. Kennedys, der Iran-Contra-Affäre und den Ereignissen des 11. September.

Im Falle des 11. September kann man dies sehr leicht zeigen. Es wird allgemein eingeräumt, dass die COG-Planungen des Doomsday-Projektes von Cheney am 11. September in Kraft gesetzt wurden, offenbar schon bevor das letzte der vier entführten Flugzeuge abgestürzt war. [58] Die 9/11-Kommission konnte keine Unterlagen zu den wichtigsten Entscheidungen finden, die Cheney an diesem Tag getroffen hatte, was darauf schließen lässt, dass sie möglicherweise über die »sicheren Telefonleitungen« im Tunnel übermittelt wurden, der zum Präsidentenbunker führt – diese Telefonate unterliegen einer so hohen Geheimhaltungsstufe, dass der Kommission die Unterlagen über die Gespräche niemals vorgelegt wurden. [59] Es ist anzunehmen, dass es sich um ein COG-Telefon handelte.

Es ist unklar, ob diese »sicheren Telefone« im Verbindungstunnel des Weißen Hauses zum Geheimdienst gehören oder (wie man erwarten könnte) Teil des sicheren Netzwerkes der Behörde sind, die für die Kommunikationseinrichtungen des Weißen Hauses verantwortlich ist – der White House Communications Agency (WHCA). Ist dies der Fall, haben wir es hier mit einer augenfälligen Verbindung zwischen dem 11. September und der Ermordung John F. Kennedys zu tun. Die WHCA brüstet sich auf ihrer Internetseite damit, bei der Dokumentation der Ermordung Kennedys eine »wichtige Rolle« gespielt zu haben. [60] Es ist aber unklar, von wem diese Dokumentation erstellt wurde, da der Warren-Kommission die WHCA-Logbücher und -Abschriften nicht zugänglich waren. [61]

Der Geheimdienst hatte ein tragbares WHCA-Funktelefon im Führungswagen des Präsidentenkonvois eingebaut [62], das sich in ständigem Kontakt mit dem Polizeifunkgerät im Polizeifahrzeug an der Spitze des Konvois befand, in dem der Polizeibeamte und Vizechef der 488. Reserveeinheit des Militärgeheimdienstes, Lumpkin, saß. [63] Die Aufzeichnungen des WHCA-Funkverkehrs im Konvoi wurden der Warren-Kommission, dem Ausschuss des Repräsentantenhauses zu Attentaten oder dem Ausschuss zur Überprüfung der Aufzeichnung bei Mordanschlägen, dem Assassination Records Review Board (ARRB), niemals vorgelegt.[64] [Diese erst 1992 gegründete Behörde hat die Aufgabe, alle Regierungsunterlagen im Zusammenhang mit der Ermordung Präsident Kennedys zu sammeln und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.] Daher wissen wir nicht, ob sie einige der Unregelmäßigkeiten [des Funkverkehrs] auf den beiden Kanälen des Polizeifunks in Dallas erklären könnten. Sie könnten möglicherweise einiges Licht auf die Tonbandaufzeichnungen eines Anrufs unbekannter Herkunft an die Polizei in Dallas werfen, in dem es um einen Tatverdächtigen geht, dessen Beschreibung (Gewicht und Größe) überhaupt nicht auf Oswald passt, wie sie in den Unterlagen des FBI und der CIA festgehalten ist. [65]

Heute im Jahr 2011 leben wir immer noch in dem Ausnahmezustand, den Präsident George W. Bush nach den Anschlägen vom 11. September verhängte. Einige COG-Bestimmungen sind immer noch in Kraft und wurden von der Regierung Bush im Rahmen des Präsidialdekrets 51 (PD-51) vom Mai 2007 noch verschärft. In einem Kommentar zur PD-51 berichtete die Washington Post damals: »Nach den Anschlägen vom 11. September wies Präsident Bush an die 100 zivile hochrangige Regierungsmitarbeiter (darunter auch Cheney) an, sich heimlich im Wechsel für einige Wochen oder sogar Monate in [COG]-Örtlichkeiten außerhalb Washingtons zurückzuziehen, um das Überleben der Nation zu gewährleisten. Diese Schattenregierung war auf der Grundlage seit Langem laufender Planungen entstanden, wie die Handlungsfähigkeit der Regierung im Krisenfall gesichert werden könnte.« [66]

