Dienstag, 23. Mai 2017
22.10.2015
 
 

Kaffeetrinken senkt das Multiple-Sklerose-Risiko

Jennifer Lea Reynolds

Wenn Sie gern Kaffee trinken, liefert Ihnen dieser Artikel ein gutes Argument, sich ein zweites Tässchen zu genehmigen. Falls Kaffee nicht Ihr Ding ist, sollten Sie es sich vielleicht Ihrer Gesundheit zuliebe noch einmal überlegen.

 

Analysen von Studien, bei denen die Kaffeegewohnheiten von Menschen in den USA und Schweden verglichen wurden, zeigten, dass Kaffee helfen kann, das Multiple-Sklerose-Risiko zu senken. Weltweit sind mehr als zwei Millionen Menschen an MS erkrankt.

 

Die Ergebnisse, die im April beim 67. Jahrestreffen der American Academy of Neurology (AAN) in Washington D.C. präsentiert wurden, zeigen, dass Amerikaner, die keinen Kaffee trinken, mit anderthalb Mal höherer Wahrscheinlichkeit an MS erkranken als Menschen, die in dem Jahr, bevor sie MS-Symptome entwickelten, täglich mehr als vier Tassen Kaffee tranken.

 

Studie zeigt die Menge an Kaffee, die MS-Symptome in Schach hält

 

Auch die Kaffeegewohnheiten von Schweden waren Teil der Studie; auch hier zeigte sich eine ähnlich positive Auswirkung des Kaffeekonsums wie in den USA. Die analysierte schwedische Studie ergab, dass bei Menschen, die überhaupt keinen Kaffee trinken, ein anderthalb Mal höheres MS-Risiko bestand im Vergleich zu den Menschen, die ein Jahr vor der Entwicklung der Symptome täglich mindestens sechs Tassen Kaffee tranken.

 

Bei dieser Studie bewerteten Forscher die Informationen über mehr als 1600 MS-Patienten und 2800 Gesunden in Schweden; an der amerikanischen Studie waren 1160 MS-Erkrankte und 1172 Gesunde beteiligt. In beiden Fällen wurden Faktoren wie Alter, Body Mass Index und gesunde oder ungesunde Lebensweise wie beispielsweise Rauchen berücksichtigt. Der Kaffeekonsum wurde bei allen über denselben Zeitraum verglichen.

 

Über MS hinaus: die mannigfache gesunde Wirkung des Kaffeetrinkens

 

Die Studienautorin Dr. Ellen Mowry, MD, MCR von der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore betont: »Der Konsum von Koffein wurde bisher mit einem verringerten Risiko für Parkinson und Alzheimer in Verbindung gebracht. Unsere Studie zeigt, dass Kaffeegenuss auch vor Multipler Sklerose schützen könnte. Es stützt die Vermutung, dass der Wirkstoff eine schützende Wirkung auf das Gehirn haben könnte.« Mowry ist auch Mitglied der American Academy of Neurology, wo diese Erkenntnisse vorgestellt wurden; sie sollen beim nächsten Jahrestreffen weiter ausgeführt werden. »Koffein sollte auch auf seine Wirkung bei Schüben und langfristiger Behinderung bei MS untersucht werden«, sagt Mowry.

 

Zusätzlich zu der gehirnschützenden Wirkung hat sich Koffein auch bei der Diabetes-Prävention und zum Schutz der Leber als hilfreich erwiesen.

 

Kaffee hilft, Typ-2-Diabetes zu verhüten

 

Experten der Harvard School of Public Health (HSPH) kamen zu dem Schluss, dass bei Menschen, die ihren Kaffeekonsum über vier Jahre um durchschnittlich 1,69 Tassen täglich steigerten, in dieser Zeit ein elf Prozent niedrigeres Risiko eines Typ-2-Diabetes bestand als bei Menschen, die ihren Kaffeekonsum nicht änderten.

 

Schützt vor Leberkrebs

 

Eine Studie, die in der Zeitschrift Clinical Gastroenterology and Hepatology veröffentlicht wurde, zeigte eine Verbindung zwischen dem Konsum von drei Tassen Kaffee täglich und einem 50 Prozent niedrigeren Leberkrebs-Risiko. Dr. Carlo La Vecchia vom Istituto di Ricerche Farmacologiche Mario Negri in Mailand erklärte: »Unsere Untersuchung bestätigt frühere Aussagen, Kaffee sei gesund, insbesondere für die Leber.«

 

Das wichtigste Geheimnis hinter der gesunden Wirkung von Kaffee

 

Man vermutet, dass die gesunde Wirkung des Kaffees vor allem auf die darin enthaltenen Antioxidantien – genauer gesagt die Polyphenole und Flavonoide – zurückzuführen ist.

 

Dr. Joe Vinson von der University of Scranton sagt: »Amerikaner erhalten aus Kaffee mit Abstand mehr Antioxidantien als aus jeder anderen Nahrungsquelle.« Diese Antioxidantien sollten demnach als die »good guys« betrachtet werden.

 

 

Quellen:

 

dailymail.co.uk

newswise.com

sciencedaily.com

medicalnewstoday.com

medicalnewstoday.com

cnn.com

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (16) zu diesem Artikel

24.10.2015 | 12:38

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24.10.2015 | 09:58

sonja

Edmundotto,es ist nicht das Koffein was die Energie raubt,sondern das Koffein im Kaffee.Beim trinken von grünen Tee ist dieses Erschöpfungsgefühl nicht vorhanden,da es langsamer abgebaut wird und nicht das Herz-Kreislaufsystem belastet.Desweiteren kann ich Lonus voll zustimmen.


24.10.2015 | 01:29

Horst

@Lonus: Kaffee wird ja nicht umsonst das Heroin des kleinen Mannes genannt. Neuste Studien zeigen, dass jeder Kaffeetrinker irgendwann sterben wird! Schockierend!


23.10.2015 | 11:39

Silke

Anstatt den Kaffee zu trinken nehme ich den Kaffee als Kaffeeinlauf. Das ist zwar unappetitlich und nur zu Hause möglich, verändert die Wirkung des Kaffees aber erheblich: 1. Die Kaffeesäuren und Gerbstoffe, die den Magen und Körper reizen werden nicht aufgenommen 2. Das Koffein geht direkt in die Leber und kann auf diesem Wege einen vorhandenen Leberstau auflösen. Leberstau: Die Leber ist mit der Ausleitung der Abfallstoffe aus unserem Körper überlastet. Für genauere Infos lest...

Anstatt den Kaffee zu trinken nehme ich den Kaffee als Kaffeeinlauf. Das ist zwar unappetitlich und nur zu Hause möglich, verändert die Wirkung des Kaffees aber erheblich: 1. Die Kaffeesäuren und Gerbstoffe, die den Magen und Körper reizen werden nicht aufgenommen 2. Das Koffein geht direkt in die Leber und kann auf diesem Wege einen vorhandenen Leberstau auflösen. Leberstau: Die Leber ist mit der Ausleitung der Abfallstoffe aus unserem Körper überlastet. Für genauere Infos lest Euch selber schlau, auch wie der Kaffee dafür zubereitet wird. Die Zubereitung ist ebenfallls anders als beim Filterkaffee. Tipp aus eigener Erfahrung: 2x die Woche reicht und für Leute die wenig Kaffee trinken mit 1 bis 2 Teelöffel (= 1 Tasse Kaffee) ausreichend. Die oft empfohlenen 3 Esslöffel sind für Kaffeejunkies oder für Leute mit Heilkuren unter ärztlicher Anleitung. Leute die koffeinsensibel sind oder Abhängigkeitssymptome wie Müdigkeit oder ähnliches entwickeln (Infos im Netz oder so suchen), lassen es lieber ganz bleiben und reinigen die Leber anders.


23.10.2015 | 11:33

edmundotto

@sonja, nicht Kaffee raubt dem Körper Energie (wenn überhaupt), Koffein sollten Sie für diesen von Ihnen genannten Energieverlust verantwortlich machen. Das "ständige Müdigkeitsgefühl um die Mittagszeit" ist Folge der auf Koffein erfolgten Nebennierenanregung , die nach kurzen Stunden wieder "im Keller landet". Lassen sie doch ´mal Ihre Nebennierentätigkeit checken ( z.B. Cortisolspiegel..). Ich stimme mit Ihnen überein, wenn sie behaupten, Antioxidantien kann...

@sonja, nicht Kaffee raubt dem Körper Energie (wenn überhaupt), Koffein sollten Sie für diesen von Ihnen genannten Energieverlust verantwortlich machen. Das "ständige Müdigkeitsgefühl um die Mittagszeit" ist Folge der auf Koffein erfolgten Nebennierenanregung , die nach kurzen Stunden wieder "im Keller landet". Lassen sie doch ´mal Ihre Nebennierentätigkeit checken ( z.B. Cortisolspiegel..). Ich stimme mit Ihnen überein, wenn sie behaupten, Antioxidantien kann man sich auf gesündere Art zuführen.


23.10.2015 | 10:55

sandro

Wenn man die Ursachen von MS vorallem als Ursache einer Vergiftung deutet und der Kaffee beim Patienten eine darmaktivierende und somit abführende Wirkung hat -was ja bei vielen Konsumenten- der Fall ist, können Toxine die über die Darmwand resorbiert werden sich nich "einnisten " und werden sofort abgestoßen-macht doch Sinn. Evtl eine ähnliche Wirkung wie beim Kaffeeeinlauf nur das der Kaffee oral aufgenommen wird.

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