Thursday, 24. May 2012
28.07.2008
 

Krebsforscher warnt vor Mobiltelefonen – Handysmog!

Thomas Ritter

Der Chef eines prominenten Krebsforschungsinstituts in den USA hat am vergangenen Mittwoch eine unmissverständliche Warnung vor der Nutzung von Mobiltelefonen an die Mitarbeiter seiner Fakultaet versandt. In dieser Warnung empfiehlt er ausdrücklich eine auf das Notwendigste beschränkte Nutzung der Mobiltelefone, da ansonsten ein unkalkulierbares Krebsrisiko bestehe.

Die Warnung von Ronald B. Herberman, des Direktors des Krebsforschungsinstituts der Universität Pittsburgh, steht in krassem Gegesatz zu den bisherigen Studien seiner Fachkollegen, die keinen Zusammenhang zwischen der Entstehung von Krebs und der Nutzung von Mobiltelefonen nachweisen konnten.

Dr. Herberman stützt seine Warnung auf bislang unveröffentlichte Daten. Seiner Meinung nach dauert es überdies viel zu lange, exakte Aussagen von Wissenschaftlern zu erhalten. Deshalb sollte nach seiner Meinung Vorsicht im Umgang mit Handys geübt warden, insbesondere, wenn diese Telefone Kinder und Jugendliche nutzen. »Es ist meine tiefste Überzeugung, dass wir nicht auf die Ergebnisse einer endgültigen Studie warten sollten. Ist es nicht besser, ich liege mit meiner Meinung falsch, als nachher den Krebsopfern zu sagen: tut uns leid, aber das wussten wir damals noch nicht so genau?«, äußerte Dr. Herberman in einem Interview seine Meinung.

Kein anderes derartig bedeutendes Krebsforschungsinstitut hat bislang eine solch deutliche Warnung vor der Nutzung von Mobiltelefonen ausgesprochen. Doch Dr. Herbermans Hinweise werden sicher die Aufmerksamkeit zahlreicher Mobiltelefonnutzer finden, insbesondere betroffener Eltern. In einem Anschreiben, das an 3.000 Mitarbeiter der Fakultät versandt wurde, führt Dr. Heberman aus, dass insbesondere Kinder Mobiltelefone nur im Notfall benutzen sollten, da sich ihre Gehirnstrukturen noch in der Entwicklungsphase befinden. Auch Erwachsene sollten das Handy vom Kopf fern halten und nach Möglichkeit Headsets zum Telefonieren benutzen. Nach Dr. Herbermans Meinung ist auch das Telefonieren an öffentlichen Orten wie Zügen oder Bussen mit Risiken verbunden, da hier auch andere Personen dem Smog der elektromagnetischen Felder des Handys ausgesetzt sind. Ob diese Felder für den menschlichen Organismus schädlich sein können, ist in der akademischen Gemeinde heiß umstritten, obwohl Daten existieren, die auf solche Einwirkungen insbesondere bei Kindern hinweisen. Dennoch ist die Frage des Einflusses der Handynutzung auf die menschliche Gesundheit bislang kein Thema auf den Konferenzen der Gehirnforscher.

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Quelle: »A cell phone warning«, AP, The Hindu, 25. Juli 2008, Chennai, Bangalore, Hyderabad.

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