Tuesday, 27. September 2016
04.07.2014
 
 

Was ist Transfett? Definitionen und Warnungen

Aurora Geib

Viele, die eine Diät machen wollen, halten es für gut, als erstes auf Fett zu verzichten. Fett einschränken, Pfunde verlieren, richtig? In Wirklichkeit ist die Welt der Fette äußerst kompliziert. Es gibt gute und schlechte Fette, natürliche und unnatürliche. Alle wirken verschieden auf unseren Körper. Manche Fette sind für gute Gesundheit unerlässlich. Wir brauchen Fette in Form der essenziellen Fettsäuren. Wir brauchen Fett für die Absorption der fettlöslichen Vitamine E, A und D. Wir brauchen Fett, um die Haut gesund zu erhalten, und als langsamen Brennstoff, um den Blutzuckerwert auszugleichen.

 

Für Menschen, die auf den Cholesterinwert achten müssen, ist es unter Umständen schlecht, zu viel Fett aus der Ernährung zu streichen. Nach Angaben des Leitfadens Dietary Guidelines for Americans 2005 (1), den das US-Landwirtschaftsministerium herausgibt, kann sich eine zu fettarme Diät negativ auf den Cholesterin- und Triglyceridwert im Blut auswirken. Dasselbe Dokument empfiehlt eine Ernährung, bei der 20 bis 35 Prozent der täglichen Kalorien aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren stammen, wie sie sich in Nüssen, Fisch und Pflanzenölen finden.

 

Was ist Transfett?

 

Das klingt doch einfach genug, oder? Essen Sie möglichst wenig gesättigtes Fett aus rotem Fleisch und Milchprodukten und bevorzugen Sie gute Pflanzenöle. Aber leider sind nicht alle Pflanzenöle gleich – oder natürlich. Und damit sind wir bei den Transfetten.

 

Transfette erscheinen auf der Liste der Inhaltsstoffe von Lebensmitteln oft als »gehärtetes Pflanzenöl« oder »teilgehärtetes Pflanzenöl«. Pflanzenöle, wie beispielsweise das Olivenöl, sind ein wertvoller Bestandteil einer gesunden, natürlichen Ernährung, aber gehärtetes Pflanzenöl ist etwas ganz anderes.

 

Gehärtetes Pflanzenöl – oder Transfett – entsteht durch ein industrielles Verarbeitungsverfahren, bei dem flüssigem Pflanzenöl Wasserstoff zugesetzt wird. Das entstehende Produkt ist bei Raumtemperatur fest – denken Sie an festes, cremiges, weißes Backfett. Dieses feste Fett wird von Lebensmittelherstellern verwendet, weil es Speisen wie Kuchen und Plätzchen einen angenehmen Geschmack verleiht. Und außerdem verlängert es die Haltbarkeit. Anders als natürlichere Fette wird es auch ohne Kühlung nicht ranzig. Außerdem fühlen sich die Lebensmittel dadurch weniger fett an. Das ist gut für’s Marketing.

 

Die Geschichte der Transfette

 

Wie es in dem Artikel »A History of Trans Fats« (2), den die American Heart Association herausgegeben hat, heißt, wurde der Härtungsprozess in den späten 1890er Jahren von dem französischen Chemiker und Nobelpreisträger Paul Sabatier entdeckt. 1902 hatte der deutsche Wissenschaftler Wilhelm Normann das Verfahren patentieren lassen; er nahm Pflanzenöl und verwendete es in Lebensmitteln.

 

Festes Backfett eroberte schon bald die Ladenregale. Hausfrauen, denen die Gesundheit ihrer Angehörigen am Herzen lag, wurde erzählt, das haltbare Fett sei eine »reine«, gesunde Alternative zu Schmalz in Rezepten für Kuchen, Kekse und Plätzchen. Während der Nahrungsmittelknappheit im Zweiten Weltkrieg stand auf den meisten amerikanischen Abendbrottischen Margarine statt Butter.

 

Weil Transfette billig waren und als Konservierungsstoffe dienten, gaben es die Lebensmittelhersteller an immer mehr Dinge: Plätzchen, Chips, Donuts, Brot und sogar Erdnussbutter. Gesundheitsbewusste Verbraucher waren oft froh, wenn sie auf einem Etikett den Hinweis »gehärtetes Pflanzenöl« statt Butter oder Schmalz fanden.

 

Warum Transfette schlecht sind

 

Billig und gesund – dabei kann man doch nur gewinnen, oder? Falsch. Schon in den 1980er Jahren schlugen einige Ernährungswissenschaftler Alarm. Etwas, das chemisch verändert wurde, wie die Transfette, könne für den Körper nicht gut sein. Und sie hatten recht. Seither beweist eine Studie nach der anderen, dass Transfette ungesund sind. Transfette werden mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes und systemischer Entzündung in Verbindung gebracht.

 

Eine Studie, über die die National Institutes of Health (3) berichteten, zeigte, dass afrikanische Grüne Meerkatzen, die mit Transfetten gefüttert wurden, zunahmen, und zwar in der Körpermitte, auch wenn ihr Futter insgesamt nicht mehr Kalorien enthielt. Eine Studie, die in der Zeitschrift American Journal of Clinical Nutrition (4) veröffentlicht wurde, ergab einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Transfetten und Typ-2-Diabetes.

 

Das Urteil ist gefallen. Die Website World’s Healthiest Foods (5) bezeichnet Transfette als »unnatürliche Fette«, und erklärt sie für »gesundheitsschädlich«. Dem schließt sich sogar die American Heart Association an. (6) Auf ihrer Website heißt es unmissverständlich, Transfette erhöhten den Wert des schlechten Cholesterins, senkten den des guten, erhöhten das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall. Fazit: Transfette sind schlecht. Lassen Sie die Finger davon.

 

 

Quellen:

 

1) Health.gov

2) Heart.org

3) NIH.gov

4) Nutrition.org

5) WHFoods.com

6) Heart.org

NaturalNews.com

 

 

 

 

 

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