Freitag, 24. März 2017
10.07.2015
 
 

Natürliche Mittel gegen Verdauungsbeschwerden

Melanie Grimes

Ob Sie an einer Darmgrippe leiden, an einer Norovirus-Infektion oder an Magenverstimmung – Heilkräuter, ausgewählte Lebensmittel oder Vitamine können viele Beschwerden lindern oder beseitigen. Seit Jahrhunderten befreien Heilpflanzen wie Ingwer, Lakritz und Pfefferminz von Bauchweh. Auch Probiotika in Form von Joghurt und andere fermentierte Lebensmittel sind hilfreich.

 

Ingwer

 

Ingwer zählt zu den besten Heilpflanzen für den Verdauungstrakt. Er kann Übelkeit beruhigen, die Verdauung unterstützen, Reisekrankheit lindern und in der Schwangerschaft sogar bei der morgendlichen Übelkeit helfen. Der wirksame Teil der Pflanze ist die Wurzel. Rohen oder getrockneten Ingwer gibt es im Lebensmittelgeschäft zu kaufen. Bioläden bieten zudem Ingwerkapseln oder Kautabletten an. Aus Ingwer kann auch ein wohltuender Tee aufgebrüht werden.

 

Lakritz

 

Die Lakritz-Wurzel aus der Pflanze Glycyrrhiza glabra wird seit der Römerzeit als Heilpflanze verwendet. Sie ist bekannt für ihre antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Lakritz wird als Hausmittel zur Behandlung von Geschwüren, Leberbeschwerden und Lungenstauung verwendet. Es kann leicht abführend wirken, Vorsicht deshalb bei Durchfall.

 

Suchen Sie nach der Wurzel in der Kräuterabteilung von Spezialgeschäften, vielleicht finden Sie sie auch abgepackt als Tee. Einige Firmen bieten inzwischen Lakritz-Bonbons mit wenig Zucker an, die sehr gut schmecken und Kranken helfen können.

 

Joghurt

 

Joghurt enthält gute Bakterien, die bei Magenverstimmung hilfreich sein können. Am besten essen Sie täglich Joghurt. Wählen Sie Joghurt mit lebendigen Kulturen; Sorten mit Zucker oder Fruchtaroma enthalten oft nicht genug Probiotika, um überhaupt wirksam zu sein. Probiotika stärken die Immunabwehr und verschaffen Linderung bei Erkältung und Grippe.

 

Beruhigende Tees

 

Warme Tees, ob aus Pfefferminze, Kamille oder schwarzer Tee, können bei akuten Verdauungsbeschwerden hilfreich sein. Pfefferminztee wirkt krampflösend und befreit von Blähungen. Außerdem mindert er Übelkeit und Brechreiz. Kamille wirkt ebenfalls krampflösend und kann zu besserem Schlaf verhelfen. Schwarzer Tee wird schon lange zur Durchfall-Behandlung eingesetzt; die aktiven Bestandteile sind die Tannine.

 

Die BRAT-Diät

 

Bei Verdauungsbeschwerden kann es ratsam sein, die Nahrungsaufnahme zu reduzieren und nur Leichtes zu essen. Die empfohlene BRAT-Diät besteht aus Bananen, Reis, Apfelmus und Toast; ich persönlich würde raten, bei Krankheit auf den Toast zu verzichten, da Weizen die Verdauung stören kann. Bio-Naturreis enthält viele Nährstoffe, die einem Kranken zu neuer Energie verhelfen, nur ist er schwer verdaulich.

 

Es ist deshalb vielleicht besser, zunächst weißen Reis zu wählen, am besten ebenfalls Bio-Qualität. Kranke müssen die Schadstofflast im Körper reduzieren, möglichst sauberes Essen hilft ihnen dabei. Selbstgemachtes Apfelmus oder Apfelmus ohne Zucker ist ein hervorragendes Mittel. Manche empfinden gekochte oder zerstampfte Kartoffeln als leicht verdaulich, denn Kartoffeln enthalten darmgesunde Ballaststoffe.

 

Viel Flüssigkeit

 

Wenn der Darm aus dem Gleichgewicht geraten ist, sollten Sie unbedingt auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Bei Durchfall oder Erbrechen muss die verlorene Flüssigkeit ersetzt werden. Warme Getränke, verdünnte Fruchtsäfte, Gemüsesuppe oder Brühe wirken heilend, oft hilft auch Fleischbrühe.

 


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Beschwerden und Erkrankungen vorbeugen und richtig behandeln

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Leser-Kommentare (3) zu diesem Artikel

13.07.2015 | 10:38

edmundotto

Wir Menschen haben mehr Mikroben in uns und auf uns, als eigene Zellen. Diese Bakterienspezies bringen etwa 100mal mehr Gene mit sich, als wir in unseren Zellen haben. Viele Forscher sehen den menschlichen Körper inzwischen als "Superorganismus", als ein ganzes Ökosystem. Ein Großteil der genannten Bakterien ist nützlich (lebensnotwendig), während der (hoffentlich) geringere Anteil der Gesundheit nicht förderlich, sogar pathogen sein kann.Ergo hat die Zusammensetzung...

Wir Menschen haben mehr Mikroben in uns und auf uns, als eigene Zellen. Diese Bakterienspezies bringen etwa 100mal mehr Gene mit sich, als wir in unseren Zellen haben. Viele Forscher sehen den menschlichen Körper inzwischen als "Superorganismus", als ein ganzes Ökosystem. Ein Großteil der genannten Bakterien ist nützlich (lebensnotwendig), während der (hoffentlich) geringere Anteil der Gesundheit nicht förderlich, sogar pathogen sein kann.Ergo hat die Zusammensetzung der Darmbakterien hat eine zentrale Bedeutung für unsere Gesundheit. Eine Fehlbesiedelung der Darmflora, z.B. entstanden durch hohen Fleischkonsum, mit erhöhtem Anteil an Fäulnisbakterien, birgt u.a. das Risiko eines hohen Cholesterinspiegels. Ebenso gelangen die schädlichen Stoffwechselprodukte dieser bakterien durch die Darmwand und führen zur übermäßigen Produktion von Antikörpern, einem erhöhten Verbrauch an Antioxidantien mit weiteren Negativfolgen für den Organismus. Die im Artikel genannten "Verdauungsbeschwerden" sind nichts anderes, als ein Ungleichgewicht unserer Darmflora. Der Wert unserer Nahrung bestimmt wiederum das für die Gesundheit notwendige Gleichgewicht und wir wären gut beraten, diesem einen höheren Stellenwert zukommen zu lassen. Nahrung ist Medizin!


12.07.2015 | 15:53

KQF

@ Rudolf-Robert Davideit

Der Mensch ist biologisch gesehen auch genauso wenig ein Fleisch Fresser und alles Fresser!
Die Tatsache, dass sich Menschen trotzdem alles zu Leibe führen auch wenn sie es nicht sollten, ist natürlich eine andere Geschichte.


11.07.2015 | 12:39

Rudolf-Robert Davideit

Tja, "oft hilft auch Fleischbrühe.", da der Mensch bis auf die Ökonihilisten kein Wiederkäuer ist! Noch Fragen?

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