Wednesday, 28. September 2016
29.09.2011
 
 

Omega-3-DHA-Fettsäuren senken das Risiko von Schlaganfällen und verbessern kognitive Fähigkeiten

John Phillip

In verschiedenen, vor Kurzem veröffentlichten Artikeln wird die besondere Bedeutung der Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren durch den Verzehr fettreichen Fischs und die Einnahme von Fischöl-Ergänzungsmitteln hervorgehoben. In der medizinischen Fachzeitschrift Stroke der amerikanischen Herz-Gesellschaft AHA zeigen Wissenschaftler auf, dass die wirksamen Anteile an Omega-3-DHA-Fettsäuren (DHA = Docosahexaensäure) dazu beitragen, im Alter Gehirnzellen bei großer Beanspruchung zu entlasten und auf diese Weise das Risiko eines stark lebensverändernden Schlaganfalls um bis zu einem Viertel zu senken.

 

Forscher des Zentrums für Alzheimer-Erkrankungen und Gedächtnisstörungen des Rhode-Island-Krankenhauses fanden heraus, dass die DHA aus Nahrungsergänzungsmitteln wichtige Gehirnchemie und –struktur verändert und so einer Abnahme der kognitiven Leistungsfähigkeit und ungewöhnlicher Gehirnalterung entgegenwirkt. Zahlreiche wissenschaftliche Hinweise belegen zudem die Bedeutung der Omega-3-Fettsäuren bei der Bekämpfung von Stoffwechselstörungen, die zu Demenz, Schlaganfällen oder chronischen Erkrankungen führen können.

Entzündungen vitaler Nerven- und anderer wichtiger Gehirnstrukturen sind deutliche Vorboten einer Überbeanspruchung, die wiederum eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Schlaganfällen, die oft das ganze Leben grundlegend verändern, spielen können. Die Forscher veröffentlichten die

Ergebnisse ihrer Arbeit, in der sie der Frage nachgingen, inwieweit Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl, und dort insbesondere die langkettigen DHA-Anteile, wirksam die entzündlichen Prozesse der Nerven hemmen und damit das Risiko eines Schlaganfalls verringern können.

 

Im Rahmen der Untersuchung wurden Mäuse in drei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe erhielt mit DHA angereichertes Futter; die zweite Gruppe erhielt Futter, dem die DHA entzogen war, und der dritten Mäusegruppe wurde eine Kontrolldiät vorgesetzt. Nach drei Monaten stellten die Wissenschaftler fest, dass nur die Mäusegruppe, die das mit DHA angereicherte Futter erhalten hatte, eine verringerte Neuroinflammation [Der Begriff der Neuroinflammation setzt sich immer mehr als Bezeichnung für chronische, entzündungsähnliche Reaktionen der Glialzellen des Gehirns durch, die zu degenerativen Erscheinungen führen können] und ein Viertel weniger Gewebeschädigungen nach einem künstlich herbeigeführten Schlaganfall aufwies. Darüber hinaus zeigte sich, dass eine langfristige ergänzende DHA- Aufnahme zu einem gesunden Aufbau von DHA-Fett im Gehirngewebe führte, was wiederum eine Verbesserung des Verhältnisses von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren nach sich zog.

Eine der Hauptverfasserinnen der Untersuchung, Dr. Jasna Kriz, schlussfolgert: »Wir haben es hier mit dem ersten überzeugenden Beweis für die starken entzündungshemmenden Auswirkungen des DHA-Omega-3-Fettsäureanteils auf die Gesundheit der Zellmembranen, der Nerven und der Gehirnfunktion im Allgemeinen zu tun. Die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren sorgt im Gehirn für eine entzündungshemmende und die Nervenzelle schützende Umgebung, die die Schäden eines Schlaganfalls verringert.«

Zusätzliche Belege für die Bedeutung der Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren aus dem Verzehr von Fisch oder aus der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln lieferte eine Forschergruppe des Rhode-Island-Krankenhauses. Sie führte eine Untersuchung durch, an der 819 ältere Menschen teilnahmen, die in drei Gruppen aufgeteilt wurden: Die eine Gruppe wies normale kognitive Fähigkeiten (wie Aufmerksamkeit, Erinnerung, Orientierung, Lernen, Planen und so weiter) auf. Eine weitere Gruppe zeigte geringfügige Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten, und die dritte Gruppe bestand aus Patienten, die an der Alzheimer-Erkrankung litten. Im weiteren Verlauf der dreijährigen Untersuchung erhielten 117 Personen Fischöl-Nahrungsergänzungsmittel. Als Folge dieser Einnahme verringerte sich während der Untersuchung der Gehirnschwund und nahmen andererseits die kognitiven Fähigkeiten zu.

Die Hauptautorin der Studie, Dr. Lori Daiello, kommt zu dem Schluss: »Bei der Untersuchung der Aufnahmen, die im Verlauf der gesamten Studie gemacht worden waren, zeigte sich eine deutlich positive Verbindung zwischen der Einnahme von Fischöl-Nahrungsergänzungsmitteln und dem durchschnittlichen Gehirnvolumen in zwei wichtigen Gehirnarealen, die für das Gedächtnis und das Denken besondere Bedeutung aufweisen.« DHA wird bevorzugt für den Aufbau neuraler Strukturen eingesetzt und sollte wesentlicher Bestandteil der täglichen Ernährung (in Form fetthaltigen Fisches) sein oder als molekular destilliertes und gereinigtes Ergänzungsmittel (in der Größenordnung von 500 mg bis zu 1 Gramm täglich) aufgenommen werden, um das Risiko eines Schlaganfalls zu senken und einer Abnahme der kognitiven Fähigkeiten entgegenzuwirken.

 

 


 

 

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