Dienstag, 27. Juni 2017
30.09.2009
 
 

Schwerer Schlag für die Russen? Bruchstücke des Hitler-Schädels sind die einer Frau!

Thomas Mehner

Es ist noch gar nicht lange her, da wurde von russischer Seite (und nicht nur von dieser) behauptet, Teile des Schädels von Adolf Hitler lägen in Moskau. Sie seien der unumstößliche Beweis für die »Tatsache«, dass sich Hitler im Bunker der Reichskanzlei umgebracht habe und dann von seinen Getreuen verbrannt worden sei. Die Wahrheit sieht aber, wie so oft, etwas anders aus …

Der Spiegel schrieb dazu im April des Jahres 2000: »1993 hatte Russland erklärt, es sei in Besitz eines 1946 bei erneuten Grabungen vor dem Hitler-Bunker entdeckten Schädelstücks. Einige westliche Experten zweifelten jedoch an dieser Darstellung. Das Archiv hat russische Gerichtsmediziner beauftragt, Beweise für die eindeutige Identifizierung des Bruchstücks zu finden.«

Von den Ergebnissen der russischen Untersuchungen hörte man – sofern sie denn überhaupt stattfanden – bislang nichts. Vor Kurzem jedoch entnahm der amerikanische Archäologe Nick Bellantonti (Universität Connecticut) einige Proben aus dem »Hitlerknochen« und schickte diese der Genetikerin Linda Strausbaugh. Das Ergebnis ihrer Untersuchungen ist erstaunlich: Die Knochenstruktur der Probe gehört zu einer Frau im Alter von 20 bis 40 Jahren.

Nun bedeutet dieses Ergebnis nicht, dass Hitler nicht in der Reichskanzlei starb. Es zeigt aber, dass die bisherigen Erklärungen und kriminaltechnischen Analysen, die im Zusammenhang mit Hitlers Ende immer wieder ins Feld geführt wurden, mit Vorsicht zu genießen sind. Peinliches Detail: Selbst der russische Diktator mit georgischer Herkunft Josef Stalin glaubte nicht an Hitlers Tod. Verschwörungstheorie? Verfolgungswahn? Tatsache? Nun, die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende, der Widersprüche gibt es genug und das aktuelle Beispiel zeigt, dass das, was man gestern noch als Wahrheit verkaufte, heute schon eine Lüge ist.

Die Russen selbst waren nach Bekanntwerden dieser Information um Schadensbegrenzung bemüht. Der stellvertretende Leiter des Staatsarchivs Russlands, Wladimir Koslow, entgegnete auf entsprechende Fragen: »Keiner hat behauptet, dass das Hitlers Schädel ist! In unserer Akte steht geschrieben: ›Vermutlich Hitlers Schädelfragment‹. Es ist eine Falschmeldung zu behaupten, dass dieses Fragment, das ein Jahr nach der Kremation entdeckt wurde, nach unserer Ansicht Hitler gehöre«, sagte Koslow. Und weiter: »Man sollte keinem die Behauptung unterstellen, dass dieser Schädel der einzige Beweis für Hitlers Suizid sei«, so Koslow weiter.

Gut, Herr Koslow, wollen wir nur hoffen, dass die anderen Beweise nicht auch von der »Qualität« des Hitler-Schädelbruchstückes sind …

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