Tuesday, 24. May 2016
22.05.2013
 
 

Sind Nachtschatten der Grund für Ihre Arthritis, chronischen Schmerzen und Entzündung?

Elisha McFarland

Die Bezeichnung »Nachtschatten« ist Vielen gar nicht bekannt, andere sind wahrscheinlich überrascht, wenn sie erfahren, dass der Verzehr von Lebensmitteln aus dieser Pflanzengruppe mitverantwortlich für ihre Schmerzen und ihre Entzündung sein kann.

Nachtschatten gehören zur Familie der Solanaceae (Nachtschattengewächse), die rund 2.000 Arten umfasst. Dazu gehören einige der heutzutage sehr beliebten Gemüsepflanzen, beispielsweise Tomaten, Kartoffeln, alle Arten von Paprika und Auberginen. Blaubeeren, Heidelbeeren, Goji-Beeren und Ashwagandha sind zwar keine echten Nachtschatten, enthalten aber dieselben entzündungsauslösenden Alkaloide.

 

Ein großes Problem, das auf Nachtschatten zurückgeführt wird, ist die Arthritis. Statistische Erhebungen aus einer 2007 bis 2009 durchgeführten Studie zeigen, dass allein in den Vereinigten Staaten 49,9 Millionen Menschen an Arthritis leiden. Einige Forscher nehmen an, dass oft irrtümlich die Diagnose Arthritis gestellt wird, wenn es sich in Wirklichkeit um Nebenwirkungen des Verzehrs von Nachtschatten handelt. Oft bemerken Patienten, die an Arthritis oder einer verwandten Krankheit wie Lupus, Rheumatismus und anderen schmerzhaften Muskel-Skelett-Erkrankungen leiden, dass es ihnen schlechter geht, wenn sie Gemüse aus der Familie der Nachtschattengewächse essen.

 

Dr. Norman F. Childers, Gründer der Arthritis Nightshades Research Foundation betont: »Nach der Befragung von mehr als 1.400 Freiwilligen über einen Zeitraum von 20 Jahren scheint die Ernährung ein Faktor in der Ätiologie der Arthritis zu sein. Als medizinische Pflanzen sind Solanaceae (Nachtschattengewächse) bei empfindlichen Menschen ein wichtiger verursachender Faktor der Arthritis.«

 

Der (gar nicht so einfache) Dreimonats-Test

 

Wenn Sie wissen möchten, ob Nachtschatten auch bei Ihnen negativ wirken, unterwerfen Sie sich dem (gar nicht so einfachen) Dreimonats-Test. Meiden Sie drei Monate lang alle Nachtschatten (deshalb nenne ich den Test »gar nicht so einfach«). Schauen Sie sich die Nachtschatten-Liste genau an und werden Sie zum aufmerksamen Etikettenleser, denn einige homöopathische, verschreibungspflichtige und rezeptfreie Medikamente und zahlreiche verarbeitete Lebensmittel enthalten Nachtschatten. Bei verschreibungspflichtigen und rezeptfreien Medikamenten kann es unter Umständen erforderlich sein, mit dem Apotheker zu sprechen oder den Hersteller eines rezeptfreien Mittels anzurufen und nach den Inhaltsstoffen zu fragen.

 

Nach drei Monaten essen Sie dann wieder Nachtschatten-Gemüse, aber immer nur eine Sorte nach der anderen. Achten Sie genau auf Schmerzen, Steifigkeit, Energieverlust, Kopfschmerzen, Atemprobleme oder andere Symptome. Vielleicht merken Sie – wie viele andere vor Ihnen – dass sich Ihre Gesundheit dramatisch verbessert, wenn Sie Nachtschatten von Ihrem Speisezettel streichen.


Die Liste der Nachtschatten-Pflanzen:

 

  • Artischocke
  • Ashwagandha
  • Cayennepfeffer
  • Aubergine
  • Garten-Heidelbeeren und Blaubeeren (enthalten die entzündungsauslösenden Alkaloide)
  • Goji-Beeren
  • Stachelbeeren
  • Kapstachelbeeren
  • Okra
  • Melone
  • Pepino-Melone (Melonenbirne)
  • Paprika (alle Sorten, Chili, Cayenne usw.)
  • Kartoffeln (alle Sorten, AUSGENOMMEN Süßkartoffeln oder Yamswurzel)
  • Sauerampfer
  • Homöopathisches »Belladonna«
  • Tabak
  • Tamarillo (eine pflaumenartige Frucht aus Peru)
  • Tomate (alle Sorten einschließlich der Tomatillo)

Sojasauce wird in den USA zumeist mit gentechnisch veränderten (GV-) Sojabohnen hergestellt, die mit der Nachtschattenpflanze Petunia verschnitten werden. Die Gewürze schwarzer und weißer Pfeffer sowie Pfefferkörner sind keine Nachtschatten.

 

Weitere Inhaltsstoffe und Produkte, die Sie ebenfalls meiden sollten:

  • Homöopathische Mittel mit Belladonna
  • Verschreibungspflichtige und rezeptfreie Mittel, die Kartoffelstärke als Füllstoff enthalten (das ist besonders bei Schlafmitteln und muskelentspannenden Mitteln der Fall)
  • Essbare Blüten: Petunia, Solandra, Jasmin, Engels- und Teufelstrompete
  • Atropin und Scopolamin, die in Schlaftabletten verwendet werden
  • Tropische schmerz- und entzündungshemmende Arzneien mit Capsicum (im Cayennepfeffer)
  • Backpulver enthält oftmals Kartoffelstärke.
  • Wodka (wird aus Kartoffeln hergestellt)

 

Lesen Sie die Etiketten aufmerksam – es könnte sonst passieren, dass Sie alles richtig machen und ein winziger Inhaltsstoff macht alles zunichte. Kaufen Sie keine Lebensmittel, bei denen auf dem Etikett nur »Würzmittel« oder »Gewürze« angegeben ist, denn die enthalten wahrscheinlich Nachtschatten.

 

 

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

 

Journal of Neurological and Orthopedic Medical Surgery (1993) 12:227-231. »An Apparent Relation of Nightshades (Solanaceae) to Arthritis«.

 

»Prevalence of Doctor-Diagnosed Arthritis and Arthritis-Attributable Activity Limitation – United States, 2007 – 2009«.

 

»Potato glycoalkaloids adversely affect intestinal permeability and aggravate inflammatory bowel disease«.

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