Monday, 26. September 2016
22.09.2013
 
 

Vitamin C, Gürtelrose und Impfung

Dr. Thomas E. Levy

Die pharmazeutische Industrie und viele Ärzte geben sich erkennbar die größte Mühe, dass sich so viele Menschen wie möglich gegen Gürtelrose impfen lassen. Selbst wenn eine Impfung die Gürtelrose wirksam verhindern würde, was keinesfalls erwiesen ist, sollte die folgende Information deutlich machen, dass solche Impfungen unnötig sind.

Die unerwünschten Wirkungen, die bei vielen Menschen aufträten, wären vermeidbar. Das eigentliche Problem liegt darin, dass das, was im Folgenden dargelegt wird, für die Gesundheitsindustrie relativ wenig Einkommen verspricht. Doch wie auch immer: Entscheiden müssen Sie selbst.

Die Gürtelrose ist eine durch das Varizella-Zoster-Virus hervorgerufene Infektion, die sich normalerweise in den Versorgungsgebieten von Rückenmarksnerven, den so genannten Dermatomen, manifestiert. Die Infektion, die unter Medizinern besser als Herpes Zoster bekannt ist, geht mit einem zumeist äußerst schmerzhaften Bläschenausschlag einher.

 

Die Erstinfektion mit dem Virus liegt normalerweise lange zurück, charakteristischerweise bei einer Ansteckung mit Windpocken in der Kindheit. Das Virus bleibt jahrelang in Nerven- oder Ganglienzellen latent. Wenn das Virus dann aus ungeklärter Ursache diese Lagerstätten verlässt und sich entlang den Axonen der Nervenfasern ausbreitet, entsteht die Gürtelrose.

 

Unbehandelt oder bei der normalen Mainstreamtherapie mit Analgetika, antiviralen Mitteln wie Aciclovir und Kortikosteroiden verschwindet der Ausschlag normalerweise in zwei bis vier Wochen. Die Schmerzen werden in den meisten Fällen durch Analgetika nur wenig gemindert. Bei manchen Patienten entwickelt sich eine Post-Zoster-Neuralgie, ein Syndrom verbleibender Nervenschmerzen, die nach dem Ausbruch der Gürtelrose monate-, bisweilen sogar jahrelang fortdauern können.

 

Die Behandlung der Gürtelrose mit Vitamin C

 

Die klinische Reaktion der Gürtelrose auf eine Vitamin-C-Therapie ist grundsätzlich anders als die Reaktion auf herkömmliche Behandlungsverfahren. Es gibt in der Literatur nicht sehr viele Berichte über Vitamin C und Gürtelrose, doch die Studien, die vorliegen, sind bemerkenswert. Dr. Frederick Klenner, ein Pionier in der erfolgreichen Anwendung von Vitamin C bei verschiedenen Infektionen und Vergiftungen, hat die Ergebnisse seiner Vitamin-C-Therapie bei acht Patienten mit Gürtelrose veröffentlicht. Er verabreichte alle zwölf Stunden 2000 bis 3000 mg Vitamin C per Injektion, ergänzt durch 1000 mg über Fruchtsäfte, die alle zwei Stunden getrunken wurden. Sieben der acht auf diese Weise behandelten Patienten berichteten über völlige Schmerzfreiheit innerhalb von zwei Stunden nach der ersten Vitamin-C-Injektion. Alle Patienten erhielten insgesamt fünf bis sieben Vitamin-C-Injektionen. Da ich selbst jahrelang an Gürtelrose gelitten habe, bevor ich von der Wirksamkeit einer Vitamin-C-Behandlung erfuhr, kann ich bestätigen: Dies ist ein wahrhaft beeindruckendes Resultat bei einer normalerweise schmerzhaften und kräftezehrenden Erkrankung.

