Friday, 31. October 2014
04.04.2013
 
 

Studie belegt: Muttermilch tötet Krebszellen

Ethan A. Huff

Muttermilch ist bekanntermaßen ungeheuer gesund, und jetzt haben schwedische Wissenschaftler noch einen weiteren Stoff darin entdeckt, der über schier unglaubliche krebshemmende Eigenschaften verfügt.

Laut einer in der internationalen Online-Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlichten Studie tötet die Substanz, die unter dem Namen »HAMLET« (für Human Alpha-lactalbumin Made LEthal to Tumor cells) bekannt ist, Krebszellen. Das wiederum trägt dazu bei, Kleinkinder dauerhaft vor der Entwicklung von Tumoren zu schützen.

 

Bereits in den 1980er Jahren entdeckten Wissenschaftler der amerikanischen Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC), dass Kinder, die gestillt werden, deutlich seltener an Krebs erkrankten als Kinder, die mit Babynahrung oder anderen unnatürlichen Nahrungsmitteln gefüttert wurden. Jetzt ist es ein wenig klarer geworden, warum das so ist: Die Muttermilch enthält ganz besondere Substanzen wie eben dieses HAMLET, das spezifisch Krebszellen ins Visier nimmt, während gesunde Zellen ungehindert wachsen und sich normal vermehren können.

 

»Laborversuche haben gezeigt, dass HAMLET 40 verschiedene Formen von Krebszellen tötet. Die Wissenschaftler untersuchen jetzt seine Wirkung auf Hautkrebs, Schleimhaut- und Hirntumoren«, erklärt Science Daily über die Entdeckung. »HAMLET tötet ausschließlich Krebszellen und greift gesunde Zellen nicht an.«

 

Wissenschaftler waren zunächst zufällig auf HAMLET gestoßen, als sie die antibakteriellen Eigenschaften der Muttermilch untersuchten. Einige Jahre später entdeckten Forscher der Universitäten Lund und Göteborg in Schweden, dass HAMLET ein Protein und eine Fettsäure enthält, die zu der krebshemmenden Wirkung beitragen. Anschließende Untersuchungen ergaben, dass sich die Substanz wohl in der sauren Umgebung des Magens der Babys bildet, dem natürlichen Nebenprodukt des Verzehrs der Muttermilch.

 

»HAMLET entsteht durch die Verbindung von Alpha-Lactalbumin in der Milch und Ölsäure, die sich im Magen der Babys findet«, erläuterte Professor Roger Karlsson von der Universität Göteborg im Londoner Telegraph. »Das Stillen wird also mit der Senkung des Krebsrisikos bei Babys in Verbindung gebracht. Außerdem löst HAMLET die Apoptose aus, das ist der programmierte Zelltod.«

 

Brustmilch könnte auch bei Erwachsenen zur Krebsbehandlung beitragen

 

Doch Kleinkinder sind möglicherweise nicht die Einzigen, die vom Verzehr der Muttermilch profitieren können. Humanstudien, bei denen nur die HAMLET-Komponente der Muttermilch untersucht wurde, haben ergeben, dass es Blasenkrebs bei Männern bekämpfen kann. Bei Blasenkrebspatienten, denen HAMLET injiziert wurde, wurde schon nach wenigen Tagen der Behandlung eine Verringerung der Größe der Krebstumoren beobachtet.

 

»Blasenkrebspatienten wurde über einen Katheter eine HAMLET-Lösung injiziert«, wird Professor Karlsson im Telegraph zitiert. »Die Lösung tötete Krebszellen, und die Tumoren schrumpften tatsächlich innerhalb von fünf Tagen.«

 

Ähnliche Studien hatten in den vergangenen Jahren ergeben, dass auch andere natürliche Bestandteile der Muttermilch dazu beitragen können, Wachstum und Ausbreitung von Krebszellen zu hemmen. So ergab beispielsweise eine 1994 in der Zeitschrift Cancer Research veröffentlichte Studie, dass das Lactoferrin in der Muttermilch bei Mäusen das Tumorwachstum bremst. Und eine andere, im selben Jahr in der Zeitschrift Medical Hypothesis veröffentlichte Studie belegte, dass die Fettsäuren in der Muttermilch ebenfalls das Krebswachstum verhindern.

 

Außerdem wird seit Jahren immer wieder über Menschen berichtet, die Muttermilch zur Behandlung ihrer Krebstumoren verwendeten. So will ein Mann vor einiger Zeit den Prostatakrebs dadurch geheilt haben, dass er jeden Tag Muttermilch trank. 2009 berichtete ABC News, in England habe ein Mann jeden Tag eine Portion Muttermilch seiner Tochter eingenommen, um die Behandlung seiner Darmkrebserkrankung zu unterstützen, die angeblich bereits das Endstadium erreicht und bereits auf Leber und Lymphknoten übergegriffen hatte.

 

 

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

 

ScienceDaily.com

ABCNews.go.com

Telegraph.co.uk

Futurity.org

 

 

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