Samstag, 25. März 2017
19.06.2016
 
 

Warum es für die optimale Gesundheit so wichtig ist, den Eisenspiegel checken zu lassen

Dr. Joseph Mercola

Dieses Gesundheitsproblem ist weit verbreitet, aber nur wenige Ärzte erkennen seine Gefahr. Wird es jedoch nicht behandelt, kann es zu Organschäden und sogar zu Krebs, Herzerkrankungen und schließlich zum Tod führen. Fallen Sie ihm nicht zum Opfer wie Gerry Koenig: Bei ihm blieb es unerkannt und verursachte derart irreversible Schäden, dass eine Lebertransplantation nötig wurde.

 

In einer von drei Mineralstoff- und Spurenelement-Bestimmungen wird ein bedenklicher Überschuss an einem speziellen Spurenelement festgestellt, der für Ihre Gesundheit gefährlicher sein kann als ein Vitamin-D-Mangel. Dieses Spurenelement ist Eisen.

 

Obendrein wissen nur wenige Ärzte um die Gefahren des Eisenüberschusses. Darüber spricht Gerry Koenig, ehemaliger Vorsitzender des Iron Disorders Institute und der Hemochromatosis Foundation,1 in diesem Interview. Koenigs eigene Geschichte ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was bei einem Eisenüberschuss passieren kann.

 

Mit 50 Jahren hatte er viel abgenommen, trieb Sport und fühlte sich gesund. Mit 55 war er in Form, trank aber mehr als empfohlen. Bei einer ärztlichen Untersuchung stellte sich heraus, dass seine Leberenzymwerte zu hoch waren. Koenig berichtet:

»Mein Arzt riet mir, nichts mehr zu trinken. Ich hörte also damit auf. Aber ich wurde wieder krank … Es stellte sich heraus, dass ich hämolytische Anämie hatte. Meine roten Blutkörperchen zerfielen.

Ich wusste nicht, was das bedeutete – und mein Arzt anscheinend auch nicht. Mein Eisenwert war nie geprüft worden … Schließlich ging es mir so schlecht, dass ich ins Krankenhaus kam. Ich hatte Enzephalopathie, eine ziemlich ernste Krankheit … Sie sagten, ich bräuchte eine neue Leber.

Mein Eisenspiegel wurde bis zu meiner Lebertransplantation 2005 nie gecheckt … Zufällig war ich auf einen Artikel in Scientific American gestoßen, in dem etwas namens ›Hämochromatose‹ beschrieben wurde, worüber ich noch nie etwas gehört hatte. Ich beschloss, den Test machen zu lassen.

Es kam heraus, dass ich ein Gen habe, das mich für eine Variante von Hämochromatose empfänglich macht: C282Y. Deshalb wollte ich mehr erfahren und fing mit Nachforschungen an … Und diese Forschung läuft nun seit elf Jahren.«

 

Haben Sie ein hohes Risiko für Eisenüberschuss?

 

Die meisten erwachsenen Männer und erwachsenen nicht menstruierenden Frauen haben schädliche Eisenwerte. Und bei der genetischen Störung Hämochromatose werden im Körper gefährlich hohe Eisenmengen gespeichert. Wird das nicht behandelt, können Ihre Organe Schaden nehmen, und es können Krebs, Herzkrankheiten, Diabetes, neurodegenerative Erkrankungen und viele andere Krankheiten entstehen.

 

Die gute Neuigkeit ist, dass Eisenüberschuss leicht und kostengünstig zu behandeln ist: Einfach durch regelmäßige Kontrolle des Serum-Ferritins und/oder der Gamma-Glutamyltranspeptidase (GGT), die Vermeidung von Eisenergänzungsmitteln und regelmäßiges Blutspenden kann man sich vor schweren gesundheitlichen Schäden schützen. Leider wissen viele Ärzte kaum etwas über Eisenüberschuss, und das Problem bleibt häufig unerkannt.

