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Häufig erkennen die Menschen diese Depression gar nicht als solche und halten sie für Schwäche
oder ein persönliches Manko, nicht aber für eine Krankheit. Wer zu sich selbst sagt: »Jammere nicht und steh’s durch«, verhindert damit oft, dass er sich selbst als deprimiert erkennt. Doch eine solche Haltung ist kontraproduktiv, denn die Krankheit nicht zu erkennen, bedeutet, sie zu verlängern.
Zu den Anzeichen einer Depression zählen unter anderen: Konzentrationsschwäche, anhaltende Traurigkeit oder Ängstlichkeit, die Unfähigkeit, Spaß und Freude zu empfinden, Reizbarkeit, veränderter Appetit, andauernde Müdigkeit und das Gefühl der Hoffnungslosigkeit. Sie sollten lernen, an dunklen Tagen auf natürliche Methoden zurückzugreifen, ohne Zuflucht zu chemischen Antidepressiva zu nehmen, bei denen schwere Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Libidoverlust auftreten können.
Vitamin D
Die Ursache einer alljährlich zur Winterzeit auftretenden Depression und eines Gefühls von Niedergeschlagenheit, das sich in dieser Zeit verstärkt, ist ein Mangel an Vitamin D, das uns auf wirksamste Weise der Sonnenschein liefert. Vitamin D steigert den Serotoninspiegel im Gehirn. Serotonin bezeichnet man auch als »Glückshormon«. Darüber hinaus spielt Vitamin D eine maßgebliche Rolle bei der Bildung von Dopamin, einem stimmungsaufhellenden Neurotransmitter.
Eine ausgezeichnete Vitamin-D-Quelle ist fermentiertes Dorschleber-Öl; schon ein Teelöffel täglich liefert eine kräftige Dosis. Nahrungsquellen sind Lachs, Sardinen und Makrele sowie Innereien und Eier (der Gesundheit wegen natürlich aus organischer Produktion). Sie können auch ein Vitamin-D-Ergänzungsmittel ausprobieren, damit gewährleistet ist, dass Sie die erforderliche tägliche Dosis auch wirklich erhalten.
Johanniskraut
Diese Heilpflanze ist seit Jahrhunderten als Nerventonikum in Gebrauch. Ihr Name rührt daher, dass sie ihre leuchtend gelben Blüten um den 24. Juni herum trägt – dem Tag kurz nach der Sommersonnenwende, an dem im Mittelalter der heilige Johannes gefeiert wurde. Die traditionelle Naturheilkunde betont schon seit Langem, dass eine Tinktur aus dieser Pflanze ein wenig von der Sonnenenergie aus dieser Jahreszeit liefert. Die jüngere medizinische Forschung hat die
Wirksamkeit bei der Behandlung von Angstzuständen und leichten Formen einer Depression bestätigt.
Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen: Johanniskraut sollte nicht zusammen mit chemischen Antidepressiva eingenommen werden. Einige Studien deuten auf eine mögliche Wechselwirkung mit oralen Empfängnisverhütungsmitteln hin. Johanniskraut kann die Wirkung von Schlaf- und Narkosemitteln verstärken und außerdem die Empfindlichkeit für UV-Licht erhöhen. Bei Menschen mit bipolarer Störung können die Stimmungsschwankungen durch die Einnahme verstärkt werden.
Ausgeglichene Lebensweise
Zusätzlich zur Einnahme von Johanniskraut und Vitamin D sollten Sie in den Wintermonaten auf eine gesunde und aktive Lebensweise achten. Verzichten Sie auf allzu viel »Trost-Essen«, denn manches davon ist nicht leicht verdaulich, es führt zur Verstopfung, man fühlt sich allgemein träge.
Erliegen Sie nicht der Versuchung, in einen Winterschlaf zu verfallen, denn der menschliche Körper ist nicht für monatelange Ruhepausen geschaffen. Sie können versuchen, sich mit dem kalten Wetter anzufreunden, indem Sie eine Sportart wie Langlauf, Abfahrtslauf, Eislaufen oder Eishockey erlernen. Oder Sie treiben regelmäßig Sport in der Halle, vorzugsweise eine Sportart, die Ihnen wirklich so viel Spaß macht, dass Sie sich gar nicht erst eine Entschuldigung dafür einfallen lassen, es nicht zu tun. Probieren Sie einmal Tanzen oder Joga, wenn Sie bereits der Gedanke langweilt, auf einem Laufband zu trainieren.
Nehmen Sie sich auch die Zeit, sich selbst emotional ein wenig zu pflegen. Sprechen Sie Ihre Gefühle aus anstatt sie zu unterdrücken, entweder beim Besuch bei einem Therapeuten, beim Schreiben eines Tagebuchs oder im Gespräch mit einem vertrauten Freund oder einer Freundin. Sorgen Sie regelmäßig dafür, dass Sie Freude empfinden können, etwa indem Sie einen lustigen Film anschauen oder Musik hören, die Sie in eine gute Stimmung versetzt.
Viele meinen, sie müssten ihre Emotionen entweder negieren oder in ihren Gefühlen regelrecht ertrinken. Lernen Sie zu meditieren, es kann Ihnen helfen, einen Ausgleich zwischen diesen beiden Extremen zu finden und Sie fühlen lassen, dass Sie Ihren Emotionen nicht hilflos ausgeliefert sind.
Quellen:
NCBI
Mind
The Herb Companion
NaturalNews
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