Antioxidantien erhalten Blutgefäße von Menschen gesund, die an erhöhtem Risiko für Herzerkrankungen leiden
S. L. Baker
Antioxidantien sind Substanzen, die die Zellen vor Schädigungen durch sogenannte »freie Radikale« schützen – diese Moleküle entstehen bei der Aufspaltung von Nahrung bei der Verstoffwechselung oder wenn man Umweltgiften und Strahlung ausgesetzt ist. Man geht davon aus, dass freie Radikale bei Herzerkrankungen, Krebs oder anderen Gesundheitsstörungen eine Rolle spielen. Daher ist die Auffassung vernünftig, Antioxidantien könnten vor zahlreichen gesundheitlichen Problemen schützen oder möglicherweise sogar zu ihrer Behandlung beitragen.
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Allerdings haben einige mangelhaft konzipierte Untersuchungen zu widersprüchlichen Ergebnissen geführt und Berichte in den etablierten Medien, die sich darauf beriefen, erweckten den Eindruck, Antioxidantien seien praktisch unwirksam und daher wertlos. Neue Forschungsergebnisse beweisen aber, dass die Einnahme von antioxidantischen Nahrungsergänzungsmitteln durchschlagenden Nutzen für Menschen besitzt, die von mehreren Risikofaktoren für Herz- und Gefäßerkrankungen betroffen sind.
Diese Schlussfolgerung lässt sich aus einem kontrollierten Stichprobenversuch der Einnahme von Kapseln mit den Vitaminen C und E, dem Coenzym Q-10 und Selen ziehen. Diese Forschungsergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Nutrition & Metabolism vorgestellt, die bei BioMEd Central erscheint. Sie zeigen, dass diese diätetischen Antioxidantien in mehrfacher Hinsicht positive Auswirkungen auf den Zucker- und Fettstoffwechsel, den Blutdruck und die arterielle Flexibilität haben. Letztere erlaubt es dem Blut ungehindert durch den Körper zu strömen.
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Die Studie wurde von Reuben Zimlichman und seiner Forschergruppe am Edith-Wolfson-Medizinzentrum in Israel durchgeführt. Nach dem Zufallsprinzip teilten sie 70 Patienten mit Bluthochdruck in zwei Gruppen auf. Der einen Gruppe wurde über einen Zeitraum von sechs Monaten antioxidantische Nahrungsergänzungsmittel und der anderen Placebos verabreicht. Die Mitglieder der Antioxidantien-Gruppe erhielten pro Tag 1.000 Milligramm Vitamin C, 400 I.E. Vitamin E, 120 Milligramm des Coenzyms Q-10 und 200 Mikrogramm Selen. Zu Beginn des Versuchs, nach drei Monaten und erneut nach sechs Monaten wurden die Teilnehmer untersucht, und es zeigte sich, dass sich der kardiovaskuläre Zustand der Patienten, die die Antioxidantien bekommen hatten, merklich verbessert hatte. Ihre Arterien waren deutlich flexibler und sie wiesen bessere Blutzuckerwerte auf. Darüber hinaus bewegten sich ihre Cholesterinspiegel auf einem gesünderen Niveau, wobei vor allem das HDL-Cholesterin, das »gute«, die Gefäße und das Herz schützende Cholesterin, deutlich erhöht war. Dies veranlasste die Forscher zu der Schlussfolgerung: »Antioxidantische Nahrungsergänzungsstoffe besitzen das Potenzial, den Schaden durch Arterienverkalkung zu mindern.«
In einer Presseerklärung von Dr. Zimlichman heißt es weiter: »Die zusätzliche Gabe von Antioxidantien erhöht die Elastizität kleiner und größerer Blutgefäße bei Patienten beträchtlich, die von mehreren Risikofaktoren für Herz- und Gefäßerkrankungen betroffen sind. Diese positiven Auswirkungen auf die Gefäße gingen mit einer Verbesserung des Zucker- und Fettstoffwechsels sowie einer deutlichen Absenkung des Blutdrucks einher … Die Ergebnisse dieser Studie rechtfertigen Untersuchungen der allgemeinen klinischen Auswirkungen der Behandlung mit Antioxidantien auf Patienten, die von Mehrfach-Risikofaktoren für Herz- und Gefäßerkrankungen betroffen sind.«
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Aber es gibt noch weitere gute Neuigkeiten für Herzpatienten: Eine andere Studie, die von Dr. Zimlichman und Kollegen in der Juni-Ausgabe des Journal of Cardiovascular Pharmacology veröffentlicht wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass die Langzeiteinnahme der Aminosäure L-Arginin ebenfalls den Gesundheitszustand von Menschen mit Mehrfach-Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen verbessert. In dieser Studie an 90 Patienten, die per Zufall aufgeteilt wurden und bei der es auch eine Placebo-Kontrollgruppe gab, erhielten die Probanden entweder L-Arginin oder Placebo-Kapseln oral verabreicht. Nach sechs Monaten hatte sich der kardiovaskuläre Gesundheitszustand verbessert, wobei vor allem eine deutliche Absenkung des systolischen Blutdrucks auftrat.
Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie unter:
Quelle: NaturalNews
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