Mittwoch, 7. Dezember 2016
26.03.2014
 
 

Obama bedeutet Krise und Krieg: Interview mit Gerhard Wisnewski über den Tarpley-Bestseller Barack Obama – Wie ein US-Präsident gemacht wird

Ralf Wurzbacher

Fünf Jahre ist es her, da erschien im KOPP-Verlag ein richtungweisendes Buch: Barack Obama – wie ein US-Präsident gemacht wird von Webster Griffin Tarpley. Gerhard Wisnewski hatte das Buch damals bei KOPP untergebracht und es redaktionell an deutsche Verhältnisse angepasst. In dem Buch kritisiert Tarpley – ein in den USA bekannter Linker – Obama, wie er selbst schreibt, »von links«. Ausdrücklich warnte er vor Obamas aggressiver Strategie gegenüber Russland, die damals für die meisten noch gar nicht absehbar war. In dem Buch wird die derzeitige Krise in der Ukraine bereits vorgezeichnet. Leider ist es zwar vergriffen, aber das damalige Gespräch mit dem Redakteur und Literaturagenten des Buches, Gerhard Wisnewski, gibt es noch. Aus aktuellem Anlass drucken wir es hier nochmals ab.

Wurzbacher: Barack Obama wird neuer US-Präsident. Glaubt man dem US-amerikanischen Historiker und Geheimdienstexperten Webster Griffin Tarpley, dann wurde er »gemacht«. Wie und von wem?

 

Wisnewski: Tarpley hält Barack Obama für linken oder liberalen Etikettenschwindel. Obama studierte bis 1983 an der Columbia University, New York. Kritiker nennen diese Zeit die »lost years«, weil Obama darüber strengstes Stillschweigen wahrt. Was genau er dort gemacht hat und warum er darüber nicht redet, wissen wir nicht.

 

Wir wissen nur, dass er dort Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen studierte und eine Arbeit über die atomare Abrüstung der Sowjets verfasste. Experte für dieses Thema an der Columbia war damals ein Professor und Präsidentenberater, der bis heute als unverbesserlicher Kriegsfalke und Russenhasser gilt, nämlich der gebürtige Pole Zbigniew Brzeziński.

 

Wurzbacher: Wofür steht Brzeziński und was beinhaltet sein außenpolitisches Sündenregister?

Wisnewski: Zunächst mal ist von Bedeutung, dass derselbe Russenfeind und Kriegstreiber heute Barack Obamas außenpolitischer Berater ist. Brzeziński ist ein führender Mann der Trilateralen Kommission, welche die Kräfte Europas, Japans und der USA bündelt. Daran merkt man schon, wer hier außen vor steht, nämlich Russland. Brzeziński steht für eine kompromisslose Linie gegenüber Russland und gilt als Provokateur für den – letztlich fatalen – Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan 1979.

 

Wurzbacher: Was lassen solche Hintergründe für die Zukunft der US-Außenpolitik befürchten?

 

Wisnewski: Obama wird den Konflikt vermutlich weg von Iran und Irak in Richtung Russland und China verlagern, was viel gefährlicher ist.

 

Wurzbacher: Wie könnte eine kommende Krise aussehen?

 

Wisnewski: Obamas Vize Joe Biden hat in dieser Richtung bereits dunkle Andeutungen gemacht. Er meinte, Obama könne schon bald vor einer ähnlichen Krisensituation stehen wie einst Kennedy in der Kuba-Krise. Damals drohte eine atomare Konfrontation zwischen dem Warschauer Pakt und der NATO. Natürlich wird der »gute Obama« dabei als Opfer dastehen und die ganze Welt hinter sich vereinigen wollen, wie damals Bush nach dem 11.9. Das Gefährliche daran ist, dass Obama dies aufgrund seiner künstlich geschaffenen Popularität sehr viel besser gelingen wird.

 

Wurzbacher: Tarpley meint, Brzeziński ziehe bereits seit Längerem die Strippen in Washington. Woran macht er das fest?

 

Wisnewski: Tarpley sieht in der Krise zwischen Russland und dem westlich orientierten Georgien bereits einen Vorgeschmack auf das, was durch die Machtübernahme Brzezińskis – des eigentlichen Hintermannes von Obama – noch kommen könnte. Es fällt auch auf, dass die USA seit Wochen Pakistan angreifen, ebenfalls ein Obama-Brzeziński-Konzept.

 

Wurzbacher: Obama gilt für Afroamerikaner und die Armen als großer Heilsbringer. Auch das könnte sich laut Tarpley als Trugschluss erweisen.

 

Wisnewski: Erstens: Obama bedeutet sehr wahrscheinlich Krise und Krieg. Zweitens: Die höchsten Wahlkampfspenden für Obama kamen aus dem Finanzsektor. Drittens: Obamas Wirtschaftsberater haben sich gegenüber den kleinen Leuten ziemlich gnadenlos gezeigt. So lehnten sie im letzten harten Winter bei sehr hohen Heizölpreisen finanzielle Heizbeihilfen für Bedürftige ab. Sie sperrten sich auch gegen ein Zinsmoratorium für von der Zwangsversteigerung bedrohte Hausbesitzer.

 

Wurzbacher: Danke für das Interview.

 

 

 


 

 

 

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