Friday, 30. September 2016
13.06.2015
 
 

So bleiben sie gesund und schlank – Chemikalien schlimmer als Kalorien

Amy Goodrich

Seit Jahren zählen wir mit Hingabe Kalorien, um das Gewicht zu halten und gesund zu bleiben. Von den Kalorienangaben auf der Verpackung sind wir regelrecht besessen – und vergessen, worauf es wirklich ankommt.

 

Wie die Zeitung USA Today kürzlich meldete, werden die Nährwertangaben für 700 000 abgepackte Lebensmittel in nächster Zeit überarbeitet. Da die Zahl der Übergewichtigen und Fettleibigen ständig wächst, solle den Kunden bewusst gemacht werden, was und wie viel sie essen. Der Schwerpunkt werde auf Kalorien, zugefügte Zucker und realistische Portionsgrößen gelegt.

 

Natürlich ist es gut, diese Angaben, besonders über zugesetzte Zucker, deutlicher zu machen, damit die Verbraucher merken, wie viel Zucker sie eigentlich essen, aber eines bleibt außen vor. Dr. Sally Norton, Spezialistin für gesundes Abnehmen, hält es für wichtiger, auf die Chemikalien im Essen zu achten als auf die Kalorien.

 

»Das Kalorienzählen allein hilft nicht, das Gewicht unter Kontrolle zu halten. Und wenn wir unsere Aufmerksamkeit allein darauf richten, wie viele Kalorien wir zu uns nehmen, achten wir nicht auf das andere Zeug in unserem Essen: zu viel Fett und Zucker und – oftmals ignoriert – Chemikalien«, sagte sie in der britischen Zeitung Daily Mail.

 

Vorbei sind die Zeiten der Energiebilanz oder der Aufnahme von unerwünscht vielen Kalorien. Wissenschaftler erkennen, warum wir trotz ununterbrochenen Kalorienzählens weiter zunehmen. Zu ihrer Überraschung sind Kalorien gar nicht der Hauptübeltäter, schlimmer sind die Giftstoffe in unserem Essen.

 

Mehrere Studien haben gezeigt, dass Chemikalien, die in den Hormonhaushalt eingreifen, wie Bisphenol A, Phthalate, Mononatriumglutamat (MSG), Aspartam und bestimmte Pestizide die Insulinbildung stören und die Art, wie Neuronen unser Essverhalten steuern, beeinträchtigen. Dadurch steigt das Risiko von Fettleibigkeit und damit in Verbindung stehenden Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Störungen.

 

Über Jahre hinweg hat man uns weisgemacht, die »zuckerfreien« oder »fettarmen« Versionen unserer Lieblingsspeisen seien eine gesündere Wahl.

 

Chemikalien wie Farbstoffe, Süßstoffe und Konservierungsstoffe werden zugesetzt, um das Essen appetitlicher aussehen zu lassen und den Geschmacksverlust auszugleichen, der mit dem Entzug von Fett und Wasser einhergeht.

 

»Einige Studien ergaben, dass uns chemisch hergestellte Süßstoffe verleiten können, mehr zu essen, sodass wir stärker zunehmen, als wenn wir richtigen Zucker äßen. Damit soll allerdings nicht gesagt sein, Zucker sei gesund«, betont Dr. Norton in der Daily Mail.

 

Es ist an der Zeit, nicht mehr auf den Kaloriengehalt zu achten und stattdessen die Chemikalien und zugesetzten Zucker zu zählen, die wir uns in den Mund stecken. Das sind die wahren Teufel, die Gesundheit und Wohlergehen bedrohen.

 

Essen Sie weniger verarbeitete Lebensmittel und greifen Sie stattdessen zu frischen, selbst zubereiteten Bio-Produkten wie Obst, Gemüse, Samen, Nüsse und Vollkorngetreide. Dauerhafter Gewichtsverlust und Gesundheit sind eine angenehme Begleiterscheinung einer solchen Ernährung.

 

Dr. Norton: »Und wenn das noch nicht reicht: Wenn wir auf abgepackte, verarbeitete Lebensmittel verzichten, tun wir auch etwas für die Umwelt – aus meiner Sicht schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe.«

 

 

 

Quellen:

 

dailymail.co.uk

usatoday.com

endocrine.org

naturalnews.com

 

 

 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (8) zu diesem Artikel

02.08.2015 | 11:30

Manirosu

Nervöse Erregung, nicht Kraft

"Du bist hochgradig nervös und reizbar. Schwarzer Tee führt zur Überreizung der Nerven, Bohnenkaffee betäubt das Gehirn. Beide Mittel sind sehr schädlich. Sei in deiner Ernährung sorgfältig. Iß nur ganz gesunde, nahrhafte Speisen und bewahre Ruhe. Dann wirst du dich nicht so aufregen und in Leidenschaft verfallen."

