Sunday, 31. July 2016
22.06.2012
 
 

Spirulina: Was Sie über dieses gesunde Superfood wissen sollten

Willow Tohi

Die Blaualge Spirulina gehört zu den ältesten Formen des Lebens auf der Erde. Vor Jahrmillionen hat sie dazu beigetragen, dass in der Atmosphäre Sauerstoff gebildet wurde, der die Entstehung anderer Arten ermöglicht hat. Das »Superfood« ist dermaßen bepackt mit Nährstoffen, dass man nur mit Wasser und Spirulina überleben könnte.

Hunderte von Studien beweisen: Spirulina ist ein echtes Powerhaus. Es enthält 60 bis 70 Prozent komplettes Eiweiß, das heißt alle acht essentiellen und zehn nicht-essentielle Aminosäuren. Das ist mehr Eiweiß als in Rindfleisch, Hühnerfleisch oder Sojabohnen. Wie die Ernährungsberaterin

und Buchautorin Phyllis Balch schreibt, ist die Nährstoffkonzentration höher als in jedem anderen »Getreide, Heilkraut oder [jeder anderen] Heilpflanze«. Zu den gesunden Inhaltsstoffen zählen Gamma-Linolensäure (GLS), Linolensäure, Arachidonsäure, Vitamin B12, Eisen, die Nukleinsäuren RNS und DNS, Chlorophyll und Phycocyanin, das sich nur in Blaualgen findet und das in Studien bei Ratten die Überlebenszeit nach Leberkrebs erhöht hat (Balch).

 

 

Spirulina ist sehr gut verdaulich, schützt das Immunsystem, unterstützt die Absorption von Mineralstoffen und senkt den Cholesterinspiegel. Ursprünglich war die Alge in alkalihaltigen Seen in Afrika, Zentral- und Südamerika beheimatet. Jahrhundertelang diente sie den Ureinwohnern (unter anderem den Azteken) als Nahrung, ein Beweis für ihre Sicherheit und gesunde Wirkung.

 

 

Warum Sie sie einnehmen sollten

 

In seinem Buch Eat to Live betont Dr. Joel Fuhrman, wie wichtig nährstoffreiche Nahrungsmittel für jeden sind, der ein gesundes Gewicht halten, chronische und degenerative Erkrankungen vermeiden oder behandeln und sich eines langen Lebens erfreuen möchte. Spirulina ist die vielleicht nährstoffreichste Nahrungsquelle, die die Menschheit kennt, deshalb und wegen ihres medizinischen Werts wird sie seit Jahrhunderten überall auf der Welt eingenommen.

 

Spirulina verleiht Vitalität und Lebensenergie. Wer sie einnimmt, fühlt sich in aller Regel schon bald kräftiger und gesünder. Sie liefert Nährstoffe, die den Körper reinigen und heilen, sie schützt vor allen Formen von Krebs und vielen Viren wie dem Grippe-, Herpes-, Mumps-, Masern- und AIDS-Virus.

 

Wir alle wissen, dass wir wegen des hohen Gehalts an Omega-Fettsäuren viel Fisch essen sollten. Aber wem verdankt der Fisch diesen hohen Omega-Gehalt? Den Blaualgen wie Spirulina. Omega-Fettsäuren sind wichtig zur Bekämpfung von Herzkrankheiten, Arthritis, Osteoporose, Diabetes und Depression, außerdem senken sie das schlechte Cholesterin. Der hohe Anteil an Vitamin B12 dient der Entwicklung gesunden Nervengewebes und unterstützt den Stoffwechsel in jeder einzelnen Zelle unseres Körpers. Das heißt: Spirulina hilft bei einer Schädigung des Nervensystems und Erkrankungen wie der Fibromyalgie. Geschätzt wird sie auch wegen des hohen Gehalts an Beta-Carotin, das im Körper in Vitamin A umgewandelt wird. Vitamin A brauchen wir für ein starkes Immunsystem, gesunde Zähne, Knochen, Schleimhäute, Haut und Augen.

 

Darüber hinaus enthält Spirulina sämtliche anderen B-Vitamine, die Vitamine D, K und E, Kalzium, Chrom, Kupfer, Jod, Magnesium, Phosphor, Kalium, Selen und Zink. Und zusätzlich verschiedene Antioxidantien, Phytonährstoffe und Carotinoide. Sie schützt das Gehirn und entgiftet Leber und Nieren. Sie balanciert den pH-Wert und dämmt entzündliche Prozesse ein, die vielen Erkrankungen zugrundeliegen. Außerdem kann sie ein überaktives Immunsystem wieder ins Gleichgewicht bringen – eine sehr bedeutsame Funktion, denn ein überaktives (oder entzündetes) Immunsystem ist Auslöser von Autoimmunerkrankungen. Die Ursache ist in der Regel eine unzureichende Ernährung und Verdauung, auch hier bringt Spirulina Besserung.