 

Wie hoch ist zu hoch?

 

Der Serum-Ferritin-Test misst das eingelagerte Eisen. Ich rate allen Erwachsenen dringend, jährlich ihren Eisenwert (Serum-Ferritin) testen zu lassen. Meiner Meinung nach ist ein Eisenüberschuss genauso gefährlich wie ein Vitamin-D-Mangel.

 

Machen Sie nur nicht den Fehler, sich danach zu richten, was als »normal« gilt.2 In manchen Laboratorien fällt ein Wert von 395 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) in den Normalbereich, er ist aber viel zu hoch für eine optimale Gesundheit. Tatsächlich werden Sie mit diesem Wert ganz sicher krank werden.

 

Ihr Serum-Ferritin sollte zwischen 20 und 80 ng/ml liegen, ganz sicher nicht darüber. Im Allgemeinen ist für erwachsene Männer und nicht menstruierende Frauen ein Wert von 40 bis 60 ng/ml ideal. Solche idealen Werte haben jedoch fast ausschließlich Kinder, Frauen vor der Menopause (die bei der monatlichen Periode Blut verlieren) und Personen mit akutem Blutverlust wie etwa einem blutenden Geschwür.

 

»Sogar manche Frauen vor den Wechseljahren (sofern ihr Wert nicht regelmäßig untersucht wird) haben bis zu 60 oder 70 ng/ml, was in einer Schwangerschaft gefährlich werden und sich auf das Ungeborene auswirken kann. Die USA stehen auf der Weltrangliste der Säuglingssterblichkeit auf Platz 34. Diese Situation ist schrecklich, es gibt aber eigentlich keinen Grund dafür. Wir haben keinen Grund, dass unsere Population so ungesund ist, obwohl wir so guten Zugang zu medizinischer Versorgung haben«, sagt Koenig.

 

Noch einmal: Wenn Ihr Eisenspiegel zu hoch ist, müssen Sie einfach zum Blutspenden gehen. Wenn Sie ein erwachsener Mann sind, spenden Sie zwei- bis dreimal im Jahr Blut, und Ihre Werte werden normal. Falls Ihr Ferritinspiegel über 200 ng/ml liegt, ist ein regelmäßiger Aderlass erforderlich.

 

Ihre Blutbank vor Ort weiß das vielleicht gar nicht, aber in den USA erlaubt es ein neues Gesetz allen Blutbanken, Personen mit Hämochromatose oder Eisenüberschuss zu Therapiezwecken zur Ader zu lassen. Alles, was Sie dafür brauchen, ist eine ärztliche Verordnung.

 

Empfehlenswerte Labortests

 

Zwar können alle Eisenparameter – Serumeisenspiegel, Eisenbindungskapazität und Ferritin – hilfreich sein, eigentlich erforderlich ist aber nur der Serum-Ferritin-Test. Er ist mit rund 40 Euro recht günstig. Ihr Arzt kann Ihnen dafür ein Rezept ausstellen.

 

Der GGT-Test misst Leberenzyme, die darüber Aufschluss geben, ob bereits ein Leberschaden vorliegt. Der Messwert kann auch als Marker für Eisenüberschuss herangezogen werden. Das durch den GGT-Test ermittelte freie Eisen ist auch ein guter Indikator für einen akuten Herztod.

»Wenn Sie nur diesen Marker (GGT) betrachten, haben Sie einen Hinweis auf Eisen, das nicht gut gebunden ist. Wenn Sie Eisen im Serum haben, ist es normalerweise an Transferrin gebunden, das zwei Eisenatome durchs Serum transportiert.

Ferritin kann 4000 bis 4500 Eisenmoleküle tragen und in die Zellen transportieren. Wenn diese Werte hoch sind, sind sie riskant, weil man nicht weiß, wie gut der Körper dieses Eisen festhält, wenn die Zellen durch Hämolyse oder im Zuge des Katabolismus im Lauf der Zeit zerfallen.

