Tuesday, 30. August 2016
19.02.2012
 
 

Rheuma und Arthrose: Wie Hildegard von Bingen der Volksgeißel zu Leibe rückt

Eva Herman

Winterzeit, Kältezeit, Horrorzeit für Gelenkpatienten. Vor allem, wenn es sich um die unangenehme feuchte Kälte handelt, leiden viele Betroffene schon bei jeder kleinen Bewegung. Doch was tun gegen Arthrose in den Fingern, Versteifung, Schwellung und Schmerzen in Knie- und Hüftgelenken? Fachärzte, Rheumakliniken und Experten aller Art geben sicher ihr Bestes, doch meist hält sich das Ergebnis in Grenzen. Doch wo liegen eigentlich die Ursachen für die Volksgeißeln Rheuma und Gicht? Wer ist betroffen? Und was hilft, um den Schmerz zu lindern und die ungebetenen »starren Störenfriede« dauerhaft wieder aus dem Körper zu vertreiben?

Arthrose und Gicht erhalten die Lebensfreude nicht! Diesen Ausspruch habe ich als Kind oft gehört, wenn meine Großmutter allmorgendlich ihre steifen, geschwollenen und verbogenen Finger weich zu kneten versuchte. Oft standen ihr dabei vor Schmerz die Tränen in den Augen, niemand konnte ihr helfen, auch nicht die zahlreichen Ärzte und Kliniken, die sie im Laufe von Jahrzehnten konsultiert hatte. Heute wünschte ich, dass Omi Hildegard von Bingen gekannt hätte, denn die wusste nicht nur, wie man auf innerem Wege und durch ein verändertes Ernährungsverhalten Genesung finden kann, sondern ihre Weinrautenwickel mit getrockneter Petersilie oder das ausgezeichnete Rezept der wohltuenden Wermutcreme hätten die Schmerzen schneller lindern helfen und auch den äußeren Heilungsprozess in Gang setzen können.

 

Gicht, Arthrose und Rheuma gehören zu den größten Feinden unserer heutigen Gesundheitsgesellschaft. Nicht nur ältere Menschen sind betroffen, sondern die Patienten werden inzwischen immer jünger. Ursachen dafür gibt es viele: Falsche Ernährung, zu viel Alkohol, Veranlagung, bestimmte innere Dispositionen. Der österreichische Naturheilkundler und Hildegard-Experte Helmut Posch schreibt: »Das Leiden hat viele Gesichter und Namen: Ob Arthritis deformans, Polyarthritis oder Schulter- und Rückenschmerzen, Bandscheibenleiden, Hexenschuss und Ischias, die Grundkrankheit ist nach Hildegard immer dieselbe, nämlich Gicht!«

 

Die vor über neunhundert Jahren in Bingen am Rhein lebende Äbtissin, deren tiefe Kenntnisse über Natur und Gesundheit durch ihre außerordentlichen hellsichtigen Fähigkeiten erstanden waren, zählt Rheuma, Arthrose und Gicht zu einer großen Familie. Selbst Sprachstörungen durch Zungenlähmung erklärt sie schlicht zur Zungengicht. Die Ursache für geschwollene Finger, einen schmerzenden Rücken oder versteifte Knie-, Arm- oder Hüftgelenke sieht Hildegard von Bingen vornehmlich in einer Störung der Körpersäfte. Und die hängen hauptsächlich von unserer Lebensweise ab.

 

Helmut Posch zitiert die überbegabte Kirchenfrau so: »Der Grund dafür, warum der Mensch krank wird, liegt im Phlegma, das wir im Übermaß in uns haben. Jetzt hat der Mensch Gicht und Phlegma in sich und allerlei Krankheiten. Dieses Phlegma besteht aus vier verschiedenen Säften. Die beiden wichtigsten werden Phlegma genannt, die beiden anderen heißen Schleim. Stehen diese im rechten Verhältnis zueinander, so ist der Mensch gesund. Nimmt eines jedoch überhand im Regiment, unterliegt ihm das andere in Knechtschaft, und der Mensch wird krank«.

 

Den Hinweis meiner Großmutter vor vielen Jahren, es handele sich um eine Abnützungserkrankung ihrer Finger, lässt Hildegard von Bingen nicht gelten. Zwar lindert der wohlgemeinte ärztliche Trost, man habe im Laufe des Lebens zu viel gearbeitet und die Gelenke seien deswegen abgenützt, den Seelenschmerz ein wenig, doch sei es an den Haaren herbeigezogen, so auch Helmut Posch: »Es gibt keine Abnützung, sondern nur eine krankhafte, nicht erfolgreich behandelte Deformierung. Nicht die viele Arbeit hat die Gelenke zerstört, sondern die Gicht«.

 

Wie ein steter Tropfen den Stein höhle, so zerstörten die Säfte selbst Gelenke. Das Tragische an der Krankheit sei hier, dass die meisten Leute in den ersten zehn oder fünfzehn Jahren gar nicht merken, wie sie sich in ihrem Körper langsam, aber unwiderruflich ausbreitet. Stellt sich die interessante Frage: Sind Rheuma und Gicht überhaupt heilbar? »Nach Hildegard ein klares Ja, aber mit Geduld«, so der Experte. »Man muss die Gichtsäfte, welche in einem Gliede wüten, auflösen, zerteilen und ausleiten. Dazu gibt es mehrere Mittel. Ein sehr vielversprechendes ist zweifellos die Arthritissalbe aus Hirschmark, Hirschtalg und Wermutbrei (Wermutcreme)«. Das Rezept für die Salbe ist kein Hexenwerk, sondern wird hier gerne wiedergegeben:

 

»Zerstoße Wermut (Blätter) in einem Mörser zu Saft, dann nimm einen Teil Hirschmark, zwei Teile Hirschtalg und vier Teile von diesem Wermutsaft (Brei). Daraus mache eine Salbe. Ein Mensch, der von schwerstem Rheuma geplagt wird, so, dass sogar seine Glieder in den Gelenken zu zerbrechen drohen, den salbe nah am Feuer dort ein, wo es ihm weh tut, und er wird geheilt«.