 

 

Sonstige positive Wirkung

 

Die Klassifizierung als Superfood verdankt Spirulina auch ihrer sonstigen positiven Wirkung. Sie stärkt den antioxidativen Schutz, bekämpft freie Radikale, verzögert den Alterungsprozess, zügelt den Appetit und hilft dadurch beim Abnehmen, sie unterstützt ein gesundes Herz-Kreislauf-System, verbessert Verdauung und Gesundheit des Verdauungstrakts, schafft eine nützliche Darmflora und regt den Körper zur erhöhten Bildung roter und weißer Blutkörperchen an, die Keime und Viren töten.

 

Ihre antimikrobielle Wirkung trägt dazu bei, das Wachstum krankheitserregender Bakterien und Hefen zu hemmen. Durch ihren Gehalt an Chlorophyll reinigt sie das Blut. Es erhöht auch den Sauerstoffgehalt des Bluts. Polysaccharide verbessern die Funktion von Knochenmark, Thymusdrüse und Milzzellen.

 

Auch der Haut hilft Spirulina: Sie mindert Altersflecken und beruhigt bei Ekzemen, Akne und Ausschlag. An den Augen hilft sie bei grünem und grauem Star und verbessert schlechte Sicht.

 

Wie Studien gezeigt haben, wirkt sie gegen Allergien, verbessert die Atemfunktion und steigert die Leistung bei körperlicher Bewegung.

 

Phyllis Balch rät dazu, bei hohem Blutzucker Spirulina zwischen den Mahlzeiten einzunehmen, da der hohe Eiweißgehalt den Blutzucker stabilisiert.

 

 

Wie Sie Spirulina in Ihre Ernährung einbauen können

 

Spirulina verdankt ihren Namen ihrem spiralförmigen Wachstum. Sie wächst am besten in warmen Frischwasserseen, findet sich aber auch in Salzwasser und natürlichen Quellen. Sie verleiht den Gewässern ihre dunkelgrüne Farbe. Sie wird geerntet und zu einer dicken Paste verarbeitet, anschließend getrocknet und in Form von Pulver oder Flocken verpackt, bevor sie in Form von Tabletten oder Kapseln verkauft wird.

 

Sie ist leicht verdaulich, ihre Zellwände sind nicht so dick wie die anderer Algen. An den Geschmack können sich viele nicht recht gewöhnen. Spirulina-Flocken lassen sich in Gerichte oder Smoothies einrühren, viele ziehen jedoch die Einnahme in Pillenform vor.

 

 

Was Sie sonst noch wissen sollten

 

Spirulina ist das Nahrungsmittel der Wahl bei schädlicher Strahlung. Sie schützt die Organe und entfernt die Giftstoffe, die durch die Bestrahlung entstanden sind, aus dem Körper. Sie wurde zur Behandlung der Kinder in Tschernobyl eingesetzt.

 

Spirulina ist frei von Nebenwirkungen, also sehr sicher. Allerdings enthält sie Jod, gegen das manche Menschen allergisch sind. Wenn Sie längere Zeit nicht entgiftet haben, beginnen Sie vorsichtig mit der Einnahme, um die unangenehmen Begleiterscheinungen der Entgiftung zu vermeiden.

 

Manche Sorten von Spirulina werden wild geerntet und anschließend auf Sicherheit und Reinheit überprüft, andere Sorten werden in speziellen Farmen angebaut, um Umweltgifte auszuschließen. Schauen Sie auf der Packung nach oder fragen Sie einen qualifizierten Mitarbeiter im Bioladen.

 

Spirulina ist preiswert, überall erhältlich und lässt sich gut lagern. Sie ist eine vorzügliche Ergänzung für Ihre Ernährung (und Ihren Vorrat für den Katastrophenfall). Legen Sie sich also einen Vorrat an!

 

 

Quellen:

Natural News

Natural News

Natural News

Natural News

Natural News

Natural News

Balch, Phyllis, CNC. Prescription for Nutritional Healing, S. 80.

Fuhrman Joel, M.D. Eat to Live, S. 28.

Chinese Herbs

 

 


 

 

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