Saturday, 30. July 2016
08.05.2015
 
 

Tatort Darm – Wie uns »Candida« krank macht

Michael Edwards

Candida, ein Hefepilz, ist an sich nicht schlecht, aber wenn er nicht in Schach gehalten wird und ungehindert im Darm wuchert, schädigt er die Darmwand. Dann kann er zusammen mit anderen Mikroben aus dem Darmtrakt in den Körper wandern und sich überall verbreiten, genährt vom Zucker und geschädigten Zellen, die ebenfalls ins Blut gelangen. Das Immunsystem reagiert auf Candida (und auf Gluten, das ein ähnliches Protein aufweist) – was ja auch erwünscht ist; es bekämpft eindringende Erreger, die im Blut nichts zu suchen haben.

 

Große Moleküle, die vorher die Darmwand nicht durchdringen konnten, beispielsweise Bakterien, unverdaute Eiweiße oder unverdaute Zucker, können jetzt aus dem Darm sickern. Diese Antigene gelangen in den Blutstrom, wo sie das Immunsystem als Fremdlinge identifiziert. Es bildet Antikörper gegen diese Antigene und wenn es später erneut damit konfrontiert wird, antwortet es mit Entzündung, chronischer Müdigkeit, Herzinsuffizienz und Zöliakie.

 

Durchlässiger Darm und Autoimmunerkrankungen

 

Das Immunsystem attackiert nicht einfach den eigenen Körper, wie viele Schulmediziner glauben. Wenn der Körper von allen möglichen Darmmikroben und anderen schädlichen Antigenen übersät ist, die eigentlich in den Darm gehören (und Candida ist normalerweise die häufigste davon), aber auch von Zucker, der diesen Mikroben als Nahrung dient, oder von Eiweißen, die als fremd erkannt werden, weil sie nicht verdaut sind, greift sich der Körper scheinbar selbst an, wenn er in Wirklichkeit gegen diese fremden Eindringlinge vorgeht.

 

Durchdringen infektiöse oder toxische Partikel die Darmwand, lösen sie eine Lawine von Reaktionen aus, an deren Ende verschiedene Krankheiten stehen. Candida und andere Mikroorganismen, die wir für »schlecht« halten, wirken pathogen oder infektiös und bringen dem Wirtsorganismus Beschwerden oder Krankheiten. Auch eine nützliche Darmflora kann zum Krankheitsauslöser werden, wenn der Darm aus dem Gleichgewicht gerät.

 

Die infektiösen Bakterien oder Pilze ernähren sich von Zuckern und zerfallenden Zellen. Je leichter wir es diesen symbiotischen Mikroorganismen machen, zu Krankheitserregern zu werden, desto schneller geraten sie außer Kontrolle.

 

Bei durchlässigem Darm kann sich eine Infektion an jeder dafür anfälligen Stelle des Körpers verbreiten. Deshalb können sich zum Beispiel alte Verletzungen wieder entzünden. Die Infektion beginnt überall, wo es Nahrung gibt. Narbengewebe und anderes geschädigtes Gewebe liefert opportunistischen infektiösen Mikroben wie Candida und vielen anderen Parasiten ausreichend Nahrung. In einem vergifteten Organ finden sich gereizte, geschädigte und verfallende Zellen, von denen sich diese Mikroben ernähren können. Je geschädigter der Körper, desto einfacher kann sich eine Infektion darin festsetzen. Was der Darm durchlässt, wo er etwas durchlässt und welcher Ort im Körper am meisten anfällig für eine Infektion ist – all das spielt eine Rolle bei der Definition der Symptome einer Autoimmunerkrankung.

 

Einen durchlässigen Darm heilen

 

Die Heilung des Darms kann durch Ergänzungsmittel, die Candida und andere Parasiten töten, beschleunigt (aber nicht ersetzt) werden. Sinnvoll sind auch starke Probiotika, denen die Magensäure nichts anhaben kann, sodass sie im Darm wirken. Die nützlichen Bakterien in den meisten Probiotika und fermentierten Lebensmitteln sind aber zu schwach, um die Magensäure zu überleben.

 

Die Beschwerden einer Autoimmunerkrankung werden zumeist sehr schnell gemindert oder ganz beseitigt, wenn Candida unter Kontrolle gebracht wird und der Darm zu heilen beginnt. Allerdings kann es Monate dauern, bis die Darmwand wieder geheilt ist, und Candida-Sporen können an Orten überleben, die antimikrobielle Substanzen und unser Immunsystem nicht erreichen. Deshalb sollte unbedingt eine strikte Diät eingehalten werden und nach jeder Süßigkeit, sogar nach einem selbstgemachten gesunden Frucht-Smoothie, ein Salat oder ein Ergänzungsmittel für einen gesunden Darm eingenommen werden.

