Tuesday, 30. August 2016
24.06.2014
 
 

Gen-Bananen kommen in Ihren Supermarkt – dank Bill Gates

J. D. Heyes

Was hat die Entwicklung genmanipulierter Bananen mit dem reichsten Mann der Welt, Microsoft-Gründer Bill Gates, zu tun? Alles.  Wie die Techniknachrichten-Website CNet News berichtet, forscht der Wissenschaftler James Dale an der Queensland University of Technology in Australien seit Jahren an der Entwicklung einer besseren Banane. (Was soll an denen, die natürlich wachsen, falsch sein? Keine Ahnung, aber das sagt er.)

 

Seit 2005 arbeite er an einer Banane, die mehr Provitamin A liefere. »In diesem Bereich kann gute Wissenschaft einen erheblichen Unterschied bedeuten, indem Grundnahrungsmittel wie ugandische Bananen mit Provitamin A angereichert werden, sodass sie einer armen und Subsistenzlandwirtschaft betreibenden Bevölkerung eine nährstoffreichere Nahrung liefern«, sagt Dale in einer Pressemitteilung.

 

»Wir wissen, dass unsere Wissenschaft funktionieren wird« – berühmte letzte Worte

 

Und jetzt, dank zehn Millionen Dollar an Fördergeldern von der Bill & Melinda Gates Foundation, ist Dale nahe daran, sein Ziel zu verwirklichen. CNet berichtet:

Dass diese Bananen anders sind, ist mit bloßem Auge zu erkennen. Äußerlich sehen sie gleich aus, aber das Fruchtfleisch ist durch den hohen Gehalt an Vitamin A eher orangefarben als blass. Anders als die Bananen, die wir in den USA kennen, werden diese Kochbananen vor dem Verzehr immer gegart. Die Banane ist ein Grundnahrungsmittel, aber es mangelt ihr an Mikronährstoffen wie Vitamin A. Ein entsprechendes Defizit im Körper wird mit einem geschwächten Immunsystem und Erblinden in Verbindung gebracht.

»Wir wissen, dass unsere Wissenschaft funktionieren wird. Wir haben hier an der QUT die Konstrukte entwickelt, die Gene, die in die Bananen eingeschleust wurden. Bei Feldversuchen im Norden des Landes haben wir Hunderte verschiedener Permutationen untersucht und alles genau getestet, damit unsere Wissenschaft hier in Queensland funktioniert«, sagte Dale.

 

In dem Bericht wird betont, dass die Bananen vor der Freigabe für den menschlichen Verzehr problemlos von mongolischen Rennmäusen verzehrt wurden (es ist nicht klar, was die Verbindung zu Menschen ist, aber wir nehmen es so hin).

 

Die Bananenart, die für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist, wurde in Queensland angebaut und wird jetzt in die Vereinigten Staaten verschifft. Dort wird sie sechs Wochen lang getestet, die Ergebnisse werden Ende des Jahres vorliegen. Dale hofft, dass Bauern in Uganda die neuen Gen-Bananen ab 2020 anbauen können.

 

Die Gates Foundation unterstützt GVO schon seit Langem

 

Auf dem Blog seiner Stiftung pries Gates die Forschung und äußerte sich hoffnungsvoll über das Ergebnis:

Vor unserem Besuch wusste ich nicht viel über Bananen. Als Agrarwissenschaftler zählt Dale zu den weltweit führenden Experten. Die Zeitung The New Yorker präsentierte ihn in einem faszinierenden Artikel über die Geschichte der Bananen als Exportfrucht. Wie in dem Artikel erklärt wurde, verbreitet sich auf Plantagen in Asien und Australien seit einigen Jahren eine Krankheit, die die für den Export bestimmte Bananensorte Cavendish bedroht. Der Erreger, ein Pilz, hat sich bisher noch nicht nach Lateinamerika ausgebreitet, aber wenn das passiert, werden Bananen in Nordamerika und anderswo viel rarer und teurer werden. Dale arbeitet daran, neue Varianten der Cavendish zu entwickeln, die gegen den Pilz resistent sind. Dazu schleust er genetisches Material aus anderen Organismen in Bananenpflanzen ein.

Diese Arbeit läuft separat von der Forschung, die unsere Stiftung unterstützt, auch wenn Techniken und wissenschaftliche Prinzipien, einschließlich transgener Experimente, beteiligt sind. Bananenpflanzen weniger anfällig für Krankheiten zu machen, ist für uns ein sekundäres Ziel. Hauptsächlich helfen wir Dale bei der Entwicklung neuer Bananensorten, die nährreicher sind und insbesondere mehr Vitamin A und Eisen liefern, die der Körper absorbieren kann.

Wenn Bananen aus irgendeinem Grund auf der Welt ausgerottet werden sollten, gibt es noch andere, gentechnikfreie Quellen von Vitamin A, beispielsweise Brokkoli, Karotten, Aprikosen und Süßkartoffeln.

 

 

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

 

GatesNotes.com

CNet.com

NaturalNews.com

 

 

 

 

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