Montag, 26. Juni 2017
06.01.2009
 
 

Neues zur Heilkraft der Mistel

Andreas von Rétyi

Die Mistel, jene alte »Druidenpflanze«, gilt schon lange als mögliches Mittel gegen Krebs. Allerdings hält die Schulmedizin nicht sehr viel von der Misteltherapie – das ist großteils noch bis heute so. Jetzt gibt es allerdings neue Forschungen, die durchaus Positives über die Mistel zu verkünden haben.

Die etablierten Medien verhalten sich oft recht zaghaft, wenn die Sprache auf sinnvolle Alternativen zu den schulmedizinischen Krebstherapien kommt. Zwar werden ab und an sensationell klingende Berichte vermeldet – so etwas macht sich durchaus gut, denn es steigert die Auflage und erleichtert womöglich sogar auch das redaktionelle Gewissen ein wenig. Doch zu viel wäre von Übel. Vor allem für die große Industrie, die mit teuren Chemiepräparaten nicht ganz wenig verdient. Natürlich, da stecken auch enorme Entwicklungskosten drinnen. Nur, das Wesentliche, das ist die Wirksamkeit eines Medikaments. Und wie sieht es auf diesem Gebiet aus?

Zwar hat die Chemotherapie bei einigen Krebsformen durchaus echte und anhaltende Erfolge zu verzeichnen, die nicht von der Hand zu weisen sind, dennoch zeichnet sich ein düsteres Gesamtbild ab, und die Erfolge sind oft mehr der enorm fortgeschrittenen Diagnostik zu verdanken als den traditionellen therapeutischen Maßnahmen. Da nützt auch die hoch gelobte Hochdosistherapie nichts, im Gegenteil, sie nimmt dem Körper auch noch die letzte Chance auf Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Ganz anders die Anstrengungen auf dem Sektor der alternativen beziehungsweise komplementären Medizin. Sie alleine bietet gewiss auch kein Patentrezept oder das ersehnte Allheilmittel an. Andernfalls könnten Mediziner unmittelbar darauf zurückgreifen und diese Methode mit hundertprozentiger Erfolgsquote anwenden. Nur bleibt Krebs immer noch ein unwahrscheinlich komplexes Geschehen, das molekularbiologisch und diagnostisch zwar bereits gut erfassbar, therapeutisch aber oftmals schwer oder eben überhaupt nicht in den Griff zu bekommen ist. Illusionen sollten wir uns hier nicht machen. Wenn jedoch der ohnehin schon geschundene und durch Krankheit stark belastete Körper durch chemische Keulen niedergeknüppelt wird, was das Zeug hält, funktioniert bald nichts mehr richtig und am Ende kippt das System. Kein Wunder, wenn dann die Krankheit Oberhand gewinnt.

Schon seit Jahren arbeiten Komplementärmediziner mit Extrakten der geheimnisvollen Mistel. Diese Halbschmarotzerpflanze birgt über tausend Inhaltsstoffe, von denen viele noch nicht einmal richtig analysiert und identifiziert sind. Ungeachtet dessen steht die mysteriöse Pflanze schon lange im so wohltuenden Verdacht, ein wirksames Heilmittel für viele Krebsarten zu sein. Dazu noch in Form relativ preiswerter und auch kaum belastender Therapien. Viele Schulmediziner zeigten sich allerdings von den bisher vorgelegten Ergebnissen kaum beeindruckt, selbst wenn die Bilanzen traditioneller Verfahren eher peinlich ausfallen und nicht unbedingt stolz herumgezeigt werden können.

Wie nun auch Discovery News berichtete, legten Wissenschaftler des Institut Hiscia im Schweizer Arlesheim eine aktuelle Studie vor, die belegt, dass mit einem Mistelpräparat behandelte Krebspatienten faktisch länger leben. Analysen über mehrere Jahrzehnte hinweg zeigen laut Renatus Ziegler und Ronald Grossarth-Maticek bei Eierstock- und Gebärmutterhalskrebs deutliche Vorteile der Therapie mit Viscum Album, der in Europa weit verbreiteten weißbeerigen Mistel. Das Präparat Iscador besteht aus mit Lactobacillus fermentierten Auszügen und erweist sich laut der neuen Studie als lebensverlängernd. Patienten, die zusätzlich zur Standardtherapie auch Mistel verabreicht bekamen, lebten durchschnittlich ein halbes Jahr länger als Vergleichspatienten ohne entsprechende Iscador-Behandlung.

Dr. Gunvar Kienle vom Institut für angewandte Erkenntnistheorie und medizinische Methologie (IFAEMM) in Freiburg befasst sich ebenfalls mit komplementären therapeutischen Verfahren, darunter auch der Mistelbehandlung. Er bestätigt »gute Hinweise darauf, dass Viscum Album die Lebensqualität der Patienten verlängert und bescheidene Hinweise auf eine Lebensverlängerung und Tumorremission bei hoher Dosierung und lokaler Anwendung«. Immerhin. Nicht zu vergessen, dass die Therapie nur begleitend eingesetzt wurde. Bekanntlich haben Patienten nach völliger Abkehr von chemotherapeutischen Verfahren und bei alleiniger Anwendung von Mistelpräparaten trotz vorausgegangener schulmedizinischer »Austherapierung« schließlich überlebt. Dies mögen Einzelfälle sein, doch leider hört man in der Öffentlichkeit nur selten etwas von ihnen. Interessant ist ganz allgemein, dass man von den Überlebenden dann kaum etwas vernimmt, sobald sie mit alternativen Verfahren geheilt wurden.

Vor 25 Jahren schien über die Mistel bereits ein Todesurteil bezüglich ihrer behaupteten Eigenschaft als Krebstherapeutikum gesprochen worden zu sein. Damals, im Jahr 1984, erklärte eine Expertengruppe der Schweizer Gesellschaft für Onkologie, dass eine Wirksamkeit von Iscador gegen beim Menschen vorkommende Krebsformen nicht nachweisbar sei. Rudolf Steiner, der schon 1916 als einer der Ersten auf die positiven Eigenschaften der Mistel hingewiesen und sie als Mittel gegen Krebs erkannt hat, wurde von Kritikern wie Stephen Barrett, einem Mediziner des US-Chemie-Establishments, bereits als Quacksalber und Okkultist hingestellt. Doch ganz so einfach gestaltet sich die Sachlage eben auch hier nicht. Die aktuellen Ergebnisse bestätigen sehr zahlreiche andere, frühere Studien, die eine tatsächliche Wirksamkeit von Iscador oder auch anderer Mistelpräparate in der Behandlung von Krebs zwingend nahe legen.

Nur, eine alte Regel scheint zu besagen: Wenn ein Patient nach alternativer Therapie an Krebs stirbt, so wäre er mit traditionellen Verfahren, sprich: chemische Keule, unzweifelhaft noch zu retten gewesen. Stirbt er aber nach schulmedizinischer Behandlung, was trotz der offiziell hohen Anerkennung der betreffenden Methoden immer noch erstaunlich geschieht, so ließ sich eben wirklich nichts mehr machen – die Krankheit war einfach schon zu weit fortgeschritten! Die Therapie aber war auf jeden Fall die Richtige. Warum wohl?

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