Unsere Ernährung ist heute der größte Faktor für die Entstehung dieses Problems. Es ist aber nicht so, dass wir zu viel Eisen zu uns nehmen; vielmehr schadet uns das Eisen, das wir bereits im Körper haben. Da kommt GGT ins Spiel. Es ist ein Ersatzwert für freies Eisen.«

Für Frauen liegt ein gesunder GGT-Wert bei rund neun U/l (Units, Einheiten pro Liter), während Labore die Obergrenze für »normale« GGT-Werte bei 40 bis 45 U/l festlegen. Für Männer empfiehlt Koenig 16 U/l (Labore geben 65 bis 70 U/l als normal an).3

 

»Frauen mit einem GGT-Wert über 30 U/l haben ein erhöhtes Risiko für Brust- und andere Krebsarten und entwickeln eher Autoimmunkrankheiten«, warnt Koenig.

 

Was verursacht Eisenüberschuss?

 

Neben einer genetischen Veranlagung für Hämochromatose kann für einen zu hohen Eisenspiegel auch die schlichte Tatsache verantwortlich sein, dass man zu wenig Eisen ausscheidet. Was aber ist die biologische Ursache für die Eiseneinlagerung?

 

90 Prozent der Energie, die der Körper produziert, entsteht, wenn Kohlenhydrate oder Fette in den Mitochondrien mit Sauerstoff zu Adenosintriphosphat (ATP) verbrannt werden. Sauerstoff ist für die Verbrennung notwendig, weil er den Citratzyklus durchläuft. Zu 95 Prozent bleibt bei diesem Umwandlungsprozess lediglich Wasser zurück.

 

Doch zwischen 0,5 und 5 Prozent der Zeit bildet der Körper sogenannte reaktive Sauerstoffspezies (englisch reactive oxygen species, ROS). Das erste freigesetzte Radikal ist Superoxid, das dann zum nächsten ROS, Wasserstoffperoxid, transformiert wird.

 

Und da liegt die Antwort: Wenn Sie zu viel Eisen im Blut haben, produziert die chemische Reaktion (Fenton-Reaktion) kein Wasser. Stattdessen verursacht der Eisenüberschuss die Bildung von Hydroxyl-Radikalen, den leistungsstärksten und destruktivsten freien Radikalen überhaupt. Sie dezimieren die mitochondriale DNS, die mitochondrialen Elektronentransport-Proteine und Zellmembranen.

 

Auf diese Weise forciert Eisenüberschuss jede uns bekannte schwere Krankheit. Und so verursacht er die pathologischen Symptome insbesondere bei Leber- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Glauben Sie mir, nur ganz wenige Mediziner durchblicken die Molekularbiologie dieser Reaktion, und deshalb hört man auch so wenige Warnungen vor Eisenüberschuss. Leiten Sie deshalb diesen Artikel an Freunde und Angehörige weiter – Sie könnten damit deren Leben retten.

 

Es ist absolut lebenswichtig, für einen sicheren Eisenspiegel zu sorgen. Und haben Sie ihn erreicht, lassen Sie ihn regelmäßig kontrollieren. Denken Sie daran: Sie müssen gar nicht unter Hämochromatose leiden, um betroffen zu sein. Laut Koenig hat sich der durchschnittliche Eisenwert in den letzten 40 Jahren verdoppelt.

