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Bekannt war bisher, dass sie zu Muskelschwund und Stoffwechselstörungen beitragen, doch jetzt liefert die neue Studie noch einen weiteren Grund, warum man diese energieraubende
Medikamentenklasse meiden sollte. Gesundheitsbewusste verzichten ohnehin auf Medikamente, wo immer es geht, doch die neuen überzeugenden Forschungsergebnissen sollten Anlass für alle sein, die Einnahme von Statinen ernsthaft zu hinterfragen und so ein unnötiges Diabetesrisiko zu vermeiden.
Dr. Annie L. Culver und ihr Team vom Rochester Methodist Hospital an der Mayo Clinic in Minnesota haben Daten der langjährigen US-weit durchgeführten Women’s Health Initiative (WHI) untersucht, genauer gesagt Daten von 153.840 Frauen ohne Diabetes mit einem Durchschnittsalter von 63 Jahren geprüft. Die Teilnehmerinnen wurden nach der Einnahme von Statinen befragt, einmal zum Zeitpunkt des Studieneintritts und erneut nach Ablauf von drei Jahren. Zu Beginn gaben sieben Prozent der Frauen an, ein Statinmedikament einzunehmen.
Dramatischer Anstieg der Diabeteshäufigkeit bei Frauen nach den Wechseljahren durch Statine
Die Forscher fanden 10.242 neue Fälle von Diabetes und kamen zu dem Ergebnis, dass die Einnahme von Statinen mit einem erhöhten Diabetesrisiko in Verbindung stand. Diese Verbindung blieb auch nach Berücksichtigung anderer variabler Größen wie Alter, Rasse, ethnischer Zugehörigkeit oder Body Mass Index bestehen und wurde bei allen Statintypen beobachtet. Dr. Culver schreibt: »Die Ergebnisse dieser Studie lassen darauf schließen, dass die Einnahme von Statinen ein erhöhtes Risiko einer DM-Ersterkrankung (Diabetes mellitus) bei nach den Wechseljahren nach sich zieht.«
Eine genauere Analyse der Daten ergab bei dieser Gruppe von Frauen in den Wechseljahren einen Anstieg der Diabeteshäufigkeit um 71 Prozent. Erstaunlicherweise hat das Ergebnis dieser Studie kein Echo in den Medien gefunden. Die wenigen Berichte, die veröffentlicht wurden, erwähnen das zusätzliche Risiko nicht, sondern betonen weiterhin den gesundheitlichen Nutzen der Statine »für
das Herz«. In Wirklichkeit hemmen Statine von ihrer Wirkweise her die Energieproduktion. Wird die Energiefunktion einer Zelle beeinträchtigt, so kann diese Zelle Kalorien als Treibstoff schlechter verbrennen.
Eine geringe Energiefunktion der Zelle führt zu ineffizientem Stoffwechsel und einer Insulinresistenz, die mit gesteigerter Müdigkeit und schließlich mit einer Typ-2-Diabetes einhergeht. Statine sind ein sicheres Rezept für Stoffwechselkatastrophen und dennoch schlucken Millionen Frauen und Männer blind diese »magischen Pillen« in der Annahme, nun könnten sie sich weiterhin schlecht ernähren und seien dennoch gegen eine Herzerkrankung und eine ganze Reihe weiterer chronischer Krankheiten gefeit. Jetzt liegen die Beweise auf dem Tisch, und sie könnten eindeutiger nicht sein – zumindest für die, die gewillt sind, zuzuhören und ihr Diabetesrisiko dramatisch zu senken.
Quellen für diesen Artikel unter anderem:
Archives of International Medicine
wellness resources
Science Daily
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