Mittwoch, 26. Juli 2017
28.03.2016
 
 

Texas lässt aus Hanf gewonnenes CBD-Öl zur Epilepsiebehandlung zu

L. J. Devon

Greg Abbott, der Gouverneur von Texas, hat einen wichtigen Schritt für die Handlungsfreiheit in medizinischen Fragen getan. Abbott unterzeichnete ein Gesetz, das es Epilepsiepatienten ermöglicht, künftig mit dem aus Hanf hergestellten, hochwirksamen CBD-Öl zu arbeiten. Tausende texanischer Familien mit Fällen von Epilepsie erhalten damit legalen Zugriff auf medizinisches Marihuana.

 

Diese Familien sind nicht länger auf Schränke voller unwirksamer Arzneimittel der großen Pharmakonzerne angewiesen. Sie können sich jetzt CBD-Öl besorgen, ohne Angst zu haben, straffällig zu werden. CBD-Öl hat landesweit sehr vielversprechende Ergebnisse bei der Behandlung von Epilepsiepatienten gezeigt. Außerdem hilft es den Betroffenen, die vielen rezeptpflichtigen Medikamente abzusetzen, die ihr Leben bislang kompliziert und erschwert haben.

 

»Aktuell gibt es kein Heilmittel für refraktäre Epilepsie und viele Patienten hatten wenig oder gar keinen Erfolg mit den derzeit zugelassenen Medikamenten«, erklärte Gouverneur Abbott. »Allerdings konnten wir bei Tests mit CBD-Öl verheißungsvolle Ergebnisse beobachten. Mit Verabschiedung dieses Gesetzes geben wir Tausenden Familien, die Tag für Tag mit den Folgen refraktärer Epilepsie zu tun haben, neue Hoffnung.«

 

Zulassung für medizinisches Marihuana gilt nur für Epilepsie

 

Gouverneur Abbott kam kürzlich mit den Vertretern der Legislative zusammen und erinnerte sie noch einmal daran, dass er CBD-Öl ausschließlich für die Behandlung von Epilepsie zulassen werde. Cannabis werde nicht für andere medizinische Zwecke oder eine sonstige Verwendung erlaubt.

 

In mehr als 20 amerikanischen Bundesstaaten ist der Gesetzgeber inzwischen aufmerksam geworden, was die heilende Wirkung von Cannabis anbelangt. Dort ist die Pflanze mittlerweile für allgemeine medizinische Zwecke zugelassen. Texas gehört nicht dazu, denn dort wird ausschließlich Cannabisöl zugelassen, und das auch nur für die Behandlung einer Erkrankung und in geringen Dosen. Dabei hat sich Cannabisöl auch bei der Behandlung von Krebs und posttraumatischer Belastungsstörung als vielversprechend erwiesen. Gleichzeitig konnten die Patienten die lange Liste von Pharmazeutika absetzen, zu deren Einnahme man sie überredet hatte.

 

»CBD« ist die Abkürzung von »Cannabidiol«, einem heilenden Pflanzenwirkstoff, der aus den Blättern der Cannabis-Pflanze gewonnen wird. High wird man davon nicht. Die meisten vom Staat lizenzierten Ärzte haben keine Ahnung, wie CBD-Öl verwendet wird oder in welchen Fällen sie es verschreiben sollten. Das führte zu Verwirrung, als die ersten US-Bundesstaaten begannen, medizinisches Marihuana für unterschiedliche Verwendungszwecke zuzulassen.

 

Cannabis lässt immer mehr Menschen erkennen, wo Heilung tatsächlich herkommt. Für die Pharmaunternehmen ist es eine Schande, aber es öffnet vielen Menschen die Augen und zeigt ihnen, wie reichhaltig das Angebot an pflanzlicher Medizin ist. Immer mehr Menschen erkennen, dass Pflanzen ihre eigene Medizin produzieren und dass diese dafür gedacht ist, mit dem Körper zu arbeiten und seine natürlichen Heilkräfte anzusprechen.

 

Endlich hat sie ein Mittel gefunden, das wirkt, hofft denn auch Marcy Bingham. 16 Arten von Medikamenten hat ihr epileptischer Sohn Jacob bereits ausprobiert. »So viele Nadeln, jetzt sind seine Venen nicht mehr gut«, sagt die Texanerin über die Tortur, die ihr Sohn im medizinischen System durchlaufen musste. »Mittlerweile haben wir all seine Venen verloren.«

 

Aber sie freut sich darauf, endlich ausprobieren zu können, was so vielen Menschen geholfen hat. »Wir in Texas ändern uns nur langsam. Es ist sehr schwer, eine Veränderung in Gang zu bringen«, sagt sie. »Das ist ein gewaltiger Wandel und wir wissen, dass es jungen Leuten helfen wird.«

Das Endocannabinoid-System des menschlichen Körpers wird systematisch unterdrückt

 

Zu den körpereigenen Systemen, die in der wissenschaftlichen Ausbildung außen vor gelassen werden, zählt auch das Endocannabinoid-System. Der menschliche Körper stellte seine eigenen, endogenen Cannabinoide her und im gesamten Körper sitzen Rezeptoren, die auf zwei Arten von Cannabinoiden reagieren, nämlich CB1 und CB2. Der Körper akzeptiert aber auch CBDs von externen Quellen und eine der wichtigsten Quellen dafür ist Cannabis. THC – der Stoff, der für das Highsein sorgt – ist von Natur aus dafür gedacht, an die CB1-Rezeptoren anzudocken. Die andere Seite des Cannabis, die Cannabidiole, ist dafür gedacht, beide Arten von Rezeptoren zu Aktivität zu stimulieren.

 

Anstatt sich an die Rezeptoren zu koppeln, stimulieren Cannabidiole beide Rezeptorarten zu erhöhter Aktivität und sie verändern die Aktivität in allen Zellen, die diese Rezeptoren enthalten. Gleichzeitig verhindern sie den THC-induzierten Rauschzustand. CBDs erhöhen zudem die Freisetzung von 2-AG, einem natürlichen, endogenen Cannabinoid. 2-AG stimuliert viele Heilprozesse im Körper und nimmt beispielsweise Einfluss auf die Serotonin-Freisetzung und auf die Wahrnehmung von Schmerzen und Temperaturen. Von CBDs weiß man zudem, dass sie dem ID-1-Gen entgegenwirken, das in Fällen von aggressivem Krebs weit verbreitet ist.

 

Gesetzgeber und Regierungen in aller Welt sollten den Weg freimachen und zulassen, dass die Menschen das bekommen, was ihr Körper von Natur aus bekommen soll – CBDs. Freie Bürger sollten nicht ihre Regierung oder ihren Arzt um Erlaubnis fragen müssen, wenn sie etwas verwenden wollen, das von Natur aus für ihre Zellen bestimmt ist.

 

 

 

 

 

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