Friday, 1. July 2016
25.04.2012
 
 

Die Heilkraft der Musik: Forscher liefern Fakten

D. Holt

Easy Listening oder klassische Musik sollen angeblich die Heilungsrate bei Patienten und Rekonvaleszenten erhöhen. Doch stimmt diese Annahme wirklich? Wissenschaftler vom John Radcliffe Hospital in Oxford haben jetzt ihre Ergebnisse vorgestellt. Und die sind mehr als erstaunlich.

Die Patienten wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Der ersten wurde während einer Operation unter örtlicher Betäubung Musik vorgespielt, bei der zweiten Gruppe wurde der Eingriff ohne Musik durchgeführt. Durch die Messung der Atemfrequenz der Patienten wurde der Grad der Angst ermittelt, zusätzlich wurden sie gebeten, diesen auf einer Skala selbst einzuschätzen. Die Messungen wurden vor, während und nach der Operation, noch auf dem Operationstisch, durchgeführt.

Die Resultate, die in der britischen Fachzeitschrift Annals of the Royal College of Surgeons veröffentlicht wurden, zeigten, dass die Patienten, denen während des Eingriffs Musik vorgespielt wurde, um 29 Prozent weniger Angst hatten; auch die durchschnittliche Atemfrequenz war geringer. Die Studie war die erste ihrer Art, denn untersucht wurde die Wirkung der Musik sowohl auf geplante Eingriffe als auch auf Notoperationen. Verwendet wurde klassische Musik oder Easy-Listening-Musik, beispielsweise Vivaldi, Beethoven oder Sinatra.

 

Angst vor, während und nach einer Operation kann die Freisetzung natürlicher Stresshormone auslösen, die zu einer entzündlichen Antwort führen und dadurch eine Heilung verhindern oder verlangsamen können. Die Folge sind längere Krankenhausaufenthalte und der Einsatz entzündungshemmender Medikamente.

 

 

Ist die Musik oder die Klangenergie verantwortlich?

Die Macht der Musik wird seit Langem mit der Lösung von Stress und einer Änderung bzw. Besserung der Stimmungslage in Verbindung gebracht. Bei anderen Studien wurde untersucht, ob die tatsächlichen Schwingungen bei der Musik biologische Systeme beeinflussen können. Dazu gehört beispielsweise die Verwendung von Ultraschall, um die Spermienbildung anzuregen. Dabei wird allerdings häufig eines außer Acht gelassen: Genauso wie das sichtbare Licht nur einen winzigen Ausschnitt des elektromagnetischen Spektrums darstellt, ist auch der hörbare Klang nur ein winziger Ausschnitt des Klangspektrums. Höhere und tiefere Frequenzen des Klangspektrums wie VLF (very low frequency, sehr niedrige Frequenz) und ELF (extremely low frequency, extrem niedrige Frequenz) haben sich als höchst wirkungsvoll erwiesen.

 

Der Klang von live gespielter Musik hat eine viel dynamischere »Atmosphäre«, weil Saiten, Rohrblätter, Pauken usw. – anders als ein Lautsprecher – unabhängig voneinander schwingen können. Diese Instrumente geben Frequenzen innerhalb und außerhalb des hörbaren Spektrums ab, und zwar mit einer Klangreinheit, die keine Technik erreicht. Alle elektrischen Geräte sind nämlich nur dafür ausgelegt, Klang im hörbaren Bereich auszustrahlen.

 

Während sich die beruhigende und zerstreuende Wirkung der Musik durch Lautsprecher durchaus übertragen lässt, können die Schwingungen nicht voll zur Wirkung gebracht werden. Es handelt sich hier um ein hochinteressantes Forschungsgebiet, das faszinierende Fragen aufwirft, wie beispielsweise diese: Werden wir in der Musik von Klängen und Schwingungen beeinflusst, die wir nicht hören können? Sendet die Erde Klangschwingungen aus? Und wie beeinflussen uns diese? Wirken sich die Klangschwingungen, die elektrische Geräte aussenden (das Summen) auf unseren Körper aus? Und so fort.

 

Meditationsmusik kann eine beruhigende Wirkung entfalten und dem Betroffenen helfen, sein ständig abgelenktes Denken zu entspannen. Bei dieser Musik werden zumeist ein vielschichtiger orchestraler Klang oder Klänge aus der Natur verwendet, die zu einer Art Resonanz im Denken führt, sodass sich der Geist von der Außenwelt »abhebt«. Das ist der Zweck der Übung.

 

Die Musik hat noch viel mehr wundersame Eigenschaften, deshalb ist diese Art der Forschung ein sehr guter Anfang. Aber noch kratzen wir an der Oberfläche dieses aufregenden Themas.

 

 

Quellen für diesen Beitrag waren u. a.:

 

 


 

 

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