Sunday, 25. September 2016
06.11.2014
 
 

Kurkuma steigert auf natürliche Weise das Wachstum von Gehirnzellen

Julie Wilson

Laut einer neuen Studie, die in der Zeitschrift Science Daily veröffentlicht wurde, könnte das seit Urzeiten bekannte indische Gewürz Kurkuma die Gesundung eines verletzten Gehirns unterstützen und auch zur Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen eingesetzt werden.

 

Um die Wirkung von Kurkuma auf Gehirnzellen zu untersuchten, badeten Wissenschaftler zunächst endogene neurale Stammzellen – das sind Stammzellen aus erwachsenen Gehirnen – in Extrakten einer chemischen Substanz aus der Kurkuma. Im Vergleich mit einer Kontrollgruppe, die diese Substanz nicht erhielt, beobachteten sie ein um 80 Prozent gesteigertes Wachstum von Stammzellen.

 

Wir alle wissen, dass Kurkuma sehr gesund für Menschen ist; es kann verschiedene Krankheiten lindern oder heilen, und das ganz ohne Nebenwirkungen. Viele Studien haben gezeigt, dass Cholesterinsenker, Antidepressiva, Schmerzmittel oder entzündungshemmende Medikamente potenziell durch das uralte Gewürz ersetzt werden können.

 

Das klingt beeindruckend, ist aber noch längst nicht alles, denn Kurkuma kann möglicherweise auch dazu beitragen, bei Menschen nach Kopfverletzungen oder Schlaganfällen das geschädigte Gehirn zu reparieren.

 

Studie zeigt: Kurkuma unterstützt das Stammzellwachstum bei Ratten

 

Im nächsten Schritt des Experiments injizierten die Forscher aromatisches ar-Turmeron (ein chemisches Extrakt aus der Kurkuma) in Teile des Gehirns einer Ratte und beobachteten ein ähnlich gesteigertes Wachstum und vermehrte Proliferation von Stammzellen in Neuronen, wie Dr. Adele Rüger, Koautorin der Studie, mitteilt.

 

Anhand von PET-Aufnahmen entdeckten die Wissenschaftler bei den Ratten, die die Kurkuma-Injektionen erhalten hatten, eine Weitung der Subventrikulären Zone (SVZ) und einer Vergrößerung des Hippocampus.

 

Die Autoren bezeichneten diese Beobachtung als signifikant, da es sich bei der SVZ und dem Hippocampus im Gehirn von Säugetieren um die zwei Bezirke handele, in denen die Neurogenese, das Wachstum von Neuronen, auftrete.

 

Dank der neuralen Stammzellen kann sich das Gehirn innerhalb gewisser Grenzen selbst reparieren. Neurale Stammzellen wandeln sich bei Stimulation in Neuronen und zwei andere Arten von Neuralzellen. Dies trage zur Wiederherstellung des Gehirns bei, berichtet Newsweek.

 

Frühere Studien hatten ergeben, dass eine Steigerung der Anzahl der neuralen Stammzellen bei Versuchstieren zu einer besseren Regeneration [beispielsweise] nach einem Schlaganfall beitrage, sagte Rüger, die als Wissenschaftlerin am Universitätsklinikum Köln und am Institut für Neurowissenschaften und Medizin [in Jülich] tätig ist.

 

Nach Ansicht der Wissenschaftler verhindert ar-Turmeron die Aktivierung von Mikrogliazellen. Werden diese Zellen aktiviert, tragen sie zur Neuroinflammation bei, die das Gehirn beeinträchtigt und laut früheren Studien mit verschiedenen neurologischen Erkrankungen in Verbindung gebracht wird.

 

Bisher war Wissenschaftlern nicht bekannt, dass ein Kurkuma-Extrakt das Gehirn zur Selbstreparatur bewegen könnte

 

Auf der Grundlage dieser neuen Erkenntnisse halten es die Wissenschaftler für denkbar, dass das Gewürz erfolgreich zur Behandlung degenerativer Erkrankungen wie Alzheimer eingesetzt werden könnte.

