Wednesday, 22. October 2014
31.12.2012
 
 

Würden Sie Biotech-Fisch essen? US-Lebensmittelbehörde genehmigt Gen-Lachs

Raw Michelle

Nach nur wenigen kurzen Tests wurde genmanipulierter Lachs, der doppelt so schnell wachsen soll wie normaler Atlantik-Lachs, für unbedenklich für die Umwelt und den menschlichen Verzehr erklärt. Die US-Lebensmittelbehörde FDA gab bekannt, man werde innerhalb von 60 Tagen Stellungnahmen der Öffentlichkeit entgegennehmen, bevor die endgültige Entscheidung über die Zulassung falle.

Kritiker der jüngsten Bewertungskriterien der FDA betonen, die Unbedenklichkeit des Fischs für den menschlichen Verzehr sei nicht ausreichend bewiesen. Außerdem seien die realen Umweltfolgen nach Beginn der Massenproduktion nur schwer zu beurteilen.

 

Woher stammt der Biotech-Lachs?

 

Der umstrittene Fisch wird von AquaBounty Technologies entwickelt, einem kleinen US-amerikanischen Biotech-Unternehmen, das in erster Linie nach Wegen sucht, die Produktivität der Aquakultur zu steigern. Der wichtigste Forschungszweig ist die Entwicklung von Lachs-, Forellen- und Barscheiern, aus denen schnell wachsende Exemplare entstehen. Dazu muss das genetische Gefüge der Fische verändert werden. Die Lachs-Version ist unter dem Handelsnamen »AquAdvantage Salmon« patentiert.

 

Im Bericht der FDA heißt es bislang: »Hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit beurteilt die FDA das Fleisch von AquAdvantage-Lachs als ebenso sicher wie Fleisch von konventionellem Atlantik-Lachs, es kann mit hinreichender Sicherheit auf Unbedenklichkeit beim Verzehr geschlossen werden.«

 

Was die Kritiker sagen

 

Michael Hanson, Wissenschaftler bei der Consumers Union, erklärt, der genmanipulierte Lachs könne zu allergischen Reaktionen führen, die die FDA gar nicht vorhersehen könne. Außerdem werde der Gen-Lachs nicht als solcher gekennzeichnet, die Verbraucher könnten also nicht erkennen, woher der Fisch eigentlich stamme.

 

Falls die FDA nicht auf den öffentlichen Protest reagiert, könnte der US-Kongress verhindern, dass der Gen-Fisch auf den Markt gebracht wird. Wenonah Hauter, Leiterin der Organisation Food & Water Watch, appelliert an die Verbraucher, sich mit ihrem Kongressabgeordneten in Verbindung zu setzen, um das »gefährliche Experiment«, wie es vielerorts bereits genannt wird, auf Kosten der Gesundheit der Verbraucher zu stoppen.

 

Weitere Bedenken über den Gen-Fisch beziehen sich darauf, dass dieser den natürlichen Atlantik-Lachs verdrängen könnte. Bei einer Freisetzung könnte sich der AquAdvantage-Lachs auf neue Beutetiere einstellen, in schwierigem Umfeld überleben und sich viel schneller vermehren als sein natürliches Gegenstück.

 

Daraus zieht Andrew Kimbrell vom Center for Food Safety den Schluss: »Der Gen-Lachs hat keinen wirklichen Wert. Er ist schlecht für den Verbraucher, schlecht für die Lachsindustrie und schlecht für die Umwelt.«

Gesunde vegane Alternativen zum Gen-Lachs

 

Experten veganer Ernährung preisen Kichererbsen wegen ihres ähnlichen Nährstoffgehalts wie Fisch. Sie sind deshalb eine ausgezeichnete Ergänzung zu Salaten. Kichererbsen liefern reichlich Eiweiße, sie setzen Kohlenhydrate nur langsam frei und enthalten Folsäure und Zink.

 

Ein köstliches veganes »Lachs«-Gericht lässt sich aus geraspelten Karotten, zerdrückten Kichererbsen, Essig, Tomaten, fein abgeschälter Zitronenschale, Zitronensaft, Dill, Pflanzenöl und einer Prise Salz zubereiten. Die Mischung kann entweder roh gegessen werden oder zu Frikadellen geformt und etwa 25 Minuten im Ofen gebacken werden. Zusätzlichen Geschmack erhält der vegane »Lachs« durch vegane Mayonnaise oder geraspelten Meerrettich.

 

Wer bisher wegen der gesunden Fette zu Lachs greift, der kann alternativ auch Chiasamen wählen. Bei 724 mg Omega-3-Fettsäuren in 28 Gramm Lachs und 4.915 mg in 28 Gramm Chiasamen hat Letzterer eindeutig die Nase vorn.

 

 

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

 

Reuters.com

FDA.gov

Guardian.co.uk

OneGreenPlanet.org

Facebook.com

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