 

Fazit

 

Wenn Sie an einer Autoimmunerkrankung oder einer chronischen Krankheit leiden, wenn Sie häufig von Infektionen geplagt werden oder bei einem schwachen Immunsystem, leiden Sie möglicherweise an einem durchlässigen Darm, auch wenn keine Verdauungsstörungen auftreten. Konzentrieren Sie sich also auf den Darm. Da dort 80 Prozent des Immunsystems angesiedelt sind, ist es schon allein deshalb wichtig, als Erstes für einen gesunden Darm zu sorgen. Ist erst der Darm geheilt, kann auch der übrige Körper heilen.

 

 

 

Quellen:

 

organiclifestylemagazine.com

organiclifestylemagazine.com

organiclifestylemagazine.com

bodyecology.com

naturalnews.com

denvernaturopathic.com

candidaplan.com

nih.gov

Gaby, Alan R. 2011, Nutritional Medicine.

 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (10) zu diesem Artikel

09.05.2015 | 00:50

bernd

Schön und Gut das mit dem KS ......nur wann weiß man obs genug ist?? (nach einer Woche, einen Monat?....oder) und wie sieht es bei KS mit Resistenzen aus....kann man bei zuviel Einnahme von KS dagegen resistend werden?? Fragen über Fragen!!


08.05.2015 | 20:22

Irene

Squirrel: Auch ich habe positive Erfahrungen gemacht. Ich nehme zwar nicht MMS, sondern Lotus power premium Wasseraufbereiter, dieser wird 1:1 verwendet, hier bei Kopp-Verlag erhältlich. Natürlich habe ich auch das Buch von Jim Humble, und man sollte sich schon vorher darüber informieren. Ich kann es nur weiterempfehlen.


08.05.2015 | 19:26

Hallo

gehts mit dem alten Rezept: Wermut-Walnuss-Knoblauch auch etwas genauer? Wieviel von jedem, wie oft am Tag und wie lange? Wermut in welcher Form?


08.05.2015 | 18:18

Squirrel

Habe meine ganze Jugend mit Darm- und Vitalitätsschwäche verbracht.12 Krankheitssymptome. Gesund nur mit radikaler Diät OHNE Weizen OHNE Milch. 50 Ärzte aufgesucht, allesamt inkompetent. Letztes Jahr noch Pillen für 2500 € geschluckt. Erst vor 2 Wochen habe ich etwas ganz Neues ausprobiert; MMS / 1000er Protokoll von Jim Humble. Schmeckt gewöhnungsbedürftig (beim Trinken vermischen mit etwas Reismilch oder Mandelmilch, Nase zu und gleich danach ein kleines Glas Reismilch oder...

Habe meine ganze Jugend mit Darm- und Vitalitätsschwäche verbracht.12 Krankheitssymptome. Gesund nur mit radikaler Diät OHNE Weizen OHNE Milch. 50 Ärzte aufgesucht, allesamt inkompetent. Letztes Jahr noch Pillen für 2500 € geschluckt. Erst vor 2 Wochen habe ich etwas ganz Neues ausprobiert; MMS / 1000er Protokoll von Jim Humble. Schmeckt gewöhnungsbedürftig (beim Trinken vermischen mit etwas Reismilch oder Mandelmilch, Nase zu und gleich danach ein kleines Glas Reismilch oder Mandelmilch trinken, um den Geschmack zu neutralisieren) Effekt: Unglaublich: Endlich einen ruhigen Bauch. Habe heute einen halben Camembert gegessen und der Bauch bleibt absolut ruhig, erinnert mich an meine Kindheit. Weiss nicht, wovon ich zuviel hatte, Pilze, Parasiten, Schwermetalle, aber es wird radikal weggeputzt!! Habe in der Schweiz gekauft. Pharma Lobby Propaganda sehr aktiv gegen MMS, ist ja logisch, denn damit ist ja kein Geld zu machen und es heilt zu viele Krankheiten. Baden mit aktiviertem MMS gut und Blasenentzündung adé. Stellen mit verdünntem MMS einreiben. ByeByePharma, du hast mich lange genug abgezockt. Lebensmittelindustrie, Deinen Industriemist kaufe ich schon lange nicht mehr.


08.05.2015 | 16:49

Frage

@Sascha: Danke für die Info. Meinen Sie wirklich einen halben Liter am Tag von 30 ppm - pur? Oder in welcher Verdünnung. Mir kommt das so viel vor und ohne Verdünnung hoch dosiert? Kenne mich leider mit Koll Silber nicht aus. Wer weiß noch etwas darüber?


08.05.2015 | 14:19

Diego

Was auch sehr hilft, habe ich von meiner Naturheilkundeärztin, 1 Flasche Wodka, 1 knoblauchknolle. Knoblauchknolle kleinhacken und ins Wodka rein, eine Woche stehen lassen und danach jeden Abend vorm schlafen gehen 2 eßlöffel in ein halbes Glas Wasser geben und trinken. Das hilft gegen Candida und auch gegen helikobakter.

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