Donnerstag, 17. August 2017
20.11.2015
 
 

Diät-Cola erhöht das Risiko eines Herzversagens drastisch

David Gutierrez

Wer zwei gesüßte Getränke am Tag zu sich nimmt, steigert das Risiko eines Herzversagens möglicherweise um nahezu 25 Prozent. Das gilt auch für »Diät«-Getränke. Dies ist das Ergebnis einer Studie des schwedischen Karolinska-Instituts, die im Fachmagazin Heart veröffentlicht wurde.

 

Bereits in früheren Studien wurde ein Zusammenhang hergestellt zwischen dem Konsum von zucker- oder süßstoffhaltigen Getränken und einer Verschlechterung der Gesundheitsprognosen, auch für das Herz. Die neue Studie weist jedoch erstmals eine Verbindung zwischen diesen Getränken und Herzinsuffizienz nach.

 

»Diese Studie ist höchst interessant«, sagte der nicht an der Studie beteiligte Forscher Gavin Sandercock von der Universität Essex. »Sie zeigt, dass es keinen Unterschied gibt zwischen den Getränken, die Zucker enthalten, und solchen, die keinen Zucker enthalten.«


Es besteht eine sehr starke Verbindung

 

An der Studie waren 42 400 Männer beteiligt, die zu Studienbeginn zwischen 45 und 79 Jahre alt waren. Die Teilnehmer wurden über durchschnittlich zwölf Jahre begleitet und sie wurden gefragt, wie viele Softdrinks oder gesüßte Fruchtsäfte sie pro Tag oder pro Woche trinken. Zur Kategorie der gesüßten Getränke zählen auch »Diät«-Getränke, aber keine zusätzlich gesüßten Fruchtsäfte. Kaffee und Tee zählten, selbst in gesüßter Form, nicht dazu.

 

Männer, die zwei oder noch mehr Portionen gesüßter Getränke am Tag zu sich nahmen, hatten ein um 23 Prozent erhöhtes Risiko einer Herzinsuffizienz als die Männer, die weniger als diese Menge zu sich nahmen. Der Zusammenhang bestätigte sich auch dann noch, als die Forscher potenziell verwirrende Faktoren herausrechneten. Die Forscher wiederholten dann die Analyse ohne alle Teilnehmer, bei denen innerhalb der ersten fünf Jahre eine Herzinsuffizienz diagnostiziert worden war. Wieder erwies sich der Zusammenhang als deutlich.

 

Trotz der auffallenden Ergebnisse warnen die Forscher, dass die Studie nicht darauf abziele, zu beweisen, dass gesüßte Getränke Herzinsuffizienz verursachen. Vielmehr zeige sie nur, dass es eine Verbindung gibt. Da die Studie ausschließlich an älteren – und größtenteils weißen – Männern durchgeführt wurde, wird nun noch zu untersuchen sein, ob die Verbindung auch bei anderen demographischen Gruppen nachzuweisen ist.

 

Gründe für die Verbindung sind noch unklar

 

In einem begleitenden Kommentar in Heart schrieben die spanischen Forscher Miguel Martinez-Gonzalez und Miguel Ruiz-Canela, möglicherweise lasse sich die Verbindung durch die Tatsache erklären, dass sich Menschen, die viel gesüßte Getränke trinken, meist auch grundsätzlich schlechter ernähren. Sie wiesen aber auch darauf hin, dass eine direkte Verbindung zwischen gesüßten Getränken und bekannten Risikofaktoren für Herzinsuffizienz nachgewiesen wurde.

 

»Die gut bekannte Verbindung zwischen gesüßten Getränken und Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes, beides Risikofaktoren für Herzinsuffizienz, verstärkt die biologische Plausibilität der Ergebnisse«, schrieben die Forscher, wie die britische Zeitung The Telegraph meldete. »Basierend auf den Erkenntnissen besteht die beste Empfehlung für eine Präventivstrategie darin, gesüßte Getränke nur noch gelegentlich oder gar nicht mehr zu konsumieren.«


Andere Wissenschaftler haben die These aufgestellt, dass künstliche Süßstoffe das Gehirn durcheinanderbringen und dazu führen, dass man noch mehr nascht.

 

»Diejenigen Erwachsenen, die zwei gesüßte Getränke am Tag konsumierten, tranken auch den meisten Kaffee, aßen die größten Mengen verarbeiteten Fleisches, die geringste Gemüsemenge und hatten in der Familienanamnese eine höhere Tendenz zu Herzinsuffizienz«, so Sandercock. »Ob gesüßte Getränke die einzige Ursache für Herzinsuffizienz ist, lässt sich nicht sagen, da Ernährung und Herzinsuffizienz so komplizierte Themen sind.«


In früheren Studien wurden gesüßte Getränke (inklusive »Diät«-Getränke) in Verbindung gebracht mit einem höheren Risiko für Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Fettleibigkeit, Bluthochdruck und Schlaganfälle.

 

In einer 2014 im Journal of General Internal Medicine veröffentlichten Studie hieß es, dass bei Menschen, die mehr »Diät«-Limonaden tranken, das Risiko deutlich höher war, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden.

 

Und 2013 führte die amerikanische Gesundheitsbehörde National Institutes of Health eine Studie durch, die zum Schluss kam, dass Menschen, die mehr gesüßte Getränke zu sich nahmen, mit größerer Wahrscheinlichkeit an Depression leiden. Besonders stark wurde diese Verbindung registriert bei »Diät«-Getränken.

 

 

 

 

 

 

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