Friday, 1. July 2016
11.04.2015
 
 

Studie zeigt: Antioxidans aus Olivenöl tötet Krebszellen in einer Stunde

David Gutierrez

Das wichtigste Antioxidans im Olivenöl kann Krebszellen in weniger als einer Stunde töten, ohne dabei gesunde Zellen anzugreifen. Das zeigten Wissenschaftler der Rutgers University und des Hunger College in einer Studie, die in der Zeitschrift Molecular & Cellular Oncology veröffentlicht wurde.

 

Die Forscher hoffen, dass ihre Erkenntnis zu einer gezielten Krebstherapie auf Grundlage dieser Substanz führen wird. »Die Mittelmeerkost wird mit einem geringeren Risiko verschiedener Krebsarten in Verbindung gebracht«, erklärte der Forscher Paul Breslin. »Sie ist in vielerlei Hinsicht gesund, aber diese Studie verweist besonders auf die phenolische Verbindung Oleocanthal, die sich bei dieser Beobachtung als besonders wichtig erwies.

 

Da immer mehr Menschen ihrer Gesundheit zuliebe zur Mittelmeerkost übergehen, gewinnt Oleocanthal als entscheidender aktiver Inhaltsstoff dieser Kost an Bedeutung.«

 

Für Krebs »bricht die Hölle los«

 

Von vielen pflanzlichen Verbindungen ist bekannt, dass sie in Krebszellen den programmierten Zelltod, die so genannte Apoptose, auslösen, indem sie ein besonderes Protein ins Visier nehmen, das den Prozess steuert.

 

Allerdings dauert die Apoptose normalerweise zwischen 16 und 24 Stunden, und frühere Studien hatten ergeben, dass Krebszellen, die Oleocanthal ausgesetzt wurden, innerhalb von 30 bis 60 Minuten starben. Das Oleocanthol wirkte viel zu schnell, es musste ein anderer Mechanismus als die Apoptose im Spiel sein.

 

»Wir wollten untersuchen, ob Oleocanthal auf dieses Protein zielte und zum Tod der Zellen führte«, sagte Breslin. Bei der neuen Studie entdeckten die Forscher, dass Oleocanthal tatsächlich Krebszellen durch einen anderen Mechanismus tötete. Anstatt auf das Apoptose-Protein zu zielen, brach es die Lysosomen von Krebszellen auf. Diese kleinen Zell-Organellen sind für die Verarbeitung von Zellabfällen zuständig, sie sind in Krebszellen viel größer und zerbrechlicher als in normalen Zellen.

 

»Sobald sie eine davon aufbrechen, bricht die Hölle los«, sagte Breslin. Wie die Studie zeigte, enden wichtige lebenserhaltende Funktionen in Krebszellen, sobald die Lysosomen zerbrechen.

 

Dabei ließ das Oleocanthal nahegelegene gesunde Zellen unangetastet. Und nicht nur das, sondern es versetzte sie für einen Tag in eine Art Ruhezustand oder Schlafmodus. Danach nahmen sie ihre normale, gesunde Tätigkeit wieder auf, offenbar ohne dauerhafte Folgen.

 

»Der Mechanismus, Krebszellen zu töten und gesunde Zellen zu verschonen, die Durchlässigkeit der Lysosomen-Membran, gilt schon seit geraumer Zeit als möglicher Mechanismus, Krebszellen effektiv auszuschalten und gesundes Gewebe zu verschonen, wurde bisher aber nie realisiert«, sagte Breslin weiter. Die Erkenntnis sei von besonderem Interesse für die Krebsbehandlung.

 

Es wird allerdings noch Jahre dauern, bis Oleocanthal als Krebsmittel zur Verfügung steht. Denn ganze Organismen sind viel komplizierter als Zellkulturen, und es kann sein, dass die Verbindung aus dem Olivenöl im menschlichen Körper anders wirkt.

 

Olivenöl ist gesund für den ganzen Körper

 

Olivenöl und seine Bestandteile sind auf mannigfache Art gesund. Es stärkt das Immunsystem, beugt Osteoporose vor, schützt den Körper vor Luftverschmutzung und hilft möglicherweise, Demenz zu verhindern. Darüber hinaus ist erwiesen, dass die gesunden Fette im Olivenöl das Gehirn gesund erhalten und sogar das Gedächtnis verbessern können.

 

2010 stellten Forscher der Universitat Autònoma de Barcelona in einer Studie ebenfalls die Vermutung auf, Olivenöl könne helfen, Krebs zu verhüten. Wie die Forscher feststellten, führte Olivenöl zu einer Veränderung im Signalpfad von Brustkrebszellen, was zur Apoptose führte und bei gesunden Zellen eine Schädigung der DNS verhinderte.

 

Diese Erkenntnisse sind besonders wichtig, da eine fettreiche Ernährung als Brustkrebsrisikofaktor gilt. Olivenöl und andere »gesunde« Fette könnten hingegen sogar schützend wirken. Der mäßige Konsum von nativem Olivenöl wird mit geringerer Häufigkeit von Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zahlreichen anderen Krankheiten in Verbindung gebracht.

 

 

Quellen:

 

medicaldaily.com

futurity.org

sciencedaily.com

sciencedaily.com

 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (8) zu diesem Artikel

14.04.2015 | 07:59

edmundotto

Unbestritten für mich ist die Heilkraft des Olivenbaumes. Mit Olivenblattextrakt konnte ich div. Virusinfektionen zurückdrängen und das Olivenöl immense Heilkräfte aufweist, wissen die Völker des Mittelmeers seit es Geschichtsschreibung gibt. Doch ist Olivenöl nicht gleich Olivenöl, schon ein nach Pressung gefiltertes Öl verliert einen Teil seiner Wirkung. Handelsübliche billige Öle sind bestenfalls zum kochen und braten brauchbar, aus konventionellem Anbau stammendes Öl meide...