Es ist anzunehmen, dass diese »Schattenregierung« seit Langem verfolgte COG-Projekte wie die unbefugte Überwachung (ohne richterlichen Beschluss) »endlich« zum Abschluss brachte und legitimierte. Dies geschah teilweise im Rahmen des USA-PATRIOT-Gesetzes, dessen umstrittene Bestimmungen bereits von Cheney und anderen in Kraft gesetzt worden waren, noch bevor das Gesetz den Kongress am 12. Oktober erreichte. [67] [USA PATRIOT Act ist die Abkürzung für Uniting and Strengthening America by Providing Appropriate Tools Required to Intercept and Obstruct Terrorism Act of 2001, zu Deutsch etwa: »Gesetz zur Stärkung und Einigung Amerikas durch Bereitstellung geeigneter Instrumente, um Terrorismus aufzuhalten und zu blockieren«.] Zu anderen COG-Projekten, die in Kraft gesetzt wurden, gehören die Militarisierung der Überwachungsmaßnahmen im Inland, die NORTHCOM unterstellt wurden [NORTHCOM wurde im Jahre 2002 als Regionalkommandozentrum für Nordamerika geschaffen und soll darüber hinaus zivile und militärische Behörden in Fragen der Heimatverteidigung unterstützen.], und das Projekt Endgame (»Endspiel«) des Heimatschutzministeriums, bei dem es sich um ein auf zehn Jahre angelegtes Vorhaben zum Ausbau von Internierungslagern handelt. Allein im Haushaltsjahr 2007 belaufen sich die dafür im Haushalt eingestellten Ausgaben auf 400 Millionen Dollar. [68]

Ich möchte daher eine Empfehlung an die Occupy-Bewegung aussprechen, die zu Recht über die Exzesse der Reichenwirtschaft an der Wall Street in den vergangenen drei Jahrzehnten aufgebracht ist. Sie sollte die Aufhebung des Ausnahmezustands fordern, der seit 2001 verhängt ist, und nach dessen Maßgabe seit 2008 eine Kampfbrigade der amerikanischen Streitkräfte permanent in den USA stationiert wurde, um bei »inneren Unruhen und unkontrollierten Massenaufläufen« hilfreich bereitzustehen. [69]

Diejenigen, die die Demokratie schätzen, müssen sich jetzt dafür einsetzen, zu verhindern, dass die sich anbahnende politische Krise durch ein militärisches Eingreifen »gelöst« wird.

Lassen Sie mich zum Schluss deutlich machen, dass die amerikanische Politik seit einem halben Jahrhundert durch die ungelösten Fragen im Zusammenhang mit der Ermordung Präsident Kennedys eingeschränkt und deformiert wurde. In einer Denkschrift des damaligen Staatssekretärs im Justizministerium, Nicholas Katzenbach, vom 25. November 1963 heißt es, es gelte jetzt, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass »Oswald der Täter ist« und dass er keine Komplizen gehabt habe. [70] Diese Vorgabe wurde noch wichtiger, nachdem diese fragwürdigen Behauptungen von der Warren-Kommission, dem amerikanischen Establishment und den etablierten Medien übernommen wurden. Sie besaßen für alle folgenden Regierungen, einschließlich der heutigen, beschämenderweise unantastbare Gültigkeit. So ist im amerikanischen Außenministerium unter Obama ein Mitarbeiter (Todd Leventhal) offiziell unter anderem damit beschäftigt, die Theorie eines Einzeltäters gegen die sogenannten »Verschwörungstheorien« zu verteidigen. [71]

Wenn Oswald kein Einzeltäter war, sollte es uns nicht überraschen, dass sich eine [personelle] Kontinuität bei denjenigen aufzeigen lässt, die die Berichte über Oswald 1963 manipulierten, und denjenigen, die die amerikanische Politik seit Watergate über Tiefenereignisse manipuliert haben. Seit dem tiefgreifenden Ereignis von 1963 beruht das politische System Amerikas auf einer Lüge – einer Lüge, die durch nachfolgende Tiefenereignisse immer wieder bewahrt wurde. [72]

 

___________________________

 

Anmerkungen/Endnoten:

 

* Unter »deep events« (hier als »tiefgreifende Ereignisse« oder »Tiefenereignisse« übersetzt) versteht Peter Dale Scott nach eigenen Angaben »die traumatischen und unerwarteten Episoden, die in unserer Geschichte immer wieder vorkommen und sie grundlegend verändern, allerdings immer zum Schlimmeren. Diese ›tiefgreifenden Ereignisse‹ können niemals angemessen untersucht oder verstanden werden, weil sie eine geheimdienstliche Dimension aufweisen, die sowohl seitens der Regierung, als auch seitens der etablierten Medien zu einem gesellschaftlich auferlegten Mantel des Schweigens führt.« (»The Assassinations of the 1960s as ›Deep Events‹«, 17. Oktober 2008)

