Dienstag, 28. März 2017
24.10.2010
 
 

97 Prozent der Männer überleben Prostatakrebs auch ohne Behandlung

David Gutierrez

Selbst wenn sich keiner der Männer, bei denen Prostatakrebs im Frühstadium entdeckt wurde, einer medizinischen Behandlung unterzogen hätte, würden 97 Prozent von ihnen die Krankheit überleben, heißt es in einer Untersuchung schwedischer Wissenschaftler, die in der Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institut veröffentlicht wurde.

Die meisten Prostata-Tumore wachsen so langsam, dass sich bereits viele Forscher die Frage gestellt haben, ob die erheblichen Risiken der Behandlung mit Hormonen, der chirurgischen Eingriffe oder Bestrahlungen tatsächlich durch eine ernste Gefährdung des Lebens der Patienten gerechtfertigt sind. Immerhin kann es zu so einschneidenden Nebenwirkungen wie Inkontinenz und Impotenz kommen. »Die Zahlen zeigen, dass es in den meisten Fällen für die Patienten mit einem Tumor mit geringerem Risiko keinen Grund gibt, in Panik zu verfallen«, erklärte die Krebsforscherin Grace Lu-Yao von der Medizinischen und Zahnmedizinischen Hochschule New Jerseys, die nicht an der Untersuchung beteiligt war. Prostatakrebs sei daher nicht länger automatisch als tödliche Erkrankung einzustufen.

Die Wissenschaftler benutzten Zahlenmaterial des schwedischen staatlichen Krebsregisters, um die Mortalität bei 6800 Männern im Alter von unter 70 Jahren, bei denen Prostatakrebs niedrigen bis mittleren Risikos im Frühstadium festgestellt worden war, miteinander zu vergleichen. Der Risikofaktor jedes einzelnen Patienten wurde durch verschiedene Tests ermittelt. Dazu wurden u.a. auch Indikatoren wie das Prostataspezifische Antigen Semenogelase (PSA) gemessen und der sogenannte »Gleason-Score« durchgeführt, bei dem der Prostatakrebs über ein Punktesystem bewertet wird. Die Teilnehmer unterzogen sich dann entweder einer aggressiven Krebsbehandlung mit Hormonen, chirurgischen Eingriffen oder einer Strahlenbehandlung oder man wartete unter ständiger medizinischer Beobachtung einfach ab, wie sich der Krebs entwickelte.

Nach acht Jahren waren 20 Prozent der Männer in der reinen Beobachtungsgruppe verstorben. Dies entspricht genau dem Anteil an Todesfällen in der allgemeinen Bevölkerung. Weniger als drei Prozent der Männer waren tatsächlich an Prostatakrebs gestorben. Die Forscher schätzen, dass nach zehn Jahren nur 2,4 Prozent der Teilnehmer der Beobachtungsgruppe an Prostatakrebs gestorben wären.

Die Sterblichkeitsrate in der Gruppe, die behandelt wurde, war zwar sowohl was Tod durch Prostatakrebs, als auch Tod durch »normale Ursachen« anging, geringer. Die Wissenschaftler wiesen aber daraufhin, dass sich die Männer in der Gruppe ohne Behandlung tendenziell in schlechterer gesundheitlicher Verfassung befanden als die in der behandelten Gruppe.

Quellen:

http://www.reuters.com/article/idUSTRE65H5MP20100618

 

(NaturalNews)

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