 

Selbstverständlich kann man die Salbe auch fertig erhalten.

 

Es sind mehrere lange Seiten, in denen Posch die Zusammensetzung der Säfte und deren mögliche Fehlfunktionen durch bestimmte Störungen erläutert. Heraus kommt unterm Strich, was Patienten als erstes zu tun haben: Ernährung umstellen, zu viel Alkohol meiden, regelmäßige Weinrautenwickel und die betroffenen Stellen mit Wermutcreme massieren, dazu: Wärme und Bewegung. Wörtlich heißt es bei Hildegard zu den wohltuenden Wickeln:

 

»Von der Gicht. Ein Mensch, der weichliches Fleisch hat und infolge von Unmäßigkeit im Trinken an einem seiner Glieder von der Gicht geplagt wird, soll Petersilie nehmen und das Vierfache davon Raute und in einer Schüssel mit Olivenöl rösten, oder, falls er dies Öl nicht bekommen konnte, mit Bockstalg durchbraten lassen. Die Kräuter soll er so heiß, wie sie sind, auf die Stelle legen, wo er den Schmerz empfindet, und sie durch ein übergelegtes Tuch befestigen. Die Kälte des Petersiliensaftes bändigt nämlich das Anschwellen der Gichtsäfte, die Wärme des scharfen Rautensaftes hält dieselben Säfte zusammen, so dass sie nicht im Übermaß zunehmen, und das Öl oder der Bockstalg durchdringt sie und löst sie auf, und das tun sie, wenn sie in der angegebenen Weise miteinander gemischt werden«.

 

Hildegard-Spezialist Helmut Posch hat über dieses Mittel im Laufe der zurückliegenden Jahre nicht nur unzählige positive Rückmeldungen erhalten, sondern er selbst heilte damit in kurzer Zeit auch seinen eigenen fiesen Hexenschuss, denn wie schon erwähnt betrifft Hildegards Gicht nicht nur die Finger oder Gelenke von Armen, Knien und Beinen. Zu dem Rezept schreibt Posch: »Die Weinraute (Ruta graveolens) ist eine bekannte Heilpflanze und kann in jedem Garten gezogen werden. Den Samen oder die jungen Pflanzen besorgt man sich in einer Gärtnerei. Im Notfall begnügen wir uns auch mit der trockenen Droge aus der Apotheke oder Drogerie. Um das richtige Verhältnis 1:4 zu erhalten, muss man dann auch getrocknete Petersilie nehmen, das ist klar«.

 

Mutet es unterdessen nicht völlig verrückt an, dass viele dieser wertvollen Naturheilmittel, die den Menschen in ihrer Not und gegen die teilweise bohrenden Dauerschmerzen wirklich wirksam helfen können, und zwar ohne Nebenwirkungen, laut neuester EU-Verordnung jetzt nicht mehr beworben werden dürfen? Die Hersteller, deren Anliegen meist eine ganzheitliche Heilung des Menschen ist, und die den Chemie- und Pharmaprodukten weitgehend abgeschworen haben, leiden seit Beginn 2012 schwer unter dieser neuen EU-Verordnung, die immerhin 27 Länder und mehr als eine halbe Milliarde Menschen betrifft. Ich möchte diesen Beitrag beenden mit einem Hinweis meiner Kollegin Brigitte Hamann, die erst kürzlich in ihrem Artikel zur Kraft der Wurzelkraft® (gegen Haarausfall) in diesem Zusammenhang schrieb: »Geben Sie weiter, was Sie hier lesen, damit auch andere wissen, dass sie heute nur noch in Büchern und Artikeln erfahren können, was natürliche Heil- und Nahrungsergänzungsmittel leisten können.«

 

Durch diese neue EU-Verordnung, ebenso durch die wachsende Macht großer Saatgutkonzerne wie Monsanto und Co., die in enger Zusammenarbeit mit den Regierungen der Länder die Agrarkultur auf dem Globus nachhaltig umpflügen, durch den Einfluss der ausufernden Herrschaft von Pharma- und Chemiekonzernen, durch absurde EU-Normen für die angeblich richtige Gurkenkrümmung oder von den Bauern einzuhaltende Standardgrößen für Äpfel und Tomaten, durch Verbote alter Apfel- und Kartoffelsorten und so weiter wird die Luft für jene Menschen immer dünner, die natürliche und meist ganzheitliche Heilmethoden empfehlen und umsetzen. Die im Übrigen meist auch viel günstiger sind als teure Pillen und chemische Therapien.

 

Das wertvolle und unverzichtbare Wissen um die Heilkraft von Kräutern und Nahrungsmitteln wird somit Schritt für Schritt unter Strafe gestellt. Hatten wir das nicht schon einmal? Na gut, früher wurden die so genannten »Kräuterhexen« gleich auf dem Scheiterhaufen verbrannt, also rücksichtslos ermordet und das wertvolle Wissen somit gleich beseitigt. Bleibt die Frage, wie viel Zeit uns noch bleibt, bis es wieder so weit ist.

 

 

 

 


 

 

 

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