Saturday, 23. July 2016
24.07.2014
 
 

Große neue Studie beweist: Bio-Lebensmittel sind gesünder und nahrhafter. Die Ergebnisse werden von der Agrarindustrie umgehend attackiert

David Gutierrez

Die umfangreichste Untersuchung, die je über den Vergleich zwischen organischen und konventionell, das heißt mit Einsatz synthetischer Pestizide und Düngemittel, erzeugten Nahrungsmitteln durchgeführt wurde, hat ergeben, dass Bio-Obst und -Gemüse nicht nur weniger schadstoffbelastet, sondern tatsächlich auch nährstoffreicher ist als konventionelle Erzeugnisse.

 

Der Unterschied zwischen bio und konventionell war dabei so deutlich, dass die Forscher erklärten, durch eine Umstellung auf eine ausschließlich organische Ernährung würden dem Körper ungefähr so viele Nährstoffe zugeführt, als wenn täglich ein bis zwei Portionen Obst oder Gemüse zusätzlich gegessen würden.

 

»Besonders wichtig an dieser Untersuchung ist, dass sie den Mythos widerlegt, die Anbaumethoden wirkten sich nicht auf die Qualität unserer Lebensmittel aus«, sagte Helen Browning, Direktorin der britischen gemeinnützigen Organisation Soil Association, die an der Studie nicht beteiligt war.

 

Die Ergebnisse wurden in Medienberichten heruntergespielt, dort wurden prominente Ernährungswissenschaftler zitiert, die die gefundenen Nährstoff-Unterschiede kleinredeten und die Frage der Pestizide völlig ignorierten.

 

Signifikante Unterschiede

 

Die von der Europäischen Union und dem Sheepdrove Trust [eine britische Stiftung zur Förderung ökologischer Landwirtschaft] finanzierte expertenbegutachtete Studie wurde von einem internationalen Forscherteam durchgeführt und in der Fachzeitschrift British Journal of Nutrition veröffentlicht. Die Forscher analysierten 343 frühere expertenbegutachtete Studien aus aller Welt, die Unterschiede zwischen organischem und konventionellem Obst, Gemüse und Getreide untersucht hatten. Es ist die größte jemals durchgeführte Meta-Analyse zu dem Thema.

 

Die Forscher fanden einen statistisch signifikanten Unterschied im Nährstoffgehalt organischer und konventioneller Produkte. Bio-Obst und -Gemüse enthielt 19 bis 69 Prozent mehr Antioxidantien als ihr jeweiliges konventionell erzeugtes Gegenstück.

 

Es gibt bislang zwar noch keine Studien über den Vergleich der langfristigen gesundheitlichen Entwicklung zwischen Menschen, die sich überwiegend organisch ernähren und anderen, die überwiegend konventionell erzeugte Produkte konsumieren, aber wie die Forscher betonten, wurden Antioxidantien, die in höheren Konzentrationen in Bio-Lebensmitteln gefunden wurden, »in der Vergangenheit mit einem niedrigen Risiko chronischer Erkrankungen in Verbindung gebracht, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurodegenerative Erkrankungen und bestimmte Krebsformen.«

 

Der ermittelte höhere Gehalt an Antioxidantien entspricht der Menge von »einer bis zwei der fünf Portionen Obst und Gemüse, die für den täglichen Verzehr empfohlen werden«, schrieben die Forscher, »und wären deshalb bedeutsam für die menschliche Ernährung, wenn sich Informationen, die diese [Verbindungen] mit der gesunden Wirkung eines höheren Konsums von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten in Verbindung bringen, bestätigen.«

 

Zusätzlich zum unterschiedlichen Nährstoffgehalt beobachteten die Forscher, dass konventionelles Obst, Gemüse und Getreide viermal häufiger Pestizid-Rückstände enthielt als organisches, und deutlich höhere Konzentrationen des giftigen Schwermetalls Cadmium aufwies. Auch diese Unterschiede waren statistisch signifikant.

