Thursday, 18. September 2014
24.02.2012
 
 

Statine erhöhten Diabetesrisiko bei Frauen nach den Wechseljahren um 70 Prozent

John Phillip

Laut einer Studie, deren Ergebnis unlängst in der Fachzeitschrift Archives of International Medicine veröffentlicht wurde, führt die Einnahme von Statinen bei Frauen nach den Wechseljahren zu einem erheblich höheren Diabetesrisiko. Doch trotz dieser vernichtenden Beweise empfehlen die Forscher der American Diabetes Association keine Änderung ihrer Richtlinien für Primär- und Sekundärprävention. Denn der Verkauf von Statinen bringt alljährlich mehrere hundert Milliarden Dollar ein, obwohl es bestenfalls dürftige Beweise dafür gibt, dass sie sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System oder allgemein auf die Gesundheit auswirken.

Bekannt war bisher, dass sie zu Muskelschwund und Stoffwechselstörungen beitragen, doch jetzt liefert die neue Studie noch einen weiteren Grund, warum man diese energieraubende

Medikamentenklasse meiden sollte. Gesundheitsbewusste verzichten ohnehin auf Medikamente, wo immer es geht, doch die neuen überzeugenden Forschungsergebnissen sollten Anlass für alle sein, die Einnahme von Statinen ernsthaft zu hinterfragen und so ein unnötiges Diabetesrisiko zu vermeiden.

 

Dr. Annie L. Culver und ihr Team vom Rochester Methodist Hospital an der Mayo Clinic in Minnesota haben Daten der langjährigen US-weit durchgeführten Women’s Health Initiative (WHI) untersucht, genauer gesagt Daten von 153.840 Frauen ohne Diabetes mit einem Durchschnittsalter von 63 Jahren geprüft. Die Teilnehmerinnen wurden nach der Einnahme von Statinen befragt, einmal zum Zeitpunkt des Studieneintritts und erneut nach Ablauf von drei Jahren. Zu Beginn gaben sieben Prozent der Frauen an, ein Statinmedikament einzunehmen.

 

 

Dramatischer Anstieg der Diabeteshäufigkeit bei Frauen nach den Wechseljahren durch Statine

Die Forscher fanden 10.242 neue Fälle von Diabetes und kamen zu dem Ergebnis, dass die Einnahme von Statinen mit einem erhöhten Diabetesrisiko in Verbindung stand. Diese Verbindung blieb auch nach Berücksichtigung anderer variabler Größen wie Alter, Rasse, ethnischer Zugehörigkeit oder Body Mass Index bestehen und wurde bei allen Statintypen beobachtet. Dr. Culver schreibt: »Die Ergebnisse dieser Studie lassen darauf schließen, dass die Einnahme von Statinen ein erhöhtes Risiko einer DM-Ersterkrankung (Diabetes mellitus) bei nach den Wechseljahren nach sich zieht.«


Eine genauere Analyse der Daten ergab bei dieser Gruppe von Frauen in den Wechseljahren einen Anstieg der Diabeteshäufigkeit um 71 Prozent. Erstaunlicherweise hat das Ergebnis dieser Studie kein Echo in den Medien gefunden. Die wenigen Berichte, die veröffentlicht wurden, erwähnen das zusätzliche Risiko nicht, sondern betonen weiterhin den gesundheitlichen Nutzen der Statine »für das Herz«. In Wirklichkeit hemmen Statine von ihrer Wirkweise her die Energieproduktion. Wird die Energiefunktion einer Zelle beeinträchtigt, so kann diese Zelle Kalorien als Treibstoff schlechter verbrennen.

 

Eine geringe Energiefunktion der Zelle führt zu ineffizientem Stoffwechsel und einer Insulinresistenz, die mit gesteigerter Müdigkeit und schließlich mit einer Typ-2-Diabetes einhergeht. Statine sind ein sicheres Rezept für Stoffwechselkatastrophen und dennoch schlucken Millionen Frauen und Männer blind diese »magischen Pillen« in der Annahme, nun könnten sie sich weiterhin schlecht ernähren und seien dennoch gegen eine Herzerkrankung und eine ganze Reihe weiterer chronischer Krankheiten gefeit. Jetzt liegen die Beweise auf dem Tisch, und sie könnten eindeutiger nicht sein – zumindest für die, die gewillt sind, zuzuhören und ihr Diabetesrisiko dramatisch zu senken.

 

Quellen für diesen Artikel unter anderem:

Archives of International Medicine

wellness resources

Science Daily

 

 


 

 

Interesse an mehr Hintergrundinformationen?

 

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Macht – und erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!

