Altersbedingte Schwerhörigkeit kann mit Folaten gebremst werden
S. L. Baker
Schwerhörigkeit ist in den Vereinigten Staaten die am Weitesten verbreitete Wahrnehmungsstörung. Mehr als 35 Millionen Amerikaner leiden in unterschiedlicher Schwere an Einschränkungen ihrer Hörfähigkeit. Meistens wird das Alter dafür verantwortlich gemacht. Es mehren sich aber Hinweise darauf, dass der wahre Schuldige ein Vitamin-B-Mangel (vor allem Folsäure und Folat) ist.
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Bereits 2007 hatten Wissenschaftler der niederländischen Universität Wageningen 728 Personen beiderlei Geschlechts im Alter zwischen 50 und 70 Jahren untersucht. Sie fanden heraus, dass sich altersbedingte Gehörverluste im unteren Frequenzbereich durch die Gabe von Folsäure (synthetisches Vitamin B) deutlich hinauszögern lassen. Und auf dem Jahrestreffen der Amerikanischen Akademie für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde – Stiftung Kopf- und Hals-Chirurgie (AAO-HNSF) des vergangenen Jahres in San Diego legte eine Forschergruppe aus Boston Ergebnisse vor, nach denen Männer im Alter von über 60 Jahren mit einer hohen Einnahme von Folaten über Nahrungsmittel und/oder Vitaminbeigaben ihr Risiko, an Schwerhörigkeit zu erkranken, um 20 Prozent verringern konnten.
Nun ergab eine neue Untersuchung der australischen Universität Sidney mit der Bezeichnung »Blue-Mountains-Hörstudie« eine weitere wichtige Verbindung zwischen Folaten und dem Hörvermögen. Es zeigte sich, dass Menschen mit Vitamin-B-Mangel unter einem deutlich höheren Risiko in Bezug auf Schwerhörigkeit leiden. Diese Untersuchung wurde vor Kurzem in der Fachzeitschrift The Journal of Nutrition veröffentlicht.
In der Studie, an der Forscher verschiedener australischer Universitäten beteiligt waren, untersuchte man Personen, die 50 Jahre oder älter waren. Zunächst wurden die Blutwerte von Vitamin B12, Folat und der Aminosäure Homocystein ermittelt und dann mit der Schwerhörigkeit der Probanden verglichen. Das Ergebnis? Personen mit einem niedrigen Folat-Anteil im Blut (unter 11 nanomole/l) litten unter einem um 34 Prozent erhöhten Risiko, an Schwerhörigkeit zu erkranken.
Darüber hinaus stellte man fest, dass erhöhte Homocystein-Werte (mehr als 20 mikromol/l) mit einem um 64 Prozent erhöhten Risiko von Schwerhörigkeit einhergingen. Extrem hohe Homocystein-Werte wurden bereits früher mit einem erhöhten Risiko von Herzerkrankungen und Gedächtnisproblemen in Zusammenhang gebracht. Zu viel Homocystein wird auch für Durchblutungsstörungen des Innenohrs verantwortlich gemacht, was die Verbindung zwischen Homocystein und Schwerhörigkeit erklären könnte. Verschiedene frühere Forschungen waren zu dem Schluss gelangt, dass es einen Zusammenhang zwischen einer guten Versorgung mit Vitamin B und normalen Homocystein-Werte gibt.
(NaturalNews)
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