»Diese Studie zeigt, dass die Wahl von Lebensmitteln, die nach organischen Standards produziert wurden, eine höhere Zufuhr von ernährungswissenschaftlich erwünschten Antioxidantien und eine geringere Belastung mit giftigen Schwermetallen zur Folge hatte«, sagte Erstautor Carlo Leifert von der Universität Newcastle. »Es stellt eine wichtige zusätzliche Information für Verbraucher dar, die bisher nur unvollständig und oftmals widersprüchlich informiert wurden.«

Kurzsichtige Ernährungswissenschaftler schlagen zurück

 

In den Medien werden die Ergebnisse der Studie durchweg als umstritten dargestellt, Ernährungswissenschaftler kommen zu Wort, die die Resultate mit Skepsis betrachten. Dabei bezweifeln die Kritiker vor allem den gesundheitlichen Wert von Antioxidantien oder sie äußern die Besorgnis, die Empfehlung, mehr organische Lebensmittel zu essen, könne (wegen der höheren Kosten) dazu führen, dass viele Menschen insgesamt weniger Obst und Gemüse äßen.

 

»Schließlich müssen wir alle mehr Obst und Gemüse essen, ganz unabhängig davon, ob es bio ist oder nicht, um uns gesund und ausgeglichen zu ernähren; das wird auch unsere Gesundheit schützen«, sagte Dr. Alison Tedstone, leitende Ernährungswissenschaftlerin von Public Health England, einer Behörde des britischen Gesundheitsministeriums.

 

Die Kritiker ignorieren durchweg die Ergebnisse, wonach organische Lebensmittel auch weniger Pestizide und Schwermetalle enthielten, obwohl bekannt ist, dass sich viele Pestizide im Körper des Menschen ansammeln und schon bei sehr niedrigen Konzentrationen ernste gesundheitliche Probleme verursachen.

 

 

 

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

 

Telegraph.co.uk

HuffingtonPost.com

TheGuardian.com

NaturalNews.com

NaturalNews.com

 

 

 

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Leser-Kommentare (7) zu diesem Artikel

29.07.2014 | 15:56

GLADIO

Hallo @Eigener Garten >>> Obst und Gemüse über den Großhandel wird radioaktiv bestrahlt (geringe Dosis, aber die Menge macht´s beim Verzehr dieser Produkte), um unerwünschte Keime und Pilzsporen abzutöten. Damit soll auch erreicht werden das diese "Frischware" lange Transportwege bis in´s Supermarkt regal überstehen. siehe >>> http://www.verbraucherrunde.net/lebensmittelbestrahlung-t2117.html


24.07.2014 | 23:10

Kassander

Den Artikel empfehle ich vor allem gerne dem Herrn Edgar Gärtner, der hier auf Kopp-Online gerne recht unqualifiziert über Bio-Produkte herzog, z.B. hier: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/edgar-gaertner/-bio-schuetzt-nicht-vor-gefaehrlichen-keimen.html - wo eindeutig nicht nachgewiesen werden konnte, dass die EHEC-Keime von den Bio-Sprossen stammten, er jedoch diesen Unsinn weiter als Aufhänger nimmt um wiederholt billig und falsch über "Bio"...

Den Artikel empfehle ich vor allem gerne dem Herrn Edgar Gärtner, der hier auf Kopp-Online gerne recht unqualifiziert über Bio-Produkte herzog, z.B. hier: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/edgar-gaertner/-bio-schuetzt-nicht-vor-gefaehrlichen-keimen.html - wo eindeutig nicht nachgewiesen werden konnte, dass die EHEC-Keime von den Bio-Sprossen stammten, er jedoch diesen Unsinn weiter als Aufhänger nimmt um wiederholt billig und falsch über "Bio" herzuziehen. Leider konnte man damals noch keinen Kommentar dazu hinterlassen... hätte ihm gerne meine Meinung dazu gesagt!


