Samstag, 3. Dezember 2016
05.01.2010
 
 

CDC-Direktorin übernimmt hohen Posten in der Pharmaindustrie

F. William Engdahl

Die Chefin der staatlichen amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC (»Centers for Disease Control and Prevention«), der für Impfungen und die Bekämpfung von Pandemien zuständigen Behörde, ist 2009 zurückgetreten und übernimmt einen leitenden Posten beim führenden Pharmaunternehmen »Merck«. Sie wird Leiterin der Abteilung Impfstoffe. Dieser Schritt ist eine neuerliche Bestätigung für enge und korrupte Beziehungen zwischen der WHO, dem CDC und staatlichen Instituten wie dem Robert-Koch-Institut oder dem Paul-Ehrlich-Institut in Deutschland und der gewinnorientierten Pharmaindustrie bestehen, die von der Politik der genannten Behörden und Einrichtungen profitiert. In Wirklichkeit bestätigt das Bild, das sich in den letzten Monaten herausgeschält hat, nämlich nachgewiesene Korruption von Beamten im staatlichen Gesundheitswesen, von angeblich objektiven Akademikern und Wissenschaftlern und der Big Pharma das, was ich als »Goldenes Dreieck« der Arzneimittel bezeichne – staatliche Behörden und D

Die frühere Chefin des CDC, Dr. Julie Gerberding, hat jetzt eine Stelle als Leiterin der lukrativen Abteilung Impfstoff bei Merck übernommen. Sie war während der gesamten Amtszeit der Regierung Bush – der Zeit von Anthrax und Bioterror – Leiterin der CDC, 2009 trat sie von ihrem Amt zurück. Sieben Jahre lang hatte sie die CDC nach ihren Vorstellungen reorganisiert, um, wie sie es selbst einmal sagte, »die Herausforderung meistern zu können, die neue Bedrohungen für die Gesundheit im 21. Jahrhundert an uns stellen«.

 

Die ehemalige CDC-Chefin wird Leiterin der Abteilung Impfstoffe bei Merck, dem Hersteller von Vioxx.

 

Als CDC-Chefin hat sie wiederholt erklärt, von ihrem neuen Arbeitgeber Merck hergestellte Arzneimittel, wie der Impfstoff HPV, seien sicher. Jetzt wird sie fürstlich für den Verkauf derselben (unsicheren) Arzneimittel entlohnt werden. Sie wird Leiterin einer Abteilung Impfstoffe mit einem Geschäftsvolumen von fünf Milliarden Dollar, die unter anderem Gardasil vertreibt, einen nachweislich gefährlichen Impfstoff, der vor Gebärmutterhalskrebs schützen soll, sowie Impfstoffe gegen Windpocken und gegen die Schweinegrippe H1N1.

Unter Gerberding wurden die CDC in eine, wie mache behaupten, »Marketingabteilung der Pharmaindustrie« umgewandelt. Das CDC hat mit größtem Nachdruck die Impfstoffe gegen die Schweinegrippe gefordert, obwohl die Schweinegrippe erkennbar nicht gefährlicher war als die normale saisonale Grippe.

Merck war seinerzeit Hersteller des in vielen Fällen tödlich wirkenden Medikaments Vioxx und hat bewusst die Beweise dafür vertuscht, dass dieses bei Zehntausenden zu einem Herzinfarkt geführt hat. Nach einer in Kanada durchgeführten Studie ist das Ereignis bei 25 Prozent der Patienten, die Vioxx eingenommen und einen Herzinfarkt erlitten hatten, innerhalb von 14 Tagen nach der Einnahme der ersten Dosis eingetreten. Das Unternehmen wurde von Patienten und Regierungen mehrerer amerikanischer Bundesstaaten wegen irreführender Werbung für das Produkt angezeigt.

Der Vioxx-Skandal kam während Gerberdings Amtszeit als CDC-Chefin ans Licht. Als 2004 bekannt wurde, dass das Medikament zu zahlreichen Todesfällen geführt hatte, machten Ärzte die staatliche amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) weitgehend mitverantwortlich für den Tod zehntausender Amerikaner, weil sie zugelassen hatte, das Vioxx noch jahrelang auf dem Markt geblieben und Merck mit dem Verkauf des Medikaments Milliarden verdient hatte.

Vioxx war ein meisterhafter Public-Relations-Coup aggressiven Marketings bei unzureichender Regulierung. In den Monaten nach der Anhörung von 2004 erhoben Experten in aller Welt schwere Vorwürfe gegen Merck und die FDA. Zwei Monate nachdem Vioxx vom Markt genommen worden war, schrieb Dr. Richard Horton, Chefredakteur der britischen Medizin-Fachzeitschrift Lancet: »Im Fall Vioxx haben Merck und die FDA aus rücksichtslosen, kurzsichtigem und unverantwortlichen Selbstinteresse gehandelt.«

Vioxx, das zur Linderung der Symptome von Arthrose angewendet wurde, war das am zweithäufigsten verschriebene Medikament in den USA, bis es 2004 vom Markt genommen wurde. Das CDC hat Jahr für Jahr die Beliebtheit von Vioxx dokumentiert.

Im Jahr 2007 hat Gerberding als CDC-Chefin Mercks Impfstoff HIB verteidigt, der bei Säuglingen und Kindern zum Schutz von Gehirnhaut- und Lungenentzündung angewendet wird. Das Unternehmen hatte damals über eine Million Impfdosen wegen eines Kontaminationsrisikos zurückrufen müssen. Bei einer Pressekonferenz betonte Dr. Julie Gerberding, HIB stelle kein Risiko für die Gesundheit dar.

 

 

Die CDC hat manipulierte Daten verwendet, um wegen angeblicher H1N1-Todesfälle Angst zu schüren

Vor Kurzem ist auch bekannt geworden, dass die Statistiken, die die CDC im vergangenen Frühjahr verwendet hat, um ihre Forderung zu rechtfertigen, die WHO solle wegen der Schweinegrippe H1N1 die Pandemiestufe ausrufen, manipuliert waren.

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Marc Lipsitch von der Harvard School of Public Health hat ein einen vorläufigen Bericht veröffentlicht, wonach eine mildere »Pandemie« vorlag, als die früheren Berichte aus Mexiko vorausgesagt hatten. Die Todesrate von vier Prozent, die im März und April für die H1N1 ermittelt worden war, erwies sich als irreführende Schätzung. Die Schätzung erfolgte nämlich nicht aufgrund der Anzahl von Infektionen in der Gesamtbevölkerung, sondern von schweren Fällen, bei denen eine Einweisung ins Krankenhaus erforderlich war. Die tatsächliche Todesrate lag also bedeutend niedriger.

Die Harvard-Forschergruppe erfasste die Zahl der Patienten mit grippeähnlichen Symptomen, die sich in Behandlung begaben, ins Krankenhaus aufgenommen, in Intensivstationen verbracht wurden, und starben. Etwa einer von 70 Patienten mit grippeähnlichen Symptomen musste ins Krankenhaus eingewiesen werden. Einer von 400 ins Krankenhaus aufgenommenen Patienten musste intensivmedizinisch behandelt werden und einer von 2.000 Patienten mit H1N1-Symptomen starb – das ist eine Sterblichkeitsrate von 0,0005 und nicht vier Prozent, also Größenordnungen unter dem Wert der CDC.

Die Harvard-Studie ist im September abgeschlossen, aber erst am 8. Dezember veröffentlicht worden. Die Studie wurde vom britischen Medical Research Council, den U.S. National Institutes of Health und anderen Stellen finanziert.

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