Thursday, 30. June 2016
23.08.2010
 
 

Altchinesisches Heilmittel lindert Nebenwirkungen von Chemotherapie

Andreas von Rétyi

Ein bereits viele Jahrhunderte altes chinesisches Heilmittel hat sich laut neuen Forschungsergebnissen als wirkungsvoll gegen Nebenwirkungen moderner Chemotherapie erwiesen. Die Pflanzenmixtur wurde nun von Medizinern der Yale-Universität wiederentdeckt und soll bald vermarktet werden.

Wie das Fachblatt Science Translational Medicine in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, haben Wissenschaftler an der medizinischen Fakultät von Yale nun auf Grundlage alter Überlieferungen ein pflanzliches Präparat mit der Code-Bezeichnung PHY906 entwickelt, um es unterstützend bei stark belastenden, schulmedizinischen Krebsbehandlungen einzusetzen. Der Studie zufolge reduzierten die zunächst verwendeten Chemotherapeutika zwar die Ausdehnung von Tumoren, schädigten aber den Verdauungstrakt in erheblichem Maße.

Die von Dr. Yung-Chi Cheng geleitete Forschungsgruppe besann sich daraufhin eines alten chinesischen Heilmittels namens Huang Qin Tang, das traditionell zur Behandlung von Übelkeit, Durchfall und Erbrechen verwendet wurde. Die exotische Mischung beinhaltet unter anderem Pfingstrosen, Lakritze und die »Frucht des Bockshorn-Baumes«. Selbst unter den erschwerten Bedingungen eines durch Krebs geschwächten Organismus wirkt diese Arznei positiv, und zwar relativ schnell.

Bereits nach wenigen Tagen ließen sich in den Versuchen erste Heilprozesse feststellen. Es ist nicht das erst Mal, dass moderne Experimente mit jener chinesischen Medizin angestellt wurden. Erst kürzlich bestätigten Wissenschaftler deren Heilwirkung bei Schädigungen durch Chemotherapie bei Darmkrebspatienten. Die neue Studie geht allerdings weiter. Die altchinesische Pflanzenrezeptur wirkt demnach nicht nur lindernd, sie vermehrt auch die gesunden Darmzellen und beugt Entzündungen vor. Entscheidend dabei sei die aktive Wechselwirkung von PHY906 mit einem bakteriellen Körperenzym.

Die Ergebnisse liefern neue Hinweise darauf, dass die traditionelle chinesische Medizin ganz offenbar auch für Präparate zur Krebsbehandlung sehr wertvolle Modelle bereitstellt. Der Leiter der Studie beabsichtigt nun, die Forschungen weiter zu vertiefen, um die Geheimnisse der pflanzlichen Medizin besser verstehen zu lernen.

Natürlich gibt es da auch die wirtschaftliche Seite des Ganzen. Nicht umsonst warnen wohl die Yale-Forscher davor, dass viele pflanzliche Produkte im Umlauf seien, von denen lediglich behauptet werde, es handele sich um Huang Qin Tang. Doch könnten sie unwirksame oder sogar schädliche Ersatzstoffe enthalten und sollten nach Auskunft der US-Mediziner vermieden werden. Schließlich ist Dr. Yung-Chi Cheng auch der wissenschaftliche Gründer eines Unternehmens, der PhytoCeutica, Inc., das sich der Umwandlung traditioneller chinesischer Medizin in moderne Präparate verschrieben hat. Die beiden Autoren der Studie besitzen konsequenterweise Anteile an dieser Firma, außerdem ist die Yale-Universität bereits Inhaber eines Patents zur pflanzlichen Zusammensetzung von PHY906 und deren Anwendung in der Chemotherapie.

Dies alles spricht grundsätzlich nicht gegen Sinn und Nutzen des Wirkstoffs, demonstriert aber einmal mehr die üblichen Mechanismen und erinnert an den allgemeinen Wettbewerb, der in der Pharmaindustrie und im Krebsgeschäft auch nicht zu unterschätzen ist. Darunter leiden vor allem die alternativmedizinischen Präparate, die meist pauschal als »Placebomedizin« oder gar Scharlatanerie abgekanzelt werden. Dabei muss auch die Chemo zwangsläufig auf natürliche Komponenten und dabei auch pflanzliche Wirkstoffe zurückgreifen, wie beispielsweise beim Vincristin, das aus der rosafarbenen Vinca rosea gewonnen wird und in Verbindung mit anderen stark schädigenden Zytostatika bei fortgeschrittenem Ewing-Sarkom verabreicht wird.

Alternative pflanzliche Wirkstoffe wie verschiedene Mistelarzneien werden allerdings bis heute trotz zahlreicher gegenteilig positiver Studienergebnisse als unwirksam und bestenfalls lindernd eingestuft, allein schon wegen der normalerweise niedrigen Dosierung, obwohl selbst Patienten mit äußerst schlechter Prognose und nach Aufgabe durch die Schulmedizin damit noch wesentliche Erfolge verbuchen konnten.

Immer wieder stellt sich aber angesichts der geradezu jämmerlichen Erfolgsquoten der Chemotherapie die Frage, wie in aller Welt genau diese »Therapie« so selbstsicher propagiert werden kann, während effektivere Behandlungen verfemt werden. Aber Propaganda und ein Bombengeschäft machen’s eben möglich.

 

 


 

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