24.07.2014 | 22:30

blackhero68

ehrlich gesagt halte ich im Allgemeinen von dem Grünen-Gespinne wenig bis gar nichts, da mir Ozonhysterie, Feinstaubirrsinn und CO2 Lüge schon ewig sauer aufstoßen. Bei der Nahrung habe ich auch sehr lange gezweifelt - habe mich dann aber dazu entschieden, es mal mit BIO zu versuchen. Geschmacklich liegen selbst bei Supermarkt BIO-Ware und konventionellem Produkt Welten! Außerdem bin sowohl ich, als auch meine beiden Kinder und meine Frau viel schneller satt, oftmals bleibt im...

ehrlich gesagt halte ich im Allgemeinen von dem Grünen-Gespinne wenig bis gar nichts, da mir Ozonhysterie, Feinstaubirrsinn und CO2 Lüge schon ewig sauer aufstoßen. Bei der Nahrung habe ich auch sehr lange gezweifelt - habe mich dann aber dazu entschieden, es mal mit BIO zu versuchen. Geschmacklich liegen selbst bei Supermarkt BIO-Ware und konventionellem Produkt Welten! Außerdem bin sowohl ich, als auch meine beiden Kinder und meine Frau viel schneller satt, oftmals bleibt im Gegensatz zu früher ein nicht zu vernachlässigender Rest übrig, für mich erfüllt das subjektiv den Tatbestand des größeren Nährwertes natürlicher Produkte. (Meinen Burger laß ich mir trotzdem nicht miesmachen ;-) )


24.07.2014 | 17:09

Eigner Garten

Ich habe einen Garten und weiß was ich Esse , bei mir gibt es kein Kunstdünger ,meine Tomaten schmecken noch nach Tomaten , und mein Mangold ist einfach Klasse ,ich mulsche weil ich davon genug habe , es ist was Wunderbares mit Stiefmütterchen und Geranien zu mulschen , das kann man an meine Pflanzen sehen, die schmecken einfach gut , nur eines verstehe ich immer nocht nicht wenn man Salat Kauft der hält viele Tage und bleibt lange Frisch , was wird da gemacht , mein Salat hält...

Ich habe einen Garten und weiß was ich Esse , bei mir gibt es kein Kunstdünger ,meine Tomaten schmecken noch nach Tomaten , und mein Mangold ist einfach Klasse ,ich mulsche weil ich davon genug habe , es ist was Wunderbares mit Stiefmütterchen und Geranien zu mulschen , das kann man an meine Pflanzen sehen, die schmecken einfach gut , nur eines verstehe ich immer nocht nicht wenn man Salat Kauft der hält viele Tage und bleibt lange Frisch , was wird da gemacht , mein Salat hält nur 2 Tage nie länger, wer kann mir da Auskunft geben ??


24.07.2014 | 16:21

Mr L

Davon mal abgesehen, wirken die Pestizide und Schwermetalle auch auf die Inhaltsstoffe Vitamine und Spurenelemente und deren Wirkung mindernd und die Giftstoffe konnen sogar verstärkt werden. Der hohe Gehalt von Pestiziden und Schwermetalle sorgt also für einen erhöten bedarf an Vitaminen und Spurenelemente oder wird sogar durch einige Vitamine und Spurenelemente zusätzlich verstärkt schädlich. Stichwort Kartotin und Cigaretten. Darüber sollte man einmal besonders gründlich...

Davon mal abgesehen, wirken die Pestizide und Schwermetalle auch auf die Inhaltsstoffe Vitamine und Spurenelemente und deren Wirkung mindernd und die Giftstoffe konnen sogar verstärkt werden. Der hohe Gehalt von Pestiziden und Schwermetalle sorgt also für einen erhöten bedarf an Vitaminen und Spurenelemente oder wird sogar durch einige Vitamine und Spurenelemente zusätzlich verstärkt schädlich. Stichwort Kartotin und Cigaretten. Darüber sollte man einmal besonders gründlich nachdenken.


24.07.2014 | 08:41

Wolfgang Schulz

Es ist schon bezeichnend, dass der Film von Prinz Charles und seiner Bio Farm i England nicht gezeigt werden darf, in Deutschland kein Interesse besteht.

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