 

[51] Peter Dale Scott, »North, Iran-Contra, and the Doomsday Project: The Original Congressional Cover Up of Continuity-of-Government Planning«, in: Asia-Pacific Journal: Japan Focus, 21. Februar 2011; vergleiche dazu: Peter Dale Scott, »Northwards Without North: Bush, Counterterrorism, and the Continuation of Secret Power«, in: Social Justice, San Francisco, Ausgabe XVI, 2 (Sommer 1989), S. 1–30; Peter Dale Scott, »The Terrorism Task Force«, in: Covert Action Information Bulletin, 33 (Winter 1990), S. 12–15.

[52] Peter Dale Scott und Jonathan Marshall, Cocaine Politics: Drugs, Armies, and the CIA in Central America, Berkeley, 1998, S. 140–141 und S. 242 (Iran usw.); Ola Tunander, The secret war against Sweden: US and British submarine deception in the 1980s, S. 309 (Schweden).

[53] Scott, The Road to 9/11, S. 183–187.

[54] Russ Baker, Family of Secrets, S. 121.

[55] Erklärung von Oberst John W. Mayo, Vorsitzender der Kommission für städtischen und ländlichen Zivil- und Katastrophenschutz anlässlich der Einweihung der Notfalloperationszentrale im Fair Park, 24. Mai 1961. Im Städtischen Archiv von Dallas finden sich meterweise Unterlagen zur Zivilschutzbehörde, ein Suchverzeichnis ist online verfügbar. Ich hoffe, ein interessierter Forscher nimmt sich einmal dieses Materials an.

[56] Scott, The Road to 9/11, S. 183–187.

[57] Washington Post, 10. Mai 2007.

[58] 9/11 Report, S. 38, 326, 555 (Anmerkung 9); Peter Dale Scott, The Road to 9/11: Wealth, Empire, and the Future of America, S. 224.

[59] Scott, Road to 9/11, S. 226–230. In einer Anmerkung des 9/11 Reports (S. 555, Anmerkung 9) heißt es:

»Die krisenhaften Ereignisse des 11. September stellten die amerikanischen Regierungsplanungen und -Ressourcen auf die Probe, die die Kontinuität der verfassungsmäßigen Regierung und der Regierungsarbeit gewährleisten sollten. Wir haben diesen Aspekt nur dann untersucht, wenn er zum Verständnis der Handlungen und Kommunikationen führender Regierungsvertreter am 11. September notwendig war. Der Vorsitzende, sein Stellvertreter und hochrangige Stabsmitglieder wurden über die allgemeine Natur und die Inkraftsetzung dieser Regelungen informiert.«

In anderen Anmerkungen wird bestätigt, dass keine Informationen aus COG-Unterlagen zur Untermauerung des 9/11-Berichts herangezogen wurden. Diese Unterlagen könnten mindestens dazu beitragen, das Geheimnis um den nicht dokumentierten Telefonanruf zu lüften, mit dem COG-Maßnahmen in Kraft gesetzt und gleichzeitig (als Folge) entschieden wurde, Bush solle zunächst nicht nach Washington zurückkehren. Ich bin der Ansicht, sie könnten uns noch weit mehr verraten.

[60] White House Communications Agency, Signal Corps Regimental History.

[61] Der Stab der Warren-Kommission war vom Geheimdienst über die Anwesenheit der WHCA in Dallas informiert worden. (17 WH 598, 619, 630, etc.)

[62] Erklärung des Geheimdienstmitarbeiters Winston Lawson, 17 WH 630 (WHCA Funk).

[63] Pamela McElwain-Brown, »The Presidential Lincoln Continental SS-100-X«, in: Dealey Plaza Echo, Band 3, Ausgabe 2, S. 23 (Polizeifunk); Scott, Deep Politics and the Death of JFK, S. 272–275 (Lumpkin).