Unbestritten für mich ist die Heilkraft des Olivenbaumes. Mit Olivenblattextrakt konnte ich div. Virusinfektionen zurückdrängen und das Olivenöl immense Heilkräfte aufweist, wissen die Völker des Mittelmeers seit es Geschichtsschreibung gibt. Doch ist Olivenöl nicht gleich Olivenöl, schon ein nach Pressung gefiltertes Öl verliert einen Teil seiner Wirkung. Handelsübliche billige Öle sind bestenfalls zum kochen und braten brauchbar, aus konventionellem Anbau stammendes Öl meide ich ganz und gar. So wie auf die meisten Gartenpflanzen wirkt sich eine "Biozidberieselung" negativ auf die Produktion heilender Stoffe wie z.B. Salvestrole aus. Gemüse aus natürlichem Anbau enthält einen wesentlich höheren Anteil dieser stark krebshemmenden Salvestrole. Amüsant ist es immer wieder, wenn Schulmediziner im Rahmen der sog. Krebsforschung wirksame Stoffe in der Pflanzenwelt entdecken. Seit Jahrzehnten versucht man den "Hauptwirkstoff" der untersuchten Pflanze zu isolieren, zu analysieren, um ihn dann, chemisch kopiert, als Patent gewinnbringend auf den Pharmamarkt zu werfen. Leider gelingt das nicht, es immer eine Vielzahl an wirksamen Substanzen vorhanden, die ihre Wirkung aus dem Synergieeffekt beziehen. Die Wirkstoffe im Olivenöl sind je nach Anbauregion abhängig von Boden und Klima sehr unterschiedlich vorhanden und ich würde jedem empfehlen, bei einem Mittelmeerurlaub sich mit "naturtrüben" Öl aus der ersten Pressung zu versorgen. Jedoch Vorsicht, es ist leichter ranzig.


11.04.2015 | 20:22

Kaiser Wilhelm

Hallo allerseits, hier mal ein Tipp. Sollte man gelesen haben. Ölwechsel für Ihren Körper. Gesund, vital und schön mit naturbelassenen Ölen Broschiert – 2010 von Reiner Schmid. Der Herr Professor Wichtig aus dem Video (s. Beitrag von jemand) hat bestimmt mit einem degenerierten Ölivenöl experimentiert. So was verwende ich nur noch für mein Waldmoped (Kettensäge). Echte Öle kauft man nur bei koscheren Produzenten. Ein Dreiviertelliter Olivenöl kostet das schon mal 13-15 €, aber...

Hallo allerseits, hier mal ein Tipp. Sollte man gelesen haben. Ölwechsel für Ihren Körper. Gesund, vital und schön mit naturbelassenen Ölen Broschiert – 2010 von Reiner Schmid. Der Herr Professor Wichtig aus dem Video (s. Beitrag von jemand) hat bestimmt mit einem degenerierten Ölivenöl experimentiert. So was verwende ich nur noch für mein Waldmoped (Kettensäge). Echte Öle kauft man nur bei koscheren Produzenten. Ein Dreiviertelliter Olivenöl kostet das schon mal 13-15 €, aber das isses wert. Ist sogar verkorkt.


11.04.2015 | 17:45

www.gold-dna.de

Vielleicht will uns das Symptom der Tumore auch etwas ganz anderes mitteilen. Etwas, das aus dem Blickwinkel fällt, je mehr wir Einzelschicksale, wie Bäume im Wald, betrachten, ohne das Ganze zu sehen: ( http://www.ichliebemeinentumor.de )


11.04.2015 | 15:19

jemand

vor Jahren wurde Gegenteiliges verbreitet (in den MM) https://www.youtube.com/watch?v=uxiSIvLR_Vo


11.04.2015 | 11:05

Beate Hall

Wenn das überhaupt helfen soll, kann es sich nur um vergines Ölivenöl mit Vitamin K Zusatz handeln, ob das in Olivenöl vorhanden ist, kann dann jeder googlen, auf jeden Fall in es in einer Kräutermischung die Flor Essence heißt enthalten, die man zu einem Dekokt kochen soll, das ist ein Tee der zweimal aufgekocht wird und dann abgeseiht wird. Rene Caisse hatte früher in Kanada damit Patienten behandelt, was den Regierungen aber nicht geschmeckt hat. Zu lesen über dies Mittel und...

Wenn das überhaupt helfen soll, kann es sich nur um vergines Ölivenöl mit Vitamin K Zusatz handeln, ob das in Olivenöl vorhanden ist, kann dann jeder googlen, auf jeden Fall in es in einer Kräutermischung die Flor Essence heißt enthalten, die man zu einem Dekokt kochen soll, das ist ein Tee der zweimal aufgekocht wird und dann abgeseiht wird. Rene Caisse hatte früher in Kanada damit Patienten behandelt, was den Regierungen aber nicht geschmeckt hat. Zu lesen über dies Mittel und auch über Rene Caisse in dem Buch "Gesund mit Indianerheilwissen" von Paula Backhuis.


11.04.2015 | 10:56

alucardnov

seit der antike ist sogar bekannt, dass es vor allem die olive die auf vulkanasche angebaut wird die vor allem aus italien am vesuv stammt, krebshemende eigenschaften haben soll.

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