 

Darüber hinaus wurde berichtet, dass sich die Bläschen bei Dr. Klenners Patienten sehr schnell zurückzubilden begannen und nach 72 Stunden vollständig abgeheilt waren. Wie bei anderen Infektionskrankheiten müsse die Behandlung, so betonte Dr. Klenner, mindestens 72 Stunden lang fortgesetzt werden, da es auch bei einer ersten positiven Reaktion leicht zu einem Rückfall komme. Wie Dr. Klenner weiterhin feststellte, erwies sich eine ähnliche Vitamin-C-Kur also genauso wirksam gegen die Bläschenläsionen bei Windpocken, auch hier war die Heilung in der Regel innerhalb von drei bis vier Tagen abgeschlossen. Eine vergleichbare Reaktion von Windpocken und Gürtelrose auf Vitamin C ist ein weiterer, wenn auch indirekter, Beweis dafür, dass es sich bei dem Windpocken-Virus und dem später auftretenden Herpes-Zoster-Virus um ein- und denselben Krankheitserreger handelt (Klenner, 1949 & 1974).

 

Schon bevor Dr. Klenners Beobachtungen veröffentlicht wurden, berichtete ein weiterer Forscher über Resultate, die im Vergleich zu den heutigen Mainstream-Behandlungsverfahren nicht minder erstaunlich waren. Dainow (1943) meldete Erfolge bei 14 Gürtelrosepatienten, die Vitamin-C-Injektionen erhielten. Bei einer weiteren Studie wurde bei 327 von 327 Patienten, die Vitamin-C-Injektionen erhielten, innerhalb der ersten 72 Stunden ein völliges Verschwinden der Gürtelrose beobachtet (Zureick, 1950). Auch wenn alle diese Zahlen über Vitamin C und Gürtelrose bereits ziemlich alt sind, so gibt es dennoch einen inneren Zusammenhang in den Berichten über die Reaktion der Patienten. Bis weitere klinische Studien durchgeführt werden, haben diese Resultate Bestand. Sie zeigen eindeutig, dass Vitamin C Bestandteil jedes Therapieansatzes bei Patienten mit Gürtelrose sein sollte.

 

Vitamin C und Viren

 

Vitamin C entfaltet eine generelle Viren inaktivierende Wirkung. Herpesviren sind nur einer von vielen Virustypen, die Vitamin C im Reagenzglas neutralisiert oder bei infizierten Menschen unschädlich gemacht hat (Levy, 2002). Hinsichtlich der beobachteten Inaktivierung anderer Viren, die im Reagenzglas (in vitro) mit Vitamin C zusammengebracht wurden, stimmten die Ergebnisse zweier früherer Studien mit den später bezüglich Vitamin C bei Herpesinfektionen beobachteten klinischen Resultaten überein. Vitamin C inaktivierte Herpesviren, wenn beide im Reagenzglas zusammengebracht wurden (Holden und Resnick, 1936; Holden und Molloy, 1937).

 

Der entscheidende Faktor bei der Behandlung eines Virus mit Vitamin C ist die Gabe einer ausreichend hohen Dosis über einen ausreichend langen Zeitraum. Bestimmte chronische virale Syndrome reagieren nicht umgehend auf das Vitamin C, doch bisher gibt es kein akutes virales Syndrom, das Vitamin C nicht umgehend behandeln kann, es sei denn, bei dem Patienten läge bereits eine ausgedehnte Schädigung von Gewebe oder Organen vor und der Tod stünde buchstäblich in wenigen Minuten bevor.

 

Eine Vitamin-C-Behandlung bei einem akuten viralen Syndrom kann nicht als gescheitert betrachtet werden, bevor nicht multiple Formen in hohen Dosen gleichzeitig verabreicht wurden. Während sich die Mehrzahl der akuten viralen Syndrome durch angemessen dosiertes Vitamin C in jeder Form schnell lösen werden, erfordert die Gabe von Vitamin C bei resistenten Fällen ein mehrgleisiges Vorgehen. Dieses könnte beispielsweise folgendermaßen aussehen:

  1. Täglich oral 1000 bis 5000 Milligramm Liposomen-ummanteltes Vitamin C

  2. Täglich oral darmverträgliche Dosen von Vitamin C in Form von Natriumascorbat

  3. Täglich oral 1000 bis 3000 mg fettlösliches Ascorbylpalmitat

  4. Vitamin C intravenös, 25 000 bis 150 000 mg pro Infusion, abhängig von der Körpergröße, je nach Schwere der Infektion bei Bedarf täglich.

