Friday, 30. September 2016
30.01.2015
 
 

Studie zeigt: Fruktose führt zu Fortpflanzungsproblemen und vorzeitigem Tod

PF Louis

Wenn von Fruktose die Rede ist, dann sind zumeist nicht die natürlichen Zucker in Äpfeln, Birnen oder Wassermelonen gemeint, sondern der stark fruktosehaltige Maissirup (HFCS, nach dem englischen »high-fructose corn syrup«).

 

Er findet sich überall in industriell verarbeiteten Lebensmitteln, besonders in Limonaden, weil er pro Gramm mehr Süße liefert und zudem billiger ist. Und so sehr die Hersteller auch versuchen, ihn auf dem Etikett zu verstecken und »Maissirup« als Inhaltsstoff aufführen, es ist und bleibt HFCS.

 

Die Mais-Raffinerieindustrie widerspricht lebhaft, aber die Ernährungswissenschaft beweist, dass Menschen ohne HFCS besser, vielleicht sogar länger leben.

 

Eine ungewöhnliche Studie an der University of Utah

 

Ganz normale Mäuse, wie sie in Wohnungen und Restaurants leben, wurden in einem offenen Mäusestall untergebracht, damit männliche und weibliche Mäuse 32 Wochen lang beobachtet werden konnten. An geschützten Bottichen und offenen Schalen mit vertikalen Fütterungsstationen wurden Saccharose und HFCS proportional zum normalen menschlichen Verzehr verfüttert.

 

Die Forscher stellten fest, dass weibliche Mäuse, die HFCS fraßen, früher starben und sich schlechter vermehrten als Mäuse, die Saccharose fraßen. Bei den Männchen zeigte sich zwischen HFCS, Saccharose und Tafelzucker kein Unterschied in der Toxizität.

 

Beide waren gleichermaßen toxisch, sie beeinträchtigten ihre Fähigkeit, ein Territorium zu halten und sich zu reproduzieren. Daraus schlossen die Forscher, alle zugesetzten Zucker seien toxisch, ganz besonders aber HFCS. Achten Sie auf das Schlüsselwort »zugesetzte Zucker« – das Zeug also, das gesüßten Säften und Fertiggerichten zugegeben wird, nicht der natürliche Fruchtzucker im Obst.

 

Andere Experten äußern sich zu zugesetztem Zucker und HFCS

 

Von Dr. Robert H. Lustig, Professor für Kinderheilkunde und Adipositas-Spezialist an der University of California, San Francisco, stammt der wahrscheinlich eindrucksvollste und unterhaltsamste Videovortrag über Zucker und Fruktose. Er ist online verfügbar und hat sich im Internet rasend schnell verbreitet.

 

Lustig zeigt, dass ein durchschnittlicher Amerikaner zu Beginn des 20. Jahrhunderts ungefähr 15 Gramm Fruktose im Jahr zu sich nahm, das meiste aus Obst und Gemüse. Heute sind es 55 Gramm am Tag, bei Teenagern und Kindern sogar 73 Gramm täglich.

 

Besondere Sorge bereitet Lustig die größere Menge an Fruktose, denn seit HFCS in den 1970er Jahren erstmals in Limonaden und Fertiggerichten auftauchte, gehe dieses Mehr mit einem Zuwachs an Fettleibigkeit, Diabetes und einer neuen Krankheit, der so genannten nichtalkoholischen Fettleber, einher, an der mittlerweile fast jeder dritte Amerikaner leidet.

 

An der Harvard University sprach Lustig über rapide steigende Zahlen von Fettleibigkeit, Diabetes und schlechter Herzgesundheit, die trotz der obsessiven Jagd nach fettarmen und fettfreien Diäten noch immer zu verzeichnen sind. Wie ist es möglich, dass diese Krankheiten trotz der jahrzehntelangen Fettarm- oder Fettfrei-Manie exponentiell häufiger werden? Lustig vermutet den Zucker als Übeltäter, insbesondere HFCS, der in fast allen Limonaden verwendet wird.