 

Es sei zwar beschrieben worden, dass mehrere Substanzen die Proliferation von Stammzellen im Gehirn fördern, aber nur wenige Medikamente förderten darüber hinaus die Differenzierung von Stammzellen zu Neuronen. Gerade dies sei ein wichtiges Ziel in der regenerativen Medizin, betonte Rüger. »Die Ergebnisse über aromatisches Turmeron bringen uns diesem Ziel einen Schritt näher.«

 

Zusätzlich zur Wiederherstellung des Gehirns zeigt ar-Turmeron weiteren Nutzen, unter anderem wirkt es antimikrobiell und antimykotisch. Man nimmt an, dass es hilft, die Leber gesund zu halten, es kann sogar als Mittel gegen Schlangenbisse angewendet werden.

 

Auch ein weiterer Kurkuma-Extrakt, das Curcumin, ist sorgfältig untersucht worden. Es ist bekannt dafür, Entzündungen zu lindern; aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften hilft es, freie Radikale im Körper zu bekämpfen, wie die Website Authority Nutrition mitteilt. Freie Radikale tragen zur Alterung und zum Fortschreiten von Krankheiten bei.

 

Wie Wissenschaftler betonen, trägt Curcumin auch dazu bei, die Gehirntätigkeit zu erhöhen, es mindert das Risiko von Gehirnerkrankungen und fördert die Bildung eines Hormons, das für die Prävention von Depression und Alzheimer verantwortlich ist.

 

Die Bildung des Wachstumsfaktors BDNF (nach dem Englischen Brain-Derived Neurotrophic Factor), der als Hormon für die Gehirnfunktion zuständig ist, wird durch Curcumin gesteigert. Wissenschaftler vermuten, dass die vermehrte Bildung von BDNF Erkrankungen des Gehirns verzögern oder heilen, das Gedächtnis stärken und uns klüger machen kann.

 

Mit jeder Studie, bei der eine zusätzliche gesunde Wirkung von Kurkuma entdeckt wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Forschung eines Tages die unglaublichen Fähigkeiten dieses Gewürzes vollständig verstehen wird.

 

 

Quellen:

 

TruthWiki.org

ScienceDaily.com

NewsWeek.com

NaturalNews.com

CounselHeal.com

AuthorityNutrition.com

Turmeric.com

Turmeric4Health.com

 

 

 

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Leser-Kommentare (4) zu diesem Artikel

07.11.2014 | 22:19

Marjan

An @Horst-Kevin (Artikel: Studie...Alzheimer rueckguengig machen) - welches Buch, vom welchem Arzt (Doktor in Rente)? Gruss, Marjan


07.11.2014 | 13:22

Frithjof

@Basil G. - Sie Schaf ! Wenn sogar die Pharmainustrie mitmischt, ist die Darstellung umso überzeugender.


06.11.2014 | 16:28

Caro

- die Wirkung von Curcuma kann bis zum 100 fachen gesteigert werden , wenn es - mit hochwertigem Pfeffer gemischt wird ! s. div. Lieferanten


06.11.2014 | 08:49

Basil Geoffrey

Es ist schon erstaunlich: eine Studie, die weder am Menschen noch mit einer auch nur entfernt realistischen Anwendungsmethode (Injektion ins Gehirn) wird hier als Beispiel für den positive Effekt eines Gewürzes gebracht - würde Gleiches auch geschrieben, wenn es statt eines Gewürzes ein Arzneimittel gewesen wäre? In beiden Fällen handelt es sich um bioaktive Verbindungen, und in beiden Fällen kann es Nebenwirkungen geben (woher weiß der Autor, daß die Injektion von Kurkuma ins...

Es ist schon erstaunlich: eine Studie, die weder am Menschen noch mit einer auch nur entfernt realistischen Anwendungsmethode (Injektion ins Gehirn) wird hier als Beispiel für den positive Effekt eines Gewürzes gebracht - würde Gleiches auch geschrieben, wenn es statt eines Gewürzes ein Arzneimittel gewesen wäre? In beiden Fällen handelt es sich um bioaktive Verbindungen, und in beiden Fällen kann es Nebenwirkungen geben (woher weiß der Autor, daß die Injektion von Kurkuma ins Gehirn keine Nebenwirkungen hat). - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Im Übrigen wird diese Studie von der Pharmaindustrie unterstützt, die Partner bei dem Projekt sind (http://cordis.europa.eu/project/rcn/102442_en.html)

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