Thüringen: Suche nach unbekannten unterirdischen Anlagen im AWO-Gebiet?
Thomas Mehner
Kurz vor Weihnachten 2007 wurden im AWO-Dreieck (AWO = Arnstadt–Wechmar–Ohrdruf) westlich von Arnstadt nahe der Gemeinde Bittstädt zwei geologische Bohrungen niedergebracht.

Hintergrund: Suche nach in diesem Gebiet vermuteten Untergrundanlagen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, die im Zusammenhang mit der in Thüringen vermuteten unterirdischen Hochtechnologiezone stehen, in der die »Wunderwaffen der zweiten Generation« entwickelt wurden.
Die Exploration war amtlich genehmigt worden und sorgte für einiges Aufsehen, selbst das Thüringen Journal (abendliche TV-Sendung mit aktuellen Meldungen) des Mittel Deutschen Rundfunks (MDR) berichtete in einem Kurzbeitrag darüber. Tenor: Man überprüfe gewisse »Mythen« im Zusammenhang mit dem Bernsteinzimmer bzw. Atomversuchen der Nazis in diesem Gebiet bei Kriegsende – eine typische Medienfloskel aufgrund nicht vorhandener Informationen und Sachkenntnis. Auch andere Medienberichte waren kaum konkreter.
Nach bisher vorliegenden, teils unbestätigten Informationen wurde bei den Bohrungen nichts Verdächtiges gefunden. Das war auch, bei Kenntnis der Gesamstituation und Umstände, nicht zu erwarten. Laut Thüringen Journal sollen künftig weitere Bohrungen folgen.
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