Friday, 27. May 2016
25.03.2016
 
 

Walking ist gut, aber noch besser ist Intervalltraining

Julie Wilson

Wenn es um sportliche Betätigung geht, kann man seinem Körper kaum etwas Besseres tun, als ihn immer wieder an seine Grenzen zu führen, und sei es nur für ein paar Minuten pro Woche. Hochintensives Intervalltraining (HIIT), starke körperliche Anstrengung über eine sehr kurze Zeit hinweg, gefolgt von kurzen Ruhepausen – effektiver kann man Fett nicht verbrennen und seine grundsätzliche Gesundheit verbessern. Das zeigen aktuelle Forschungserkenntnisse.

 

Obwohl der gesundheitliche Nutzen von hochintensivem Intervalltraining allgemein unstrittig ist, sagt Katy Bowman, Gehen sei der neue sportliche »Superfood«. Eine Stunde intensives Training im Fitnessclub reiche nicht aus, die negativen Folgen wettzumachen, die es mit sich bringt, jeden Tag zehn Stunden zu sitzen, erklärt die Biomechanikerin aus dem kalifornischen Ventura.

 

Gehen sei genauso wichtig wie Essen, so die These von Bowman, Autorin des Buchs Move Your DNA: Restore Your Health Through Natural Movement. Wie es Nährstoffe in der Nahrung gebe, gebe es auch »Bewegungsnährstoffe«, sagt sie.

 

»Gehen ist ein Superfood. Für einen Menschen ist es die definierende Bewegung«, so Bowman. »Es ist deutlich einfacher, sich zu bewegen, als Sport zu treiben.«

 

Aber reicht es wirklich aus, den Tag über natürliche Bewegungen zu absolvieren? Immer mehr wissenschaftliche Ergebnisse sagen: Nein, definitiv nicht.

 

Gehen mag die »definierende Bewegung« eines Menschen sein, aber reicht sie als sportliche Betätigung aus, unsere Gesundheit zu erhalten?

 

Anders als herkömmliches Turnen und wenig intensive Betätigungen wie Gehen wird beim hochintensiven Intervalltraining das Wachstumshormon HGH freigesetzt, das auch als »Fitnesshormon« bezeichnet wird. Forscher sagen, HGH sei für den Menschen unerlässlich zum Bewahren seiner Kraft, Gesundheit und Langlebigkeit.

 

Wenn gesunde, aber inaktive Menschen intensiv trainierten, und sei es auch nur für wenige Minuten, durchlaufen die DNA-Moleküle in ihren Muskeln wichtige chemische und strukturelle Veränderungen. So heißt es in einer Studie aus dem Jahr 2012, die im Magazin Journal of Physiology veröffentlicht wurde.

 

Hochintensives Intervalltraining programmiert Muskeln genetisch auf Kraft um und hat positive Auswirkungen auf Gene, die für die Fettverbrennung zuständig sind, sagen die Forscher. Aber ein Gewichtsverlust ist nicht der einzige Nutzen.

 

Forscher stellten fest, dass man sich nach HIIT energiegeladener fühlt, dass die gesamte athletische Leistungsfähigkeit (inklusive der Geschwindigkeit) steigt, dass die Haut straffer wird (weniger Falten), dass die Libido angekurbelt wird und dass der Muskeltonus verbessert wird.

 

Selbst für Menschen mit schweren gesundheitlichen Problemen ist hochintensives Intervalltraining von Vorteil. Die New York Times berichtete über Untersuchungen zu HIIT. Für Menschen mit chronischen Krankheiten sei diese Art zu trainieren möglicherweise wirksamer als Medikamente, heißt es in der Meldung.

 

Menschen, die an Herzerkrankungen leiden, einen Schlaganfall hatten, von Diabetes, einer Lungenkrankheit, Arthritis oder Parkinson geplagt werden, können von HIIT ausgesprochen stark profitieren, denn es kann verhindern, dass die Krankheiten weiteren Schaden anrichten; außerdem kann das Training einige Schäden sogar wieder reparieren.

 

Forscherin: »Zehn Stunden Stillsitzen kann man nicht durch eine Stunde Sport wettmachen.« Oder doch?

 

»›Aktiv und sitzend‹ ist eine neue Kategorie von Menschen, die eine Stunde lang fit sind, aber den Rest des Tages herumsitzen«, so Bowman. »Zehn Stunden Stillsitzen kann man nicht durch eine Stunde Sport wettmachen.«

 

Andere Wissenschaftler sind da anderer Meinung.

 

Der Nutzen von HIIT erstreckt sich nämlich weit über das Ende des Trainings hinaus, zudem ist der Körper imstande, Sauerstoff und Insulin besser zu nutzen.

 

Das Intervalltraining öffnet die Arterien und macht sie elastischer, sodass das sauerstoffreiche Blut problemloser strömt. Dadurch sinkt das Risiko, dass ein Gerinnsel ein Blutgefäß verstopfen kann.

 

»Zu viele Menschen denken fälschlicherweise, dass hochintensives Intervalltraining nur etwas für Sportler ist und dass bei diesem Training der Herzinfarkt vorprogrammiert ist«, sagt Dr. Jonathan P. Little, Spezialist für Sportphysiologie an der Universität von British Columbia in Okanagan.

 

Tatsächlich deuten die Forschungsergebnisse darauf hin, dass HIIT das Risiko eines Herzinfarkts eher senkt und vor allem für Menschen, die an Diabetes leiden, sehr von Nutzen ist.

 

»Wir konnten beispielsweise beobachten, dass Intervalltraining ausgesprochen erfolgreich dabei ist, bei Menschen mit Diabetes die Glukosewerte zu senken«, so Little. »Schon ein einziges Training verbessert die Blutzuckerwerte einer Person.«

 

 

 

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