»Serum-Ferritin wurde im ersten National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES I,4 1971 bis 1974) nicht berücksichtigt. Doch im NHANES II5 (1976 bis 1980) wurde es gemessen. Bei Männern lag es unter 100 ng/ml. Heute liegt es im Schnitt knapp unter 200 ng/ml, zuweilen noch viel höher …«

 

Hüten Sie sich vor viel Eisen und vielen Kohlenhydraten im Essen

 

Wenn Sie viele Kohlenhydrate konsumieren, wird die Situation noch schlimmer. Unglücklicherweise nehmen die meisten von uns Kohlenhydrate als wichtigsten Kraftstoff zu sich, die zusätzlich zu den freien Hydroxyl-Radikalen aufgrund des hohen Eisenspiegels noch weitere 30 bis 40 Prozent ROS hinzufügen. Gerry Koenig sagt:

»Was Menschen generell davon haben, wenn sie sich besser ernähren und dadurch all diese kleinen Brände löschen, ehe sie zur Feuersbrunst werden, sind Antioxidantien. Das wichtigste ist Glutathion. Wenn eine gute Zellversorgung, darunter Glutathion, fehlt, werden sich diese Brände (Entzündungen) selbst entfachen. Es entsteht eine Kettenreaktion negativer Effekte – bis Sie ernsthaft krank sind.

Das ist mir passiert. Ich bekam periphere Neuropathie. Sie versuchten sie als diabetisches Problem zu erklären, aber ich hatte niemals Diabetes. Meine beiden Beine waren entzündet. Die Schmerzen waren unvorstellbar. Man geht damit zu einem Spezialisten für so etwas, einem Neurologen. Aber wenn die Membranen in Ihrem neurologischen System schließlich aufflammen und schmelzen, sind die Schmerzen unerträglich. Und niemand hat das mit Eisen in Verbindung gebracht.«

 

Andere von Eisen hervorgerufene Krankheiten

 

Etwa einer von 3,5 Menschen bzw. geschätzte 100 Millionen US-Amerikaner haben das eine Gen für Hämochromatose in sich. Aber nicht alle bekommen eine Eisenüberschuss-Krankheit. Wenn Sie jedoch beide Gene für Hämochromatose tragen, steigt Ihr Risiko für Eisenüberschuss und damit einhergehende Erkrankungen deutlich.

 

Ungefähr eine Million Menschen haben diese Genvariante C282Y/C282Y, die als der Genotyp mit der höchsten Wahrscheinlichkeit für Leberkrankheiten mit Komplikationen gilt. Doch das wird nur dann zum ernsthaften Problem, wenn es zu einem signifikanten Eisenüberschuss kommt, ehe eine Diagnose gestellt und die richtige Behandlung eingeleitet wird. Jedes Jahr sterben an die 36 000 Personen an Lebererkrankungen, und 6000 Patienten bekommen eine neue Leber. Die meisten dieser Menschen hatten/haben zu hohe Eisenwerte, ob mit oder ohne Hämochromatose-Genotyp.

 

Die häufigste Ursache für Lebertransplantationen und tödlich verlaufende Lebererkrankungen ist die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD), die der nicht-alkoholischen Steatohepatitis (NASH) und der Zirrhose vorausgehen kann. Ein zu hoher Fructosekonsum trägt heutzutage wahrscheinlich zur Entstehung von NAFLD bei oder löst sie sogar aus (insbesondere bei Kindern und Jugendlichen), aber auch ein hoher Eisenspiegel führt zu Insulinresistenz und zum Fortschreiten der Erkrankung.

 

Eine Kombination aus zuckerreicher Ernährung und einem hohen Eisenwert führt fast unweigerlich zu Problemen. Denn sie ist eine sehr giftige, tödliche Synergie, die nahezu jede Krankheit beschleunigt. Wenn Sie den Artikel bis hierhin gelesen haben, wissen Sie vermutlich mehr als Ihr Arzt. Eisenüberschuss ist schlicht kein Thema in der medizinischen Literatur. Ich weiß all das auch nur, weil ich persönlich betroffen bin.

 

Mein Vater hatte Beta-Thalassämie und hat mir das Gen, eine Form der hämolytischen Anämie (ähnlich der Sichelzellenanämie), vererbt. In der Folge sterben meine roten Blutkörperchen schneller als gewöhnlich, und ich bin anfällig für Eisenüberschuss. Mein Vater hatte einen Ferritinspiegel von 800, als ich ihn vor 20 Jahren testete.

