Samstag, 24. Juni 2017
26.06.2016
 
 

US-Regierung leugnet medizinischen Nutzen von Marihuana, bewilligt aber ein von Cannabis abgeleitetes neues Medikament

Daniel Barker

Einmal mehr wird die Scheinheiligkeit der FDA (Bundesbehörde für Arzneimittel) bezüglich des medizinischen Einsatzes von Marihuana deutlich: Obwohl die Behörde seit Jahren darauf besteht, dass »Cannabis keinerlei medizinischen Wert« habe, ist sie nun bereit, dem Unternehmen GW Pharmaceuticals die Vermarktung eines auf Cannabinoiden basierenden Arzneimittels für Multiple-Sklerose-Patienten zu erlauben.

 

Tatsächlich weiß die Regierung seit Jahrzehnten durchaus, dass Marihuana einen medizinischen Nutzen hat, und bewilligte auch schon früher Patente für Cannabinoid-Medikamente. Auf BlacklistedNews.com ist zu lesen:

»Ähnliche von GW Pharmaceuticals und anderen Pharmakonzernen entwickelte Cannabis-Präparate sollen bei Autismus, Muskelschwund, Gliom, Eierstock- und Bauchspeicheldrüsenkrebs sowie bei Schizophrenie und Epilepsie helfen. Der Bedarf an diesen Produkten wird in den kommenden Jahren wohl um das 40-Fache ansteigen.«

Seit gut 50 Jahren wird der Konsum von Marihuana-K – ob zur Entspannung oder zu medizinischen Zwecken – von der US-Regierung kriminalisiert, obwohl Cannabis seit Jahrhunderten in aller Welt gegen vielerlei Krankheiten eingesetzt wird. Das ändert sich nun langsam, aber Tatsache ist, dass auf Bundesebene Marihuana nach wie vor als »Schedule-I-Droge« gilt – das heißt, es wird als so schädlich wie Heroin, aber als weniger gefährlich als Kokain oder Methamphetamin eingestuft.

 

Verbot um des Profits willen

 

Für die Regierung sind Marihuana-Konsumenten – auch wenn sie es aus medizinischen Gründen einsetzen – noch immer Kriminelle. Aber gleichzeitig erlaubt sie der Pharmaindustrie in aller Stille, des Profits wegen synthetische Cannabis-Versionen zu entwickeln.

 

Diese Praktik besteht weiterhin, obwohl viel darauf hinweist, dass »rohes« Cannabis genauso wirksam ist wie die synthetischen Versionen – wenn nicht sogar wirksamer –, noch dazu ohne deren negativen Nebenwirkungen.

 

Derzeit ist Marinol das einzige in den USA zugelassene und vertriebene synthetische Cannabis-Präparat. Im Gegensatz zu natürlichem Cannabis hat es erhebliche Nebenwirkungen und führte in mindestens vier Fällen zum Tod. Zitat von MedicalMarijuana.ProCon.org:

»Unimed Pharmaceuticals, der Hersteller von Marinol, warnt auf seiner Website (im April 2004): Marinol sollte bei Patienten mit Herzproblemen mit Vorsicht angewandt werden, weil gelegentlich Blutdruckabfall, Bluthochdruck, Bewusstlosigkeit oder Herzrasen auftreten können.«

Auf TruthOnPot.com heißt es:

»Es ist schon interessant, dass Marihuana niemals als Hauptursache für einen Todesfall festgestellt wurde, die FDA aber zwischen 1997 und 2005 vier Todesfälle auf Marinol zurückführt.«

Es ist mehr als offensichtlich, dass zumindest einer der Gründe, warum Marihuana auf Bundesebene noch immer illegal ist, darin besteht, dass Big Pharma den Profit aus einer nachgewiesen medizinisch wirksamen Substanz einstreichen will – obwohl diese Substanz leicht und zudem billig anzubauen und anzubieten wäre, sofern dies nicht als Straftat gälte.

 

Die schäbige Geschichte hinter dem Marihuana-Verbot

 

Einer der Hauptgründe, warum Marihuana ursprünglich als illegal eingestuft wurde, waren die Interessen der petrochemischen Konzerne, die Hanfprodukte durch ihre eigenen synthetischen Präparate ersetzen wollten. Auf HempFarm.org ist zu lesen:

»Es heißt, das Hanfverbot sei darauf zurückzuführen, dass neue Verarbeitungsmethoden entwickelt wurden, die Hanf zum potenziellen Konkurrenten der frisch gegründeten Industrien für synthetische Fasern und Kunststoffe machten. Und die Möglichkeit, aus Hanf Papier herzustellen, bedeutete auch für die Holz- und die Ölindustrie eine Bedrohung. Es deutet einiges darauf hin, dass die kommerziellen Konzerne, die durch den Rivalen Hanf viel zu verlieren hatten, zur Verteufelung dieser Heilpflanze beitrugen und ihren Einfluss nutzten, um das Marihuana-Verbot durchzusetzen.«

Die Kriminalisierung von Marihuana in den Vereinigten Staaten hatte von Anfang an mehr mit dem Schutz von Konzerninteressen zu tun als mit dem Schutz der Bürger.

 

Marihuana in seiner rohen Form ist grundsätzlich harmlos und hat neben seinem erwiesenen medizinischen Wert viele weitere Vorteile.

 

Doch weil es für die Big-Pharma-Industrie und die Petrochemie nichts zu verdienen gibt, wenn es legalisiert würde, behält es seinen Status als gefährliche Droge. Es ist höchste Zeit, das sinnlose Marihuana-Verbot endgültig aufzuheben.

 

 

 

 

 

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