Vitamin C, das sich in Virenpartikeln akkumuliert, kann Viren auf diese Weise mühelos unschädlich machen. Der Stachel des bakteriophagen Virus enthält Eisen, und über die fokale Fenton-Reaktion könnte es die Zellmembran der Wirtszelle passieren (Bartual et al., 2010, Yamashita et al., 2011; Browning et al., 2012). Viren akkumulieren Eisen und Kupfer, und diese Metalle sind auch Teil der Virenoberfläche (Samuni et al., 1983). Von daher wird das Vitamin C an den Stellen mit der höchsten Konzentration die Fenton-Reaktion hochregeln, was in aller Regel eine irreversible Schädigung des Virus zur Folge hat.

 

Die Fenton-Aktivität und ihre Hochregulierung sind der einzige dokumentierte Weg, durch den Viren, Pathogene, aber auch Krebszellen durch Vitamin C zerstört werden können. Die Stimulierung dieser Reaktion verleiht dem Vitamin C seine therapeutische Wirksamkeit bei der Bekämpfung vieler Infektionen und vielfältiger Formen von Krebs (Vilcheze et al., 2013).

 

Vitamin C hilft bei der Lösung von Infektionen aller Art, doch die Wirkung auf akute virale Syndrome ist besonders dramatisch und setzt sofort ein, es sollte deshalb Bestandteil eines jeden Behandlungsplans für einen infizierten Patienten sein.

 

(Dr. Thomas Levy ist Facharzt für Kardiologie und Rechtsanwalt. Er ist Autor mehrerer Bücher, darunter: Curing the Incurable: Vitamin C, Infectious Diseases and Toxins (Das Unbehandelbare behandeln: Vitamin C, Infektionskrankheiten und Toxine).

 

 

Literatur:

 

1. Bartual, S., J. Otero, C. Garcia-Doval, et al. (2010), »Structure of the bacteriophage T4 long tail fiber receptor-binding tip«, Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 107:20287-20292. PMID: 21041684

2. Browning, C., M. Shneider, V. Bowman, et al. (2012), »Phage pierces the host cell membrane with the iron-loaded spike«, Structure 20:326-339. PMID: 22325780

3. Dainow, I. (1943), »Treatment of herpes zoster with vitamin C«, Dermatologia 68:197-201.

4. Holden, M. und E. Molloy (1937), »Further experiments on the inactivation of herpes virus by vitamin C (L-ascorbic acid)«, Journal of Immunology 33:251-257.

5. Holden, M. und R. Resnick (1936), »The in vitro action of synthetic crystalline vitamin C (ascorbic acid) on herpes virus«, Journal of Immunology 31:455-462.

6. Klenner, F. (1949), »The treatment of poliomyelitis and other virus diseases with vitamin C«, Southern Medicine & Surgery 111:209-214. PMID: 18147027

7. Klenner, F. (1974), »Significance of high daily intake of ascorbic acid in preventive medicine«, Journal of the International Academy of Preventive Medicine 1:45-69.

8. Levy, T. (2002), Curing the Incurable. Vitamin C, Infectious Diseases, and Toxins. MedFox Publishing, Henderson, NV.

9. Samuni, A., J. Aronovitch, D. Godinger, et al. (1983), »On the cytotoxicity of vitamin C and metal ions. A site-specific Fenton mechanism«, European Journal of Biochemistry 137:119-124. PMID: 6317379

10. Vilcheze, C., T. Hartman, B. Weinrick und W. Jacobs, Jr. (2013), »Mycobacterium tuberculosis is extraordinarily sensitive to killing by a vitamin C-induced Fenton reaction«, Nature Communications 4:1881. PMID: 23695675

11. Yamashita, E., A. Nakagawa, J. Takahashi, et al. (2011), »The host-binding domain of the P2 phage tail spike reveals a trimeric iron-binding structure«, Acta Crystallographica. Section F, Structural Biology and Crystallization Communications 67:837-841. PMID: 21821878

12. Zureick, M. (1950), »Therapy of herpes and herpes zoster with intravenous vitamin C«, Journal des Praticiens 64:586. PMID: 14908970

 

 

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