Saturday, 28. May 2016
15.01.2014
 
 

Wird die Gentechnikkennzeichnung in den USA verboten? Verband der Lebensmittelhersteller enthüllt hinterhältigen Plan, die Bürger mundtot zu machen

Mike Adams

Der Verband der amerikanischen Lebensmittelhersteller (Grocery Manufacturers Association, GMA) schmiedet den Plan, die Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel in allen US-Bundesstaaten verbieten zu lassen. Es ist ein hinterhältiger Plan, mit dem verhindert werden soll, dass Verbraucher erfahren, was sie eigentlich essen. Bekanntermaßen wurde die GMA bereits früher im Bundesstaat Washington bei einem illegalen Geldwäschemanöver ertappt, als sie Geld von großen Lebensmittelherstellern an die Organisatoren einer Kampagne gegen die so genannte »Initiative I-522« zur Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Produkten weiterleitete.

Jetzt puscht die GMA für ein USA-weites Gesetz, durch das eine Gentechnikkennzeichnung auf Ebene der einzelnen Bundesstaaten verboten würde. Doch damit nicht genug, auch die Lebensmittelsicherheitsbehörde FDA soll veranlasst werden, GVO für »natürlich« zu erklären. Lebensmittel, die gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten, dürften dann auf dem Etikett als »natürlich« (»all natural«) deklariert werden. In einer Petition der GMA an die FDA heißt es: »Die GMA wird Anfang 2014 eine ›Citizens Petition‹ einreichen, mit der die FDA aufgerufen wird, eine Bestimmung zu erlassen, wonach Lebensmittel mit biotechnisch erzeugten Anteilen als ›natürlich‹ gekennzeichnet werden dürfen.« (Quelle)

 

»Hinter den Kulissen arbeiten Monsanto und große Lebensmittelkonzerne daran, einen Gesetzesentwurf vor den Kongress zu bringen, um unter Umgehung der Rechtslage in einzelnen Bundesstaaten die Illusion seriöser Bestimmungen zu erzeugen«, heißt es auf der Website Food Democracy Now, auf der der Plan ebenfalls als »hinterhältig« bezeichnet wird.

 

Geht es überhaupt noch schlimmer?

 

Mit diesen transparenzfeindlichen, verbraucherfeindlichen und antiamerikanischen Methoden stellt sich die GMA in eine üble Reihe mit Monsanto. Das Recht, zu wissen, was wir essen, ist ein fundamentales Menschenrecht, deshalb macht sich die GMA durch ihr Vorgehen definitionsgemäß zu einer menschenrechtsfeindlichen Gruppierung. In der Geschichte der Menschenrechtsverletzungen haben wir jede Menge übler Pläne und Methoden erlebt, um bestimmte Gruppen zum Schweigen zu bringen und ihnen Wissen vorzuenthalten: Frauen wurde das Wahlrecht verwehrt, Sklaven wurde das Recht auf »Persönlichkeit« vorenthalten. In die Geschichte von Menschenrechtsverletzern reiht sich jetzt die GMA ein, indem sie allen Menschen das Recht verweigert, zu wissen, was sie essen.

 

Die GMA repräsentiert einzig und allein die Profitinteressen unaufrichtiger Lebensmittelhersteller, die Gifte verkaufen. Sie vertritt nicht die Interessen der Lebensmittelkonsumenten, und sie blickt bereits auf eine lange Reihe von Täuschungsmanövern zurück, mit denen sichergestellt werden soll, dass ihre Mitglieder auch weiterhin ihre Gifte in ihren Lebensmittelprodukten verstecken können.

 

Die GMA ist im Wesentlichen ein »giftfreundlicher« Branchenverband, nach dessen Willen Verbraucher unwissentlich mehr Gifte in ihrem Essen verzehren sollen. Die GMA sollte sich schämen, und sie sollte öffentlich als üble Lebensmittelindustrie-Vertretung angeprangert werden, deren Taten – sofern erfolgreich – zur Folge haben könnten, dass Millionen von Amerikanern zu Schaden kommen, weil sie unwissentlich nicht gekennzeichnete Gifte in ihrem Essen zu sich nehmen.

 

Verbreiten Sie diese Story über Facebook, Twitter, E-Mail und was immer Ihnen sonst noch möglich ist. Die GMA muss durch aktive Verbraucher gestoppt werden, die sich erheben mit dem Ruf: »JETZT REICHT‘S! Wir wollen wissen, ob in den Produkten, die wir kaufen, GVO enthalten sind!«

 

Schließlich ist das Recht, zu wissen, was wir essen, ein grundlegendes Menschenrecht. Lassen Sie nicht zu, dass die menschenrechtsfeindliche GMA Sie über das, was Sie essen, im Dunkeln lässt. Wir dürfen nicht zulassen, dass das Böse in dem Kampf um Transparenz bei Lebensmitteln die Oberhand behält!

 

Quellen für diese Story waren u.a.:

 

CenterForFoodSafety.org

PoliticoPro.com

CenterForFoodSafety.org

FoodDemocracyNow.org

 

 

 

 


 

 

 

 

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