[64] In den 1990ern übergab die WHCA dem Assassination Records Review Board (ARRB) Unterlagen, die Kommunikationen zwischen Dallas und Washington vom 22. November betrafen (NARA #172-10001-10002 to NARA #172-10000-10008). Das ARRB versuchte darüber hinaus, die unbearbeiteten Tonbänder von Gesprächen im Präsidentenflugzeug Airforce One während des Rückflugs am 22. November 1963 von Dallas aus, zu erhalten. (Eine bearbeitete und gekürzte Fassung dieser Gespräche wurde in den 1970er-Jahren von der Lyndon-Baines-Johnson-Bibliothek in Austin veröffentlicht.) Dies gelang aber nicht: »Die wiederholten schriftlichen und mündlichen Nachfragen an die WHCA bleiben erfolglos. Die WHCA war nicht in der Lage, irgendwelche Aufzeichnungen vorzulegen, die die Herkunft der bearbeiteten Bänder erhellten.« Siehe dazu: Assassinations Records Review Board: Final Report, Kapitel 6, Teil 1, S. 116. Im November 2011 berichtete die Nachrichtenagentur AP, General Chester Cliftons persönliche Kopie der Aufzeichnungen aus Airforce One sei zu einem Preis von 500.000 Dollar zum Verkauf angeboten worden. (AP, 15. November 2011).

[65] Siehe dazu: Scott, War Conspiracy (2008), S. 347–348 und 385–387.

[66] Washington Post, 10. Mai 2007.

[67] Dick Cheney, In My Time: A Personal and Political Memoir, New York, 2011, S. 348: »Nach den Anschlägen am 11. September versuchten wir als Erstes, die Verteidigungsfähigkeit unseres Landes zu stärken, indem wir dafür sorgten, dass das PATRIOT-Gesetz schnell verabschiedet wurde. Im Oktober wurde es mit der Unterschrift des Präsidenten in Kraft gesetzt.«; »Fragen und Antworten zum Beginn der Inlandsspionageprogramme«.

[68] Scott, The Road to 9/11, S. 236–245; Peter Dale Scott, »Is the State of Emergency Superseding our Constitution? Continuity of Government Planning, War and American Society«, 28. November 2010.

[69] »Brigade homeland tours start Oct. 1«, in: Army Times, 30. September 2008. Bis 1971 standen als Teil des Notstandsplans Garden Plot nur zwei Brigaden (4.800 Soldaten) für den Fall ziviler Unruhen in ständiger Bereitschaft.

[70] Memorandum for Mr. Moyers vom 25. November 1963, FBI 62-109060, Abschnitt 18, S. 29. Siehe dazu auch: Nicholas Katzenbach, Some of It Was Fun, New York, 2008, S. 131–136.

[71] Leventhals offizielle Amtsbezeichnung ist (oder war) »Leiter der Abteilung gegen Falschinformationen, Amerikanisches Außenministerium«. 2010 stellte das Außenministerium »eine offizielle Internetseite vor, um Verschwörungstheorien entgegenzutreten … Auf der Internetseite »Verschwörungstheorien und Falschinformation« … wird behauptet, das Lee Harvey Oswald als Einzeltäter John F. Kennedy ermordete, und dass das Pentagon am 11. September nicht von einem Marschflugkörper getroffen wurde.« (Daily Record [Schottland], 2. August 2010. Die Seite gibt es immer noch. Es heißt dort plakativ: »Verschwörungstheorien blühen im Bereich der Gerüchte, in dem der Einbildungskraft freier Lauf gelassen wird, Ängste über Tatsachen triumphieren und Beweise ignoriert werden.« Auf der Seite werden immer noch Theorien zum 11. September kritisiert, aber eine Seite, die sich mit der Kennedy-Ermordung beschäftigte, wurde stillgelegt. Siehe dazu auch: Robin Ramsay, »Government vs Conspiracy Theorists: The official war on ›sick think‹«, in: Fortean Times, April 2010; »The State Department vs ›Sick Think‹ – The JFK assassination, 9/11, and the Tory MP spiked with LSD«, in: Fortean Times, Juli 2010; William Kelly, »Todd Leventhal: The Minister of Diz at Dealey Plaza«, in: CTKA, 2010.

[72] Zu Nixons Empfindlichkeit in Bezug auf die Kennedy-Ermordung und wie ihn dies zu einigen Intrigen veranlasste, die dann unter der Sammelbezeichnung »Watergate« bekannt wurden, siehe: Scott, Hoch und Stetler, The Assassinations, S. 374–378; Peter Dale Scott, Crime and Cover-up, Santa Barbara, 1993, S. 33 und S. 64–66.

 

 


 

 

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