 

Auch die Limonadenbehälter sind immer größer geworden. Waren in den 1950er Jahren noch Coca-Cola-Flaschen von 0,2 Litern üblich, so wurde kürzlich bei Limonadenbechern ein Rekordmaß von fast zwei Litern erreicht. In den amerikanischen 7-Eleven-Läden werden allerdings nur noch 1,5-Liter-Becher verkauft, weil die Zweiliterbecher nicht in die Halterungen der meisten Autos passen.

 

Natürlich ist in den übergroßen Bechern auch viel Eis, aber die 0,6-Liter-Flasche Limonade gibt ihnen die volle Dosis leckeren Gifts, ohne das Eis. Weitere Tests an Tieren und Menschen haben gezeigt, dass HFCS in Mengen, die etwas über der SAD (Standard American Diet) liegen, eine Insulinresistenz, den Vorläufer von Typ-2-Diabetes, auslösen.

 

Außerdem wurde bei Studien beobachtet, dass HFCS sehr schnell die Leber angreift. Selbst bei moderatem Verzehr zeigen sich schon bald Anzeichen der Entwicklung einer Fettleber. Diätlimonaden sind keine Alternative. Denn darin ist künstlicher Süßstoff, der Neurotoxine enthält, die Zellen im Gehirn und im Nervensystem absterben lassen und zudem karzinogen wirken. Aber das wussten Sie sicher schon, nicht wahr?

 

 

 

 


 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (11) zu diesem Artikel

31.01.2015 | 17:54

cource

man kann mit Zucker und einfachen Kohlenhydraten (Brot/Reis) oder happypillen/alkohol/Drogen seinen Serotoninspiegel (Glückshormone) manipulieren, wer nicht genügend Serotonin bildet aber trotzdem Leistungsfähig/funktionieren muss, wird zwangsläufig süchtig nach diesen Stimulanzien, d.h. ohne den Leistungsdruck wären solche Stimulanzien überflüssig und im umkehrschluss durch den Leistungsdruck floriert die Lebensmittel- und Drogenindustrie


31.01.2015 | 10:58

Nasenmann

Lieber Kulissenschieber, Aspartam mag seinen Ursprung in chemischen Forschungen haben, Glutamat (richtig "Glutaminsäure" jedoch nicht. Es ist Bestandteil eines jeden höheren Lebewesens und fungiert als Neurotransmitter. Ich glaube kaum, dass Sie darauf verzichten könnten. Und an die anderen Hokuspokusmenschen hier: Was bitte ist ein "künstlicher Zucker"? Worin unterscheidet sich "künstliche" von "natürlicher" Fructose? Obwohl ich Chemiker...

Lieber Kulissenschieber, Aspartam mag seinen Ursprung in chemischen Forschungen haben, Glutamat (richtig "Glutaminsäure" jedoch nicht. Es ist Bestandteil eines jeden höheren Lebewesens und fungiert als Neurotransmitter. Ich glaube kaum, dass Sie darauf verzichten könnten.
Und an die anderen Hokuspokusmenschen hier: Was bitte ist ein "künstlicher Zucker"? Worin unterscheidet sich "künstliche" von "natürlicher" Fructose? Obwohl ich Chemiker bin, fällt mir leider keine analytische Möglichkeit ein, mit der ich ein "künstliches" von einem "natürlichen" Zuckermolekül unterscheiden könnte - und ich kenne derer eine ganze Reihe. Künstliche Zuckerarten im Sinne synthetischer Zuckermoleküle, die es in der Natur so nicht gibt, würden es ganz sicher nie zur breiten Anwendung in der Nahrungsmittelindustrie schaffen, da die Synthese dieser mit vielen Chiralitätszentren ausgestatteten Moleküle viel zu aufwendig und damit teuer wäre.