 

Er wäre längst tot, wenn wir dagegen keine Maßnahmen ergriffen hätten. Inzwischen ist er 90 Jahre alt. Vor Kurzem musste er mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus. Sein Arzt führte einen Eisentest durch und stufte das Ergebnis als »niedrig« ein, obwohl der Wert weit über 200 ng/ml lag! Sie wollten ihm gerade eine Eisenspritze verpassen, als meine Schwester dazwischenging. Wäre sie nicht gewesen, wäre er vielleicht zu einem weiteren Fall für die Statistik ärztlicher Fehler geworden.

 

Die Behandlung von Eisenüberschuss

 

Die drei wichtigsten Faktoren, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen, sind:

  1. Verringern Sie die Zufuhr von Kohlenhydraten und erhöhen Sie den Konsum gesunder Fette, darunter tierische Omega-3-Fettsäuren, um auf Fettverbrennung »umzuschalten« und Ihre Mitochondrien zu schützen. Das trägt dazu bei, die Anzahl von ROS und in der Folge von freien Radikalen zu reduzieren.

  2. Lassen Sie regelmäßig einen Serum-Ferritin- oder GGT-Test machen, um sicherzugehen, dass Sie keinen Eisenüberschuss haben. Falls ein zu hoher Eisenwert festgestellt wird, gehen Sie zum Blutspenden.

  3. Sind Sie ein erwachsener Mann oder eine erwachsene nicht menstruierende Frau, spenden Sie mindestens einmal im Jahr Blut.

Antioxidantien einzunehmen, um willkürlich ROS zu unterdrücken, kann ins Auge gehen, weil ROS auch als wichtige Signalmoleküle fungieren. Sie sind nicht durchweg böse, sondern sorgen nur im Überfluss für Schäden. Senken Sie besser nur ihre Produktion, statt sie auszumerzen, nachdem sie gebildet wurden.

 

Optimieren Sie Ihren ROS-Spiegel auf biologische Weise statt mit Vitaminen oder Nahrungsergänzungsmitteln. Der Konsum gesunder Fettsäuren kann da mehr ausmachen, als Sie vielleicht denken, insbesondere bei hohen Eisenwerten. Koenig erklärt:

»Eine sehr interessante Studienreihe untersuchte gefangen gehaltene Delfine der US-Marine. Die Delfine hatten das metabolische Syndrom (Abdominelle Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Hypertriglyzeridämie und Insulinresistenz). Sehr, sehr hohe Ferritinwerte. Sie waren nicht gesund. Das metabolische Syndrom ist in jedweder Population ein Zeichen des Risikos, dass aus Diabetes koronare Herzkrankheiten werden. Die Behandlung der Delfine sah so aus, dass sie mit guten, fettreichen Fischen gefüttert wurden statt wie zuvor mit schlechten Fetten …

Vielleicht erinnern Sie sich an den Film Lorenzos Öl: Darin hatten Kinder Gehirnschäden als Folge einer Stoffwechselkrankheit, durch die in den Zellwänden eben nicht diese positive Fettsäurenmischung gebildet wurde. Sind die Zellwände beschädigt, insbesondere im Gehirn, werden Sie etwas abbekommen.

Wenn aus Subzellen, Lysosomen und/oder roten Blutkörperchen Eisen austritt, steigt der Ferritinwert in gefährliche Höhen. Dann muss gehandelt werden. Aber es ist nicht leicht, dafür Spezialisten zu finden. Wir brauchen ein paar Tausend Allgemeinärzte, die hier Bescheid wissen.«

Vorsicht vor Kombinationen, die die Speicherung von Eisen fördern

 

Hier sind noch ein paar Tipps zur Ernährung. Nimmt man zu einer eisenhaltigen Mahlzeit Vitamin C zu sich, fördert dies die Eisenabsorption. Wenn Sie anämisch sind, kann das eine gute Idee sein. Haben Sie aber sowieso schon einen hohen Eisenspiegel, meiden Sie die gleichzeitige Aufnahme von Vitamin C und Eisen. Kalzium hingegen bindet Eisen und verringert die Absorption.

