Sunday, 24. July 2016
23.02.2014
 
 

Giftige Schwermetalle in Lippenstiften gefährden die Gesundheit von Frauen und ihren ungeborenen Kindern

PF Louis

Sollte während der Schwangerschaft neben dem Rauchen und dem Weintrinken nun auch auf Kosmetika verzichtet werden? Nach den Beweisen, die unabhängige Forscher und Laboranalysten vorlegen, bemisst sich der Preis für eine Verschönerung mithilfe der meisten gängigen Kosmetika nicht nur in Geld. Langfristig können sie die Gesundheit schwangerer Frauen und ihrer ungeborenen Kinder gefährden.

Giftige Chemikalien und Schwermetalle finden sich in fast allen im Handel angebotenen Kosmetikprodukten. Nun könnten Sie ja in einen Bioladen gehen und dort für mehr Geld gute, saubere Produkte kaufen. Aber selbst dort lohnt es sich, die Etiketten sorgfältig zu lesen und zu wissen, was Sie meiden sollten, wenn Sie Deodorants, Lotionen oder Pflegeprodukte für Haut und Kopfhaut auswählen.

 

Aktivismus und Aufmerksamkeit der Verbraucher nehmen zu

 

Wie Aileen Lucero, Koordinatorin der EcoWaste Coalition [Koalition gegen Umweltschadstoffe] in der philippinischen Hauptstadt Manila, warnt, können giftige Chemikalien und Schwermetalle in Kosmetika Mutter und Kind gefährden. Ihrer Ansicht nach liegt das zum Teil daran, dass sich im Nabelschnurblut von gebärenden Müttern bis zu 300 Schadstoffe finden.

 

Um dies zu bestätigen, schickte EcoWaste Mitglieder nach Manila, die dort Kosmetikproben verschiedener Hersteller kauften, die anschließend auf Schwermetalle untersucht wurden. Wie EcoWaste entdeckte, enthielten sie allesamt Spuren von Schwermetallen, bei manchen war der vom Verband der Südostasiatischen Nationen (ASEAN) festgesetzte Grenzwert für Schwermetalle überschritten.

 

In vielen Produkten fand sich mehr Quecksilber, Blei und Arsen, als nach den Kosmetik-Richtlinien von ASEAN zulässig ist. Andere Schwermetalle, die von EcoWaste in Kosmetika aufgespürt wurden, waren Chrom, Barium und Cadmium. Lucero warnt: »Schwangere oder stillende Mütter könnten ihre ungeborenen Kinder und Säuglinge dem Risiko einer Schwermetallvergiftung aussetzen, wenn sie diese belasteten Produkte verwenden.«

 

In den USA hat es sich eine weitere Gruppe zur Aufgabe gemacht, Kosmetikprodukte auf chemische Giftstoffe und Schwermetalle zu überprüfen und die Daten zum Schutz der Verbraucher zu sammeln. Die Umweltaktivisten der Gruppe Environmental Working Group (EWG) unterhalten eine vollständige Datenbank über Kosmetikprodukte. Das Folgende ist eine Kurzfassung ihrer Liste.

 

EWG-Wissenschaftler empfehlen, Produkte mit den folgenden Inhaltsstoffen zu meiden:

  • Duft- und Farbstoffe

  • DMDM Hydantoin und Imidazolidinyl-Urea

  • Chlormethylisothiazolinon und Methylisothiazolinon

  • Parabene oder »-paraben«

  • »PEG«

  • Chemikalien, die auf »-eth« enden

  • Natriumlaurylsulfat oder »Sodium laureth sulfate«

  • Triclosan und Triclocarban

  • Triethanolamin (TEA)

Die Liste der Produkte, die Sie laut EWG meiden sollten:

  • Anti-Aging-Cremes mit Milchsäure, Glycolsäure, AHA-Säuren [α-Hydroxycarbonsäuren, vom englischen »α-hydroxy acids«] und BHA-Säuren [β-Hydroxycarbonsäuren]

  • Haarfarben, die Ammoniak, Peroxid, p-Phenylendiamin oder Diaminobenzol enthalten, sowie alle dunklen, dauerhaften Haarfarben

  • Flüssige Handseifen mit Triclosan

  • Nagellack und Nagellackentferner mit Formaldehyd

Formaldehyd ist möglicherweise nicht als Inhaltsstoff aufgeführt, weil viele Kosmetikhersteller dazu übergehen, Formaldehyd-freisetzende Chemikalien zu verwenden, die bei Lösung langsam aufgespalten werden und Formaldehyd bilden. Es ist ein Trick, den Konservierungsstoff Formaldehyd einzusetzen, ohne es offen zu sagen, denn anfänglich war er nicht enthalten. Doch durch die Aktivität der angegebenen chemischen Stoffe wird jede Menge Formaldehyd gebildet.

 

Wenn Sie kein Produkt kaufen möchten, das einen Formaldehyd-freisetzenden chemischen Stoff enthält, müssen Sie Detektiv spielen und das Warenetikett ganz genau unter die Lupe nehmen.

 

Zu den Chemikalien in dieser Kategorie gehören:

  • DMDM Hydantoin

  • Imidazolidinyl-Urea

  • Diazolidinyl-Urea

  • Quaternium 15

  • Bronopol (2-Brom-2-nitropropan-1,3-diol)

  • 5-Bromo-5-nitro-1,3-dioxan

  • Hydroxymethylglycinat

Vielleicht fällt es vielen Frauen sogar leichter, während der Schwangerschaft auf Kosmetika als auf Rauchen oder Alkohol zu verzichten.

 

Natürlich sollten werdende Mütter Schwermetallen und chemischen Giften überhaupt aus dem Wege gehen.

 

Wenn im Nabelschnurblut bis zu 300 Schadstoffe gefunden werden, so zeigt dies, dass die Mutter diese Giftstoffe unwissentlich an das Ungeborene weitergibt. Schwermetalle und chemische Zusatzstoffe so weit wie möglich zu meiden, kann Sie mit der Geburt eines gesunden Kindes belohnen, das gesund aufwächst.

 

 

 

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

 

EcoWasteCoalition.blogspot.com

OrganicGardening.com

EWG.org

EWG.org

 

 

 


 

 

 

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