 

Lesen Sie weitere brisante Informationen im neuen KOPP Exklusiv. KOPP Exklusiv wird grundsätzlich nicht an die Presse verschickt und dient ausschließlich zu Ihrer persönlichen Information. Jede Ausgabe ist gründlich recherchiert, im Klartext geschrieben und setzt Maßstäbe für einen kritischen Informationsdienst, der nur unter ausgewählten Lesern zirkuliert und nur im Abonnement zu beziehen ist.

 

In der aktuellen Ausgabe finden sie unabhängige Hintergrundinformationen unter anderem zu folgenden Themen:

  • Staat droht Steuersündern mit Gefängnis: »Operation kalte Füße«
  • Schock für Hauseigentümer: Schornsteinfeger als Unglücksboten
  • Menschenversuche mit Lebensmitteln
  • Todeszone Marseille: Immer mehr Maschinenpistolen

 

 

Das alles und viele weitere Kurzberichte im neuen KOPP Exklusiv, fordern Sie noch heute Ihr Probeabonnement an!

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Gefährliche Wechseljahre? Studie belegt Zusammenhang zwischen Statinen und Diabetes

Elizabeth Walling

Eine neue Studie bestätigt eine gefährliche Nebenwirkung der Statin-Medikamente: Diabetes. Wie Forscher der Harvard Medical School berichten, besteht bei Frauen über 45 Jahre, die Statine einnehmen, ein deutlich erhöhtes Diabetes-Risiko.  mehr …

Einige der 15 gefährlichsten Medikamente, die Ihre Familie und Sie vielleicht heute schon einnehmen

Anthony Colpo

Ich habe meine Leser schon seit langer Zeit vor den giftigen Eigenschaften und der größtenteils unnützen Einnahme cholesterinsenkender Medikamente mit einem Wirkstoff der Gruppe der Statine gewarnt. In ihrem neuen Artikel erklärt Martha Rosenberg, deren Arbeiten schon in etablierten Printmedien wie dem Boston Globe, dem San Francisco Chronicle und  mehr …

Cholesterinblocker werden gesunden Menschen ohne Befund einer Herzerkrankung verschrieben

S. L. Baker

Die Schulmedizin will, dass immer mehr Menschen das sogenannte »Wundermedikament«, den Cholesterinsenker Statin, einnehmen. So wurde vorgeschlagen, Statine rezeptfrei oder sogar kostenlos abzugeben, wenn Menschen minderwertige, stark fetthaltiges Fastfood kaufen. Denn, so lautet die Begründung, bei gesenkten Cholesterinwerten würden die Gefäße  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Einige der 15 gefährlichsten Medikamente, die Ihre Familie und Sie vielleicht heute schon einnehmen

Anthony Colpo

Ich habe meine Leser schon seit langer Zeit vor den giftigen Eigenschaften und der größtenteils unnützen Einnahme cholesterinsenkender Medikamente mit einem Wirkstoff der Gruppe der Statine gewarnt. In ihrem neuen Artikel erklärt Martha Rosenberg, deren Arbeiten schon in etablierten Printmedien wie dem Boston Globe, dem San Francisco Chronicle und  mehr …

Gefährliche Wechseljahre? Studie belegt Zusammenhang zwischen Statinen und Diabetes

Elizabeth Walling

Eine neue Studie bestätigt eine gefährliche Nebenwirkung der Statin-Medikamente: Diabetes. Wie Forscher der Harvard Medical School berichten, besteht bei Frauen über 45 Jahre, die Statine einnehmen, ein deutlich erhöhtes Diabetes-Risiko.  mehr …

Deutsche Wetterstationen dürfen Strahlendaten nicht mehr veröffentlichen. Unabhängige Messwerte auf www.wisnewski.de

Gerhard Wisnewski

Während sich angesichts der Reaktorkatastrophe in Japan mancher die bange Frage stellt, was wir wohl hierzulande von der radioaktiven Strahlung abbekommen werden, machen die Behörden heimlich still und leise dicht. Berichten zufolge dürfen Messstationen an der Ostsee ihre Strahlenwerte nicht mehr veröffentlichen. Unabhängig gemessene Strahlenwerte  mehr …

Cholesterinblocker werden gesunden Menschen ohne Befund einer Herzerkrankung verschrieben

S. L. Baker

Die Schulmedizin will, dass immer mehr Menschen das sogenannte »Wundermedikament«, den Cholesterinsenker Statin, einnehmen. So wurde vorgeschlagen, Statine rezeptfrei oder sogar kostenlos abzugeben, wenn Menschen minderwertige, stark fetthaltiges Fastfood kaufen. Denn, so lautet die Begründung, bei gesenkten Cholesterinwerten würden die Gefäße  mehr …
Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

Werbung

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.