 

Es schwächt das Eisen sozusagen. Haben Sie also einen hohen Eisenspiegel, sollten Sie eisenreiche mit kalziumreichen Lebensmitteln kombinieren. Curcumin (aus der Gelbwurz) wirkt als starker Eisen-Chelator und kann bei Eisenüberschuss als Ergänzungsmittel nützlich sein. Koenig sagt:

»Für die meisten Menschen funktioniert das gut. Ihr Körper ist dafür gemacht, nicht-hämisches Eisen – also natürliches Eisen in Gemüse und Obst – nur in Maßen zu absorbieren. Wenn Sie diese Absorption ankurbeln, lagert der Körper es ein.

Das Eisen aus Fleisch kann man nicht sehr gut kontrollieren. Die USA sind neben Kanada das einzige Land in der entwickelten Welt, das sein Getreide und Mehl mit 44 Teilen natürlichem Eisen pro Million anreichert. An zweiter Stelle steht Großbritannien mit 16,5 Teilen pro Million. Das ist viel Eisen, und viele brauchen es gar nicht.«

 

Weitere Informationen

 

Wenn Ihr Serum-Ferritin- oder GGT-Wert erhöht ist, müssen Sie etwas dagegen unternehmen. Es könnte gar nicht leichter sein: Wenn Sie nicht gerade eine menstruierende Frau sind, gehen Sie einfach zwei- oder dreimal im Jahr zum Blutspenden. Wenn Sie wegen einer Hämochromatose kein Blut spenden können, bitten Sie Ihren Arzt, Ihnen einen therapeutischen Aderlass zu verordnen.

 

Jede Blutbank kann diesen durchführen, häufig kostenlos. Die meisten Menschen mit moderatem Eisenüberschuss brauchen höchstens zwei oder drei solcher Behandlungen im Jahr, um ihr Risiko einzuschränken. Denken Sie daran: Eisenüberschuss ist wahrscheinlich genauso häufig, wenn nicht häufiger, als Eisenmangel. Er ist zudem gefährlicher und kann bei zahlreichen Fällen von Diabetes, Herzkrankheiten und Krebs eine entscheidende Rolle spielen.

 

Leider sind die allermeisten Ärzte diesbezüglich völlig ahnungslos. Treten Sie also vehement für sich selbst ein, wenn Sie glauben (oder wissen), dass Ihr Eisenspiegel zu hoch ist.

 

Ich glaube, dass die Korrektur erhöhter Eisenwerte genauso wichtig ist wie die Optimierung Ihres Vitamin-D-Spiegels, wenn nicht noch wichtiger. Wenn Sie einen zu hohen Eisenspiegel haben, geben Sie Vollgas in Richtung Krankheiten und Alterung. Koenig ist hierfür ein gutes Beispiel. Er brauchte aufgrund seines Eisenüberschusses schlussendlich eine Lebertransplantation. Abschließend sagt Koenig:

»Wenn Ihnen Ihr Arzt sagt, dass Sie eine Fettleber haben, haben Sie wahrscheinlich zu viel Eisen, zu viel Ferritin. Vermutlich wird er das nicht testen. Kaufen Sie sich einen Test. Gehen Sie zum Blutspenden und ändern Sie Ihre Ernährung, davon können Sie profitieren. Auf meiner Website stehen etwa 700 Publikationen. Lesen Sie sie, um mehr über das Thema zu erfahren. Finden Sie heraus, wie Sie nur durch eine Ernährungsumstellung Ihren Eisenwert senken können. Andere haben es bereits erfolgreich getan.«

 

 

 


Fußnoten:

 

 

 

 

 

 

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