31.01.2015 | 10:32

Milan 22

Dass Fruktose in Obst unbedenklich ist würde ich zumindest deutlich einschränken wollen. Viele heutzutage angebotene Obstsorten sind so drastisch auf Süße hin überzüchtet dass auch hier die angesprochenen Nachteile und Zerstörungswirkungen der künstlichen Süssmacher Wirkung zeigen, wenn auch evtl. zunächst nicht ganz so dramatisch. Erkennbar wird das zum Beispiel an der wachsenden Unverträglichkeit neuerer Apfelsorten, während alte Sorten mit noch natürlichem Fruktosegehalt...

Dass Fruktose in Obst unbedenklich ist würde ich zumindest deutlich einschränken wollen. Viele heutzutage angebotene Obstsorten sind so drastisch auf Süße hin überzüchtet dass auch hier die angesprochenen Nachteile und Zerstörungswirkungen der künstlichen Süssmacher Wirkung zeigen, wenn auch evtl. zunächst nicht ganz so dramatisch. Erkennbar wird das zum Beispiel an der wachsenden Unverträglichkeit neuerer Apfelsorten, während alte Sorten mit noch natürlichem Fruktosegehalt vielfach besser vertragen werden und im privaten Anbau derzeit wieder verstärkt nachgefragt werden. Die Liste der überzüchteten Obstarten ist lang und betrifft nahezu alles was nicht ohne menschlichen Eingriff in der freien Natur wächst. Vor allem mit Beerenobst und Wildobstsorten ist man auf der sicheren Seite. Extreme Süße in Nahrungsmitteln aller Art scheint mir eine der Hauptdrogen der aktuellen Zivilisation zu sein, was sich auch an der Tatsache ablesen lässt, dass vielleicht noch 5% der Menschen einen vollständig gesunden Magen-Darm Bereich ohne Pilze, Parasiten und mit gesunder Flora besitzen.


30.01.2015 | 17:52

cource

viel wichtiger ist der umstand, dass uns die meisten lebensmittel süchtig machen, d.h. wir essen unbewusst dinge die uns nicht bekommen, nur weil sie im oberstübchen "wohlbefinden" auslösen--wir können uns nicht mehr auf unseren instinkt verlassen


30.01.2015 | 12:51

Basil Geoffrey

Kritiker - Herr Lustig behauptet, in den USA wären nur 15g Fruktose/Jahr konsumiert worden, und das entspricht in etwa drei Äpfeln wenn man großzügig rechnet und ist ziemlich sicher falsch, zumal es noch zahlreiche andere Fruktosequellen gibt. Zitat: “Lustig zeigt, dass ein durchschnittlicher Amerikaner zu Beginn des 20. Jahrhunderts ungefähr 15 Gramm Fruktoseim Jahr zu sich nahm, das meiste aus Obst und Gemüse.”


30.01.2015 | 11:53

Di Dago

Wer will schon hundert Jahre leben? In dieser kranken und perversen Welt sind mMn schon 70 JAhre viel zu lang um es noch ertragen zu können, wie die Menschen anstatt gescheiter, sich immer weiter dem Intellekt der Neandertaler angleichen. Evt. hat das was mit den Händys zu tun?! Denn schon in den 80ern hat die Ciba geigi nachgewiesen, dass man z.B. Samen oder Fischeier die in einem elektromagnetischen Kraftfeld, die genetische Struktur auf urzeit bzw. auf die Urform zurücksetzten...

Wer will schon hundert Jahre leben? In dieser kranken und perversen Welt sind mMn schon 70 JAhre viel zu lang um es noch ertragen zu können, wie die Menschen anstatt gescheiter, sich immer weiter dem Intellekt der Neandertaler angleichen. Evt. hat das was mit den Händys zu tun?! Denn schon in den 80ern hat die Ciba geigi nachgewiesen, dass man z.B. Samen oder Fischeier die in einem elektromagnetischen Kraftfeld, die genetische Struktur auf urzeit bzw. auf die Urform zurücksetzten kann. Unser 1% das herrscht, bracuht dumme Arbeiter die die Fresse halten und konsumieren.

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