Testimonies for the Church Vol. 4, 365; 1879


16.06.2015 | 10:25

edmundotto

Sehr richtig, was Sie da schreiben @livia. Zu vielen Mitmenschen ist das Grün ihres Rasens wichtiger als selbst angebautes Gemüse und für das Auto wird ein 15 Euro kostendes Öl gekauft, während auf dem Tisch Supermarktöl für 2 Euro steht. Dann noch Fertignahrung aus der Mikrowelle und der Gang zum Arzt ist nur noch eine Frage der Zeit. Nahrung ist Medizin!


14.06.2015 | 22:08

Udo Heinz

Ich habe keine Ehe-Hausfrau und gehe einer geregelten Arbeit nach, versorge meine 86-jährige Mutter und habe Haus und Garten aus dem ich mich im Sommer ernähre. Zur Ernährung gehört auch gutes Essen. Nicht eingeschweißt oder In der Mikrowelle bereitet, nein selber gekocht und das auf einem Niveau das mit jeder guten Gaststätte locker mithalten könnte. Also einfach mal den Finger ziehen und arbeiten und leben wie Generationen vor uns. Selbst ist der Mann und Frauen sollte man...

Ich habe keine Ehe-Hausfrau und gehe einer geregelten Arbeit nach, versorge meine 86-jährige Mutter und habe Haus und Garten aus dem ich mich im Sommer ernähre. Zur Ernährung gehört auch gutes Essen. Nicht eingeschweißt oder In der Mikrowelle bereitet, nein selber gekocht und das auf einem Niveau das mit jeder guten Gaststätte locker mithalten könnte. Also einfach mal den Finger ziehen und arbeiten und leben wie Generationen vor uns. Selbst ist der Mann und Frauen sollte man nicht nur als Bedienung ansehen. Also von wegen keine Zeit. Einfach mal den Allerwertesten heben und wenn nicht im eigenen Garten, dann gibt es auch noch Wälder. Vorausgesetzt man hat ein klein wenig Ahnung und Lust. Und Fertigprodukte kommen von wenig Lust.


13.06.2015 | 20:51

N_K

So bleiben sie gesund und schlank – Chemikalien schlimmer als --//-- @ 13.06.2015 | 07:00 Isabel aus Vaduz: --//-- ************** Zu Ihrem völlig zutreffenden Beitrag paßt folgender Vierzeiler: --//-- .*** Des Onkel Doktors größte Not *** ist a) Gesundheit, b) der Tod. *** Drum hält er stets, damit ER lebe, *** uns zwischen beiden in der Schwebe.


13.06.2015 | 08:41

Livia

.... wenn wir auf der einen Seite die Hausfrau abschaffen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn immer mehr Fertigprodukte verbraucht werden, weil den Menschen einfach die ZEIT fehlt, sich ihre Nahrung (größtenteils) selbst anzubauen und zuzubereiten. Außerdem arbeitet da der Mensch am unrationellsten als Alleinstehender und verliert schnell die Lust. ----Noch vor 50 Jahren, als die meisten Ehefrauen Hausfrauen sein durften, wurde hinter dem Haus Gemüse und Obst angebaut, anstatt...

.... wenn wir auf der einen Seite die Hausfrau abschaffen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn immer mehr Fertigprodukte verbraucht werden, weil den Menschen einfach die ZEIT fehlt, sich ihre Nahrung (größtenteils) selbst anzubauen und zuzubereiten. Außerdem arbeitet da der Mensch am unrationellsten als Alleinstehender und verliert schnell die Lust. ----Noch vor 50 Jahren, als die meisten Ehefrauen Hausfrauen sein durften, wurde hinter dem Haus Gemüse und Obst angebaut, anstatt Gras. Man hat selber konserviert und gekocht und wußte was drin war. Ganz abgesehen von den weiteren sozialen und anderen Vorteilen der Hausfrau. Fertiglebensmittelangebote waren damals winzig und die entsprechende Industrie klein. Das wollte aber diese Industrie ändern und Vater Staat auch; denn bei der HAUSFRAUENARBEIT KASSIEREN STAAT und SOZIALKASSEN NICHT MIT! Deswegen wurde die den Frauen zuerst madig gemacht und heute (finanziell) verunmöglicht.


13.06.2015 | 07:00

Isabel aus Vaduz

Besonders heimtückisch ist die Chemie, die wir in Medikamenten zu uns nehmen. Da wird verschrieben und geimpft, was das Zeug hält, weil Pharmas, Apotheken, Ärzte und Krankenkassen verdienen wollen. Wieso gibt es sonst über Hunderte verschiedener Krankenkassen und viele Apotheken - die wollen alle gut vom Patienten leben, was nutzt denen ein gesunder Mensch.

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