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Im Labor
Bei einer In-vitro-Studie behandelte JoEllen Welsh, Forscherin an der State University of New York at Albany menschliche Brustkrebszellen mit einer hochwirksamen Form von Vitamin D. Schon nach wenigen Tagen dieser Behandlung mit Megadosen des »Sonnenschein-Vitamins« schrumpften die Zellen und starben ab.
»Vitamin D dringt in die Zelle ein und lässt sie absterben«, erklärte Welsh. Sie beschrieb den Prozess als »ähnlich wie bei der Behandlung von Zellen mit Tamoxifen [einem Krebsmittel, das bei vielen Frauen Nebenwirkungen hervorruft]«. Andere Forscher wiederholten das In-vitro-Experiment an Mäusen, denen sie zunächst Brustkrebszellen und dann Vitamin D injizierten. Nach wenigen Wochen waren die Krebstumore bei den Mäusen um 50 Prozent geschrumpft.
Humanstudien
Versuche außerhalb des Labors konzentrierten sich bislang auf die präventive Wirkung von Vitamin D bei Krebs. Eine Anfang 2011 veröffentlichte französische Studie ergab, dass höhere Vitamin-D-Werte, die durch Ernährung und Ergänzungsmittel erzielt wurden, zur Senkung des
Brustkrebsrisikos beitrugen. Das bemerkenswerte Ergebnis der Studie, bei der mehr als 60.000 Frauen nach den Wechseljahren zehn Jahre lang beobachtet wurden, war, dass die Wirkung des Vitamin D aus der Nahrung verstärkt wurde, wenn die Frauen häufiger den Sonnenstrahlen ausgesetzt waren.
Unter Leitung von Dr. Pierre Engel vom INSERM (Institut National de la Santé et de la Recherche Médicale, Nationales Institut für Gesundheit und medizinische Forschung) entdeckten die Forscher, dass bei Frauen, die in Gebieten mit höherer Sonneneinstrahlung lebten, ein nur halb so hohes Brustkrebsrisiko bestand wie bei Frauen, die in Gebieten wohnten, wo die Sonne seltener schien.
Allem Anschein nach übt der Sonnenschein eine stärkere heilende Wirkung aus als Ergänzungsmittel: Bei Frauen, die weniger Vitamin D zu sich nahmen, dafür aber viel Sonnenschein abbekamen, bestand ein um 32 Prozent niedrigeres Brustkrebs-Risiko. Den größten Schutz vor Brustkrebs hatten jedoch die Frauen, die über die Ernährung hohe Dosen Vitamin D bekamen und häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt waren.
Vitamin-D-Mangel
Bei einer Konferenz 2010 in Toronto bezeichnete der Forscher Dr. Cedric Garland Brustkrebs ausdrücklich als Vitamin-D-Mangel-Erkrankung, die sich durch einen höheren Spiegel an dem Vitamin »praktisch ausrotten« ließe. Auch Garland betonte die Wichtigkeit von Sonnenschein als Quelle von Vitamin D.
Der Nutzen von Vitamin D beschränkt sich aber nicht nur auf die Gesundheit der Brust. Wie neuere Untersuchungen ergeben haben, trägt es auch zur Prävention von Haut- und Darmkrebs bei. Weiterhin gibt es Hinweise darauf, dass ein Vitamin-D-Mangel bei vielen weiteren gesundheitlichen Störungen eine Rolle spielt, beispielsweise bei Depression, Fettleibigkeit, Diabetes, Schuppenflechte, Multipler Sklerose und Osteoporose.
Das ABC von Vitamin D
Die empfohlene Tagesdosis von Vitamin D beträgt 200 IE für unter 50-jährige, 400 IE für Menschen von 50 bis 70 Jahren und 600 IE für über 70-jährige. Die meisten Anhänger der Naturmedizin halten
diese Dosierung für zu niedrig. Dr. Andrew Weil hat jüngst seine Empfehlung für Vitamin D von 1.000 auf 2.000 IE täglich angehoben. Laut einer in diesem Jahr in der Zeitschrift Anticancer Research erschienenen Studie sind für den Schutz vor Krebs noch weit höhere Dosen erforderlich – 4.000 bis 8.000 IE täglich für Erwachsene.
Vitamin D ist ein Hormon, das im Körper die Absorption von Kalzium ermöglicht. Menschen mit dunkler Hautfarbe können Vitamin D schlechter bilden, das Gleiche gilt bei Vorliegen anderer erblicher Faktoren. Fettleibigkeit kann die Funktion von Vitamin D beeinträchtigen. Bestimmte Medikamente wie Mittel gegen Krampfanfälle und auch Sonnenschutzmittel blockieren Vitamin D. Obwohl Vitamin D aus dem Sonnenschein durch die Haut absorbiert werden kann, ist der Einfallswinkel des Sonnenlichts in nördlicheren Gefilden sechs bis neun Monate im Jahr zu flach, um eine ausreichend hohe UV-Strahlung zu gewähren. Man kann den Vitamin-D-Spiegel durch eine Untersuchung beim Arzt ermitteln lassen, um zu prüfen, ob er im erwünschten Bereich (von 50 bis 70 ng/ml) liegt. Die beste Nahrungsquelle von Vitamin D ist nicht raffiniertes Dorschleberöl. Auch Eigelb (von freilaufenden Hennen, nicht von der Hühnerfarm), Lachs, Makrele und Champignons liefern Vitamin D.
Quellen:
NaturalNews
NaturalNews
abc news
NaturalNews
NaturalNews
NaturalNews
Dr Weil
Natural Bias
Huffington Post
NaturalNews
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