Monday, 25. July 2016
02.01.2011
 
 

Bestandteile des Granatapfelsaftes verhindern Ausbreitung von Krebszellen

S. L. Baker

Die Metastasierung von Krebs gehört zu den gefürchtetsten Folgen dieser Erkrankung, denn es bedeutet, dass sich Krebszellen von dem Ursprungsort ihrer Entwicklung in andere Teile des Körpers ausbreiten. Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Riverside (UCR) berichteten nun von einem möglichen Durchbruch bei den Bemühungen, die Metastasenbildung (Absiedelungen) zu stoppen. Sie entdeckten in Granatapfelsaft Bestandteile, die die Wanderung von Krebszellen hemmen und Empfänglichkeit bösartiger Zellen für einen bestimmten chemischen Reiz schwächen, der nachweislich die Metastasenbildung fördert.

Die Ergebnisse der UCR-Forschungen wurden jetzt gerade auf dem 50. Jahrestreffen der Amerikanischen Gesellschaft für Zellbiologie (ASCB) vom 11. bis 15. Dezember in Philadelphia vorgelegt. Die Forschergruppe um Dr. Manuela Martins-Green entdeckte, dass Granatapfelsaft scheinbar die Ausbreitung von Prostata-Krebszellen auf Knochen verhindert. Die Wissenschaftler planen weitere Versuche, um die Wirkung unterschiedlicher Dosierungen der natürlichen Bestandteile des Granatapfels zu untersuchen und der Frage nach möglichen Nebenwirkungen nachzugehen.

In früheren Untersuchungen setzten Dr. Martin-Greens sowie ihre Kolleginnen und Kollegen standardisierte Konzentrationen von Granatapfelsaft bei zwei Typen im Labor gezüchteter Prostata-Krebszellen ein, die sich als resistent gegenüber dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron erwiesen hatten. Resistenz gegenüber Testosteron gilt unter Wissenschaftlern als Merkmal eines hohen Potenzials zur Metastasenbildung. Die Wissenschaftler entdeckten nicht nur, dass Granatapfelsaft viele Tumorzellen abtötete, sondern darüber hinaus die Zellhaftung der Zellen untereinander verstärkte und die Absiedelung von Krebszellen, die nicht abgetötet worden waren, verringerte.

In einem nächsten Schritt analysierten die Forscher die Zusammensetzung des Granatapfelsaftes, um herauszufinden, welche besonderen Bestandteile für die Wirkung auf Zellhaftung und -wanderung der metastasenbildenden Prostata-Krebszellen auf der molekularen Ebene verantwortlich seien. Dr. Martins-Green und die Studenten im Aufbaustudium Lei Wang und Jeffrey Ho fanden die Antwort: Sie entdeckten Phenylpropanoide, 4-Hxdroxybenzoesäure, die Pflanzenfarbstoffgruppe der Flavone und mehrfach ungesättigte Fettsäuren in der Frucht.

»Das ist besonders interessant, weil wir nun darangehen können, die natürlich vorkommenden Bestandteile des Saftes zu verändern, um ihre Funktionsweise zu verbessern und damit ihre Wirksamkeit bei der Verhinderung der Metastasenbildung bei Prostatakrebs zu erhöhen«, erklärte Dr. Martins-Green in einer Pressemitteilung, »Bei den Genen und Proteinen, die an der Ausbreitung von Prostata-Krebszellen beteiligt sind, handelt es sich im Kern um die gleichen, die auch an der Ausbreitung anderer Krebszellentypen beteiligt sind. Daher können die gleichen veränderten Bestandteile des Saftes eine viel weitergehendere Wirkung bei der Krebsbekämpfung entfalten.«

Die Vorstellung, sekundäre Pflanzenstoffe verfügten über gegen Krebs wirkende Eigenschaften, ist nicht neu. In den vergangenen Jahren häuften sich Hinweise und Belege dafür, dass der Granatapfel neben anderen gesundheitsfördernden Eigenschaften wie Hemmung von Entzündungen und möglicherweise auch Verminderung des Risikos von Herzerkrankungen ebenso Krebs verhindern oder sogar in heilen könnte. Bereits im Januar dieses Jahres hatte NaturalNews über eine in der Fachzeitschrift Cancer Prevention Research erschienen Untersuchung berichtet, die ergeben hatte, dass bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe (wie die Elagsäure), die in Granatäpfeln vorkommen, die Entwicklung von hormonabhängigem Brustkrebs verhindern und das östrogengesteuerte Tumorwachstum hemmen können.

Darüber hinaus fanden 2006 Forscher der Universität Kalifornien (UCLA) in einer Untersuchung zu Prostatakrebs heraus, dass bei Patienten, die täglich etwa einen Viertelliter Granatapfelsaft tranken, die Blutanteile des prostataspezifischen Antigens (PSA) sanken, was auf eine mögliche Verlangsamung des Fortschreitens der Krebserkrankung hindeutet. Vor Kurzem kam eine Langzeitstudie, die in der Fachzeitschrift Journal of Urology veröffentlicht wurde, zu dem Schluss, Granatapfelsaft könne auch dann möglicherweise den Fortschritt von Prostatakrebs verlangsamen, wenn bereits konventionelle Behandlungsmethoden versagt hätten.

Trotz dieser wissenschaftlichen Beweise für die gegen Krebs wirkenden Eigenschaften des Granatapfelsaftes geht die amerikanische Behörde für die Zulassung von Arzneimittel, FDA, scharf gegen Behauptungen dieser potenziell gesundheitsfördernden Eigenschaften vor. Im September dieses Jahres strengte die FDA eine Klage gegen das Biolebensmittel-Unternehmen Pom Wonderful an, weil die Behauptung gesundheitsfördernder Wirkungen des Saftes seitens des Unternehmens »irreführend« sei. Pom Wonderful hatte der UCLA Granatapfelsaft zu Forschungszwecken zur Verfügung gestellt und auch andere Forschungen zu Granatapfelsaft unterstützt.

 

 

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Weitere Informationen unter:

http://www.naturalnews.com/pomegranate.html

 

NaturalNews

 


 

 

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