Koffeingenuss kann Babywachstum behindern
David Gutierrez
Wenn eine Frau während der Schwangerschaft das Koffeinäquivalent von sechs oder mehr Tassen Kaffee täglich zu sich nimmt, kann dies zu einer Verringerung des Geburtsgewichtes und der Größe führen, heißt es in einer Studie von Wissenschaftlern des Erasmus-Medizinzentrums im niederländischen Rotterdam, die im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde.
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Die Forscher begleiteten 7300 Frauen von den ersten Wochen ihrer Schwangerschaft bis nach der Geburt. Mit Hilfe eines Ultraschallscanners maßen sie dabei die Größe des Fötus jeweils am Ende des dritten und des sechsten Monats. Die Frauen dokumentierten zusätzlich ihre Trinkgewohnheiten von Kaffee und/oder Tee, was den Wissenschaftlern Rückschlüsse auf die durchschnittlich konsumierte Koffeinmenge pro Tag erlaubte. Es stellte sich heraus, dass die Kinder der Frauen, die das Koffeinäquivalent von sechs oder mehr Tassen Kaffee pro Tag zu sich nahmen (etwa 2-3 Prozent der untersuchten Mütter) bei der Geburt eine geringere Größe als die Kinder aufwiesen, deren Mütter weniger Koffein konsumiert hatten. Zugleich waren die Kinder der ersten Gruppe bereits schon am Ende des dritten bzw. sechsten Monats der Schwangerschaft deutlich kleiner. »Koffein scheint ab dem dritten Monat das Größenwachstum des Fötus zu beeinflussen«, erklärte Rachel Bakker, eine der Wissenschaftlerinnen.
Bei denjenigen Frauen, die die größte Menge Koffein zu sich nahmen, war auch die Wahrscheinlichkeit am größten, dass ihre Kinder bei der Geburt ein geringeres Gewicht als normal aufwiesen. Aber die Wissenschaftler warnten vor voreiligen Schlüssen, da nur sieben Babys mit Untergewicht im Verlauf der Studie geboren wurden. Zugleich erklärten die Forscher, die Ergebnisse sollten nicht so verstanden werden, dass der Genuss von »nur« fünf Tassen Kaffee pro Tag während einer Schwangerschaft ohne Folgen bliebe. »Wir untersuchten lediglich die Auswirkungen von Koffein auf das Größenwachstum des Fötus«, erläuterte Bakker, »jetzt sind weitere Untersuchungen zu anderen möglichen Auswirkungen des Koffeinkonsums bei Schwangeren erforderlich.«
Die amerikanische Organisation March of Dimes, die sich um das Wohlergehen von Neugeborenen kümmert, empfiehlt, schwangere Frauen sollten nicht mehr als 200 mg Koffein pro Tag zu sich nehmen. Eine Tasse Kaffee (150 ml), die aus vier Gramm Kaffeebohnen hergestellt wurde, enthält zwischen 40 und 120 mg Koffein. Diese Empfehlung geht auf Untersuchungen zurück, nach denen Koffein das Risiko von Fehlgeburten erhöht.
Quellen: http://